Carbon Vespa

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    • Carbon Vespa

      Hallo,

      Ich habe mir überlegt eine 50 N aus Cfk zu bauen, damit meine ich nur den Rahmen und die Deckel an den backen. Die teile würde ich aus Prepeg und Honeycomb fertigen (für die die es nicht wissen, das ist das gleiche Ferfahren wie ein F1 gefertigt wird). Da der Invest für die Werkzeuge sehr hoch ist habe ich gedacht das es vielleicht jemanden gibt, der auch so einen Rahmen haben will. Ich schätze das so ein Kit auf 6000 Euro kommt, aber bei mehr Intresse würde ich den Preis genau Kalkulieren.

      Meldet euch bei Intresse oder Fragen.
    • Ich glaube da wirst du nicht viele finden, wir Vespafahrer stehen auf BLECH...

      Beim Aufprall muss es deformieren nicht zerbersten :D
      Ob das Normal ist?
      Na ich hoffe nicht!

      Es ist so herrlich wenn mein Glück andere unglücklich macht.
    • Finde das Projekt viel zu kostspielig... und das Alles für genau was? Gehts um ne Diplomarbeit o.Ä. oder einfach nur um es mal gemacht zu haben? Doch, die Frage ist ernst gemeint und ich habe leider kein Interesse an nem 2. Rahmen

      Gruß
    • Blech bleibt Blech, das wäre m.E. das gescheiteste

      Das klingt sehr... naiv zu glauben daß man aus ein paar Teileprepregs, ein paar Nomex Honeycombs in einer Form einen Vesparahmen bäckt.
      Und dann zu glauben daß du mit 6.000 Tacken klarkommst.

      1. Brauchst du ein gescheites Mastermodell, um eine Form ziehen zu können.
      2. Dann lamininerst du die Form, die entweder selber aus Toolingprepregs besteht oder aber aus CFK + höhertemperaturbeständigem Epoxidharz.
      3A: in der Form mußt du dann rumhantieren mit semipermanenten oder sonstwie gearteten temperaturtauglichen Trennmitteln.
      3. Wenn du dann Teile herstellen willst, wer macht dir die Festigkeitsberechnungen ? Hast du Ahnung davon wie du einen Legeplan machst ? Bist du vom Fach ?
      4. Ein solches Prepreg-Waben-Verbundbauteil herzustellen bedeutet, daß du den Rahmen nicht in einem Stück machen kannst, sondern nur als Teilesatz, den du zusammenkleben mußt. Weiterhin kannst du ein Wabenbauteil niemals einfach so verschrauben der Komponenten daran verschrauben, sondern du mußt die Honeycombs an den Stellen, wo ein Loch hineinkommt, mit einem sog. Corefiller (einer Kanten- und Kernfüllmasse) versehen.
      Die Lagerung von Gabelrohr und Motor mußt du aus Metall vorsehen, das wird auch eingeklebt. Überhaupt mußt du an verschiedenen neuralgischen Stellen diverse Einsätze vorsehen.

      Andernfalls macht es ruckzug KNACK KNACK KNACK und die Kiste bricht auseinander.
      Wer will für ein fehlerhaft gemachtet Teil die Verantwortung tragen ?

      Das ganze kostet wesentlich mehr als du denkst.



      Wenn du mich fragst, wären schon gut gemachte Anbauteile (Seitenhauben, Kotflügel etc:) aus Prepregs eine tolle und gut zu realisierende Sache.
      Du glaubst nicht, wieviel Gehirnschmalz und Tricks zum Herstellen von brauchbaren Sichtcarbonteilen für Motorräder nötig ist.
      Nebel zieht in dichten Schwaden übers Moor von Forest Hill
      Grün gespenstisch glänzt ein Irrlicht Es ist Nacht in Baskerville
    • Dann fang doch erstmal an, Dir einen Namen in der Vespagemeinschaft zu machen. Back ein paar Anbauteile in Carbon, wie originale Kotflügel, Lenkerabdeckungen oder Backen, davon lassen sich sicherlich einige verkaufen, wenn der Preis auf dem Teppich bleibt.

      Einen ganzen Rahmen - da kann man die Käufer an einer Hand abzählen. Und wenn man Geschäftsführer einer Fa. ist, kann man doch bestimmt ein paar Daten auf dem Tisch packen, WIEVIEL Gewicht man denn spart.....
      Go Go Gadget signature!
    • Vespa Fahrer Avatar

      G-Hard schrieb:

      Mir geht es um Gewicht, Leicht = Schnell.
      Mich würde interessieren wieviel kg du mit der neuen Karosse sparen würdest. Hast doch bestimmt schon durchgerechnet.
      Würde eine Motorfeinabstimmung nicht schon ein größeres Dynamikplus ergeben?
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      - grad nix -

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      - Getriebe PX 80 Lusso

      Also, im GSF hätte er schon längst...


      [url]www.vespastation.de[/url]
    • ja, wobei mir die Idee mit den Backen gar nicht eingefallen wäre. Wäre aber, rein optisch, mit Sicherheit ein Renner/mal was neues.
      Zum Thema Gewichtsersparnis wäre mit Sicherheit ein ähnliches Ergebnis zu erreichen, wenn der Fahrer einfach mal ein paar Kilo abspecken würde. :D
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    • Morgen,

      ich möchte keine Cfk Vespa wegen der Optik haben, würde zu vespa auch nicht passen, natürlich wird das so lackiert das man von dem Carbon nichts sieht. Zum Thema Gewicht, ich schätze so ein Rahmen würde 6-8 Kg wiegen. Ach ja nehmt mal 20 Kilo und legt sie auf den Gepäckträger fahrt eine schnelle Runde und dann legt die 20 Kg in einen Rucksack. Vergleicht selber, zu diesen verhältnissen gibt es aber auch Formeln. Und zum Schluss, das ist mein Hobby kein Business, woran ich die Leute hier teilhaben lassen möchte.
    • ich kenn mich mit cfk kaum aus, aber wäre es nicht möglich einen originalen rahmen an den schweißpunkten aufbzubohren und genau diese teile dann nachzufertigen?

      wie issn das bei cfk mit spritfestigkeit, da vespas ja doch immer siffen? gfk mag das ja zu.T. nicht so sehr.
      wie isses mit verzug unter wärme?
      osmose?
      Aufbau eines Rennrollers für die European Scooter Challenge

      ESC 2013+2014: K5
      ESC 2015+16: K5 + K1
      BaB-Race-Meister 2015+2016

      Die, die die, die die Plastikroller erfunden haben, verdammen, vergessen, dass Plastik für Piaggio Leben bedeutet.
      - frei nach Konrad Duden
    • Ja, grins,
      eine Compositefirma hätte ich auch gerne, dann ist klar, daß man sich an so ein Projekt überhaupt erstmal gedanklich nähern kann...
      Und ziehe natürlich etwaige Bedenken zurück, daß für dich ein solcher Gedanke "blauäugig" ist - Information ist eben doch "fast" alles.
      Hoffe du fühlst dich nicht auf den Fuß getreten :)

      Hallo Chup4,
      Für solche Anlässse verwendete Prepregs werden mit Epoxidharz hergestellt, da gibt's i.d.R. keine Osmoseschäden wie bei Polyestergelcoats.
      Außerdem will er es ja lackieren, was eine super idee ist, um die Oberfläche vor mechanischer Beschädigung und Chemie zu schützen.

      Das mit der Wärme ist eine gute Frage. Epoxies sind Duroplaste, die schmelzen zwar nicht, werden aber etwas weicher + flexibler beim Erwärmen.
      Man muß halt Prepregs nehmen, deren Harzanteil eine hohe Glasübergangstemperatur haben... fachchinesisch für: Die erst bei einer hohen Temperatur unakzeptabel weich werden. Duch die Kohlefaser sind sie ja aber schon recht steif.

      Das mit dem Aufbohren der Schweißpunkte der Originalkarosse ist sicher möglich, aber man muß bedenkne, daß das Verschweißen im Werk mit einer Schweißlehre geschieht und die so hergestellten Rahmen evt. noch mal mit einer Rahmenrichtlehre überprüft und nachkorrigiert werden.
      Also wenn du die Schweißpunkte aufbohrst können Spannungen freiwerden und die Einzelteile verzogen sein. Nu jo, das muß man halt wissen, dann kann man dem entgegenwirken.
      Es gibt nix unangenehmeres, als nicht gut zusammenpassende CFK-Teile zu verkleben.



      Zu dem Thema lackieren von CFK-Teilen und Aufwendigkeit des Prozesses möchte ich noch anmerken:
      Es ist ja recht bekannt, daß Prepegs im Autoklaven gebacken werden... Das ist ein Ofen, der zusätzlich bis ca. 8 bar unter Druck gesetzt werden kann.
      Falls man nicht die allerhöchsten Ansprüche hat:
      es gibt mittlerweile Prepregsysteme die keine Autoklaven zum Aushärten brauchen, sondern nur einen Ofen, der bis ca. 140 °C heizt und eine Vakuumpumpe... (z.B. Gurit Sprint oder Amber Composites RapiPly)
      Dieses Zeug wird gerne für Kohlefaserteile (Karosserieteile, Maschinenverkleidungen) eingesetzt, die eh lackiert werden...
      Um eine pinholefreie Oberfläche zu erzielen gehört zu diesen Prepregs dann ein Oberflächenfilm, der bäckt dann schön mit auf die Carbonfaser auf.
      Man kriegt damit eine gute glatte Oberflächenbasis und braucht quasi nur noch fein anzuschleifen... ohne den Oberflächenfilm würde man beim Anschleifen ja die Faser verletzen.



      Bin mal gespannt wie es weitergeht.
      Nebel zieht in dichten Schwaden übers Moor von Forest Hill
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    • N´Abend,

      ich denke der Rahmen ist gut aus zwei Teilen zu fertigen, Trittblech und Rahmen. Als erste Lage würde ich das BPS System von Acg nehmen, dann mit dem Ltm System weiter machen. Von Acg gibt es auch Hitzeschutzfolien zum einlaminieren, könnte man ja an sehr heißen stellen anwenden.