• Hallo ESB,

    Du hast natürlich vollkommen recht, was die Reproduktion von Blechteilen, wie z.B. Beinschild, Kotflügel, etc. angeht. Das würde generell ja auch etwas schwer fallen, dass mal eben zuhause mit den üblichen Mitteln nachzubauen. Da sind Ersatzteile, die es fertig zu kaufen gibt, natürlich die bessere Wahl.

    Das ganze Projekt CAD-Datenbank hat vor allem den Sinn, möglichst viele Vespa Modelle zu "digitalisieren". Was man damit später anstellt, ist eine andere Sache.
    Z.B. kann jemand, bevor er seine wunderschönen Seitendeckel bearbeitet, das Ganze mal am CAD ausprobieren und schauen, wie es so wirkt. Oder derjenige (die männliche Form gilt hier übrigens als unisex-Anrede...nicht, dass eine(r) motzt :whistling: ) möchte ne Bauraumanalyse machen, um zu sehen, ob das Teil, das er verbauen möchte, da auch hinpasst. Vor dem Lackieren einfach mal ausprobieren, wie denn die einzelnen Farbtöne miteinander harmonieren. Solche Sachen stelle ich mich hauptsächlich vor.
    Natürlich besteht aber auch die Möglichkeit, sich mal eben schnell ein Ersatzteil maßhaltig an der haus- oder firmeneigenen Dreh- oder Fräsbank herzustellen, wenn einem der Versand zu lange dauert oder derjenige die Herausforderung sucht :)
    Weiterhin kann man anhand solch eines Modells dann immer schön nachprüfen, wo welches Teil hingehört, sollte man das mal vergessen haben. Und Erklärungen wie "der Filzring müsste eigentlich genau hinter der Abdeckung sitzen" oder "Fehlt da bei mir ein Teil", etc. könnten dann künftig auf ein Minimum reduziert werden :)

    Das war so die eigentliche Intention hinter der ganzen Sache. Außerdem, kann man das Ganze gerne auch als eine Art Vespa-Gen-Pool für die Zukunft sehen :+3

    Deine Einwände sind aber vollkommen berechtigt ;)

    Gruß, Manuel

    Es gibt keine Probleme - es gibt nur Herausforderungen


  • Können wir das kostenlos nutzen?
    Wie lange, wie oft?
    Wäre Hammer, wenn das klappen würde.


    Da wirst du dir wohl einen kaufen müssen. Wir sind auch nur daran gekommen weil wir für die Firma die das Teil stehen hat im Gegenzug etwas anderes fertigen sollten.
    Natürlich hat sich dadurch eine Tür geöffnet und es ist so einfacher weitere Projekte anzuschieben. Als nächstes kommt das T5 Gehäuse dran. Aber das dir da jemand einfach
    den freien Zugang zu so einer Maschine ermöglicht, das wirst du wohl niemals erleben.


    Reparatur, Restauration, Tuning, Prüfstand P4


  • So, ich melde mich mal hier zurück, nachdem ich den Thread vor vielen Jahren gestartet habe.

    Ich musste meine Vespaleidenschaft leider zeitbedingt für einige Jahre ruhen lassen, aber jetzt sind die Kids schon etwas größer und ich hab auch endlich eine Garage in der ich besser (und vor allem trocken) an meiner Vespa schrauben kann :hurra:

    Da die Vespa nun fast 10 Jahre stillgelegt war, habe ich mich die Tage an eine Bestandsaufnahme des Zustandes gemacht und mehr Baustellen gefunden als erwartet / gehofft.

    Eine Sache, die mich allerdings damals schon sehr genervt hat, war die Riemenabdeckung aus Kunststoff, welche bereits seit, dass ich die Vespa habe, in desolatem Zustand ist und durch mich sehr dilettantisch (und das ist noch wohlwollend ausgedrückt) vor dem Totalzerfall bewahrt wurde.

    Eine Gebrauchte in gutem Zustand ist mir bisher noch nicht für einen akzeptablen Preis in die Finger gekommen. Daher, und weil ich in der neuen Firma Zugang zu einem stationären und hochauflösenden 3D Scanner habe, habe ich mich mal dran gemacht, das Ding einzuscannen und ein wenig Reverse-Engineering zu betreiben. Mein Gedanke war, dass man das Teil ggf. aus einzelnen laser geschnittenen Blechen zusammenzusetzen oder 3D drucken kann oder von mir auch aus Alu-Vollmaterial fräsen (lassen).

    Im Anhang mal ein erster Output nach dem Scannen. Wie man sehen kann, ist meine Abdeckung in sich etwas verwunden, aber mit dem Scan und dem Original sollte ich in der Lage sein, ein hinreichend Gutes CAD-Modell erstellen zu können.

    01_PK50XL2_Riemenabdeckung_3DScan.jpg02_PK50XL2_Riemenabdeckung_3DScan.jpg03_PK50XL2_Riemenabdeckung_3DScan.jpg04_PK50XL2_Riemenabdeckung_3DScan.jpg05_PK50XL2_Riemenabdeckung_3DScan.jpg

    Viele Grüße

    Es gibt keine Probleme - es gibt nur Herausforderungen

    4 Mal editiert, zuletzt von Hollaender83 (July 5, 2024 at 09:48)

  • So, kurz vor dem Wochenstart noch ein schnelles Update:

    Da ich meine gesamte Variomatik von Grund auf reinigen und überholen muss, habe ich mir einfach mal die Mühe gemacht und Teile der Fliehkraftkupplung ins CAD übertragen.

    Da die Reibbeläge meiner Fliehkraftkupplung fast runter sind und die Reibfläche im Kupplungskorb auch an der Verschleißgrenze ist, habe ich einfach mal damit angefangen.

    War zum einen ganz interessant, zum anderen hat man mit einem 3D Modell doch evtl. die Möglichkeit, einzelne Komponenten nachfertigen zu lassen.

    Da es heutzutage unzählige Online-Services gibt, bei denen man gedrehte, gefräste, gedruckte, etc. Teile in Auftrag geben kann, ist das ggf. eine Möglichkeit, doch noch an Teile zu kommen.

    Die Fragen bzgl. Kosten, Wirtschaftlichkeit, ggf. notwendige Zulassungen, möchte ich an dieser Stelle zwar nicht unterschlagen, stehen aber auch nicht im Fokus.

    Im Anhang ein paar Bilder. Noch ist der Detaillierungsgrad nicht ausreichend (meiner Meinung nach) und die von mir händisch genommenen Maße muss ich noch mit unserem 3D Scanner auf Arbeit gegenprüfen.

    Falls wer Interesse an Step-Files hat, gerne PN an mich.

    Viele Grüße und eine gute Woche!

    Es gibt keine Probleme - es gibt nur Herausforderungen