Grundsätzlich sammle ich Schrauben und Kleinteile bei der Demontage nach Baugruppen sortiert in Spraydosendeckeln oder kleinen Schachteln. So wird verhindert, dass am Ende etwas übrig bleibt, das man nicht mehr zuordnen kann.
Also mein Vorgehen bei der Bremstrommelmontage ist folgendes:
Zuerst baue ich alles wieder mit Sorgfalt zusammen. Trommel drauf, Distanzscheibe, Achsmutter ordentlich handfest mit der Ratsche anziehen. Wenn es nicht an der Trommel verblieben ist, montiere ich das Rad. Auch hier ziehe ich erst mal handfest an. Jetzt sollte kein Spiel mehr zu spüren sein. Ist die Verzahnung der Trommel nicht mehr taufrisch, kann ein ganz feines Spiel jetzt an dieser Stelle noch toleriert werden.
Nun die Vespa wieder aufs Hinterrad stellen. Mit dem Drehmomentschlüssel ziehe ich nun die Achsmutter an bis der Schlüssel knackt. Das korrekte Drehmoment bitte für den jeweiligen Roller nachschauen. Es hat sich als nützlich erwiesen, wenn dabei jemand auf die Bremse tritt. Ich bekomme es mittlerweile alleine hin. So wird Schrauben zum Sport.
Jetzt darf allerdings kein Spiel mehr am Rad feststellbar sein. Zum Prüfen Hinterrad anheben/aufbocken.
Nun das Sicherungsmaterial (Splint, ggf. Sicherungskäfig) montieren. Ist kein Loch für den Splint frei, muss die Achsmutter weiter an(!)gezogen werden, bis man den Splint durchstecken kann. Nun den Splint verstemmen und die Nabenkappe aufsetzen. Radmuttern festziehen.
Probefahrt. Anschließend prüfen, ob das Rad noch spielfrei ist.
Dieses Vorgehen hat sich für mich über die Jahre bewährt. Aber es gibt sicher auch andere, vielleicht bessere Methoden.