Vjatka 150: Eine Russin will wieder auf die Straße

  • Wer es noch nicht entdeckt hat, in den ausgestellten Vjatkas befindet sich beim Vergaser ein Musterdatenblatt, sollte wer noch keine Papiere besitzen wird das sehr erleichtern.

    Danke für die gute Tat!


    Zum Thema Frust: ...ich wird jetzt dann einmal versuchen sie zum Laufen zu bringen, das ist sicher Pflicht (und sollte auch gelingen, auch wenn der Kickstarter eben übelste Geräusche macht...)


    Was anderes ist die Unwucht, die ich bereits bei Schritttempo im Lenker deutlich als Eiern und Schlagen merke. So kann auch in der schlechtesten Zeit der UdSSR niemand gefahren sein! Das ist einfach nicht vorstellbar für mich.
    Hat jemand eine Idee, was da faul sein kann? Felge unrund? Achse krumm? Die Achslager laufen nicht schön - aber kann das zum Eiern des Rades führen?
    Fragen über Fragen...

  • @ptuser ..ich fürchte eher es ist der berüchtigte Höhen- bzw. Seitenschlag der Felgen, ein Umrüsten
    auf die 10" Nachbausternfelge wird einen nicht erspart bleiben. Aber auch defekte Achslager oder eingelaufene
    Wellen verstärken die Unwucht des Rades.


    ..und glaube mir die sind damit gefahren, Hauptsache fahren und nicht gehen!

  • Hallo,


    hat schon jemand eine Vjatka in Deutschland zugelassen?


    - Welche Unterlagen benötigt man für die Vollabnahme?


    - Wo habt ihr den Brief beantragt?


    - Welche Probleme hat es gegeben?


    Sorry, habe die Threads mal durchgesehen, aber nie eine abschließende Antwort gesehen.


    LG Steffen

  • Servus Steffen und willkommen.


    Ich habe vor mein Roller diesen Sommer zu fahren. Meiner war zumindestens schon mal angemeldet, zwar nur in der DDR aber mit Papiren. Das sollte die ganze Anstrengung etwas erleichtern. Zur Vollabnahne sollte dein Roller wenigstens Straßentauglich sein. Bremsen , Lichter, Lenkung und Federn. Außerdem solltest du einen Spiegel verbauen. Nicht jeder Prüfer ist kulant.


    Wen du keine Papiere hast wird das sicherlich etwas aufwendiger und teurer. Hab das bei einem Auto hinter mir . Dort brauchte ich ein CE ÜBEREINSTIMMUNGSPAPIER.
    Die ganze Nummer damals hat mich rund 400 gekostet.
    Beim Roller geh ich mal von 200 - 300 Euro aus. Da ja nicht so viel aufgenommen werden muss.
    Maße, Größe , Farbe ect ect


    Ich selber habe aber ein ganz anderes Problem.
    Am We habe ich bei der Messe in Ibk einen Kopf von Bollag gekauft. Doch leider passt er nicht. Hatte extra Ralf gefragt ob dieser der richtige ist.
    Siehe Foto.
    Leider passt der nicht.
    Weiß jemand ob es verschiedene Köpfe gibt für den 150 motor. Bzw für sie Vyatka .
    Der Kopf für den originalen Zylinder muß etwas oval sein. Da er am Rahmen vorbei muss. Der von Bollag ist zu rund und die Löcher für die Bolzen passen auch nicht.


    Hatte mich so gefreut diese We zu fahren.


    Danke schon mal für eure Antworten.

  • Also meine TÜV-Vollabnahme hat 200,- Eur gekostet. Papiere hatte ich keine, wir haben nur ein paar relevante Daten wie Hubraum, Leistung, Gewicht usw. beigesteuert. Baujahr und Rahmennummer sind ja vom Rahmen lesbar.
    Mit dem Vollgutachten dann zur Zulassungsstelle, welche dir einen neuen (ersten) deutschen Fahrzeugschein austellen muss. Dort kannst Du auch eine eidestattliche Erklärung abgeben, dass der Roller Dir gehört - hätte bei unserer Zulassungstelle 40,- Eur gekostet, wenn die nicht vergessen hätten danach zu fragen. :D
    Brief und Fahrzeugschein kosten dann ca. 12 EUR mehr - wegen Erstaustellung, der Rest wie eine normale Zulassung.


    Danach nur noch Nummernschilder ranschrauben und fertig!


    Ach die eine Zulassungstelle hatte sich ein bisschen quer gestellt, als wir das Prozedere abfragten. Sie meinten, der TÜV müsse ja eine Probefahrt machen, die er aber nur mit roter nummer machen könne, welche wir aber mangels Papieren nicht bekommen würden. :S
    Du solltest Dir also den richtigen TÜV Mann aussuchen :thumbup:


    Alles in Allem lief es unproblematischer als befürchtet!

  • Was musste für den TÜV technisch dran sein? Vollabnahme ist obligatorisch, kostet halt so viel.


    Spiegel, Blinker, neue Reifen??


    Was hat er zu den Bremsen gesagt, die sollen ja weniger bringen als ein Wurfanker


    Ich gehe am Montag mal zu meinem TÜV, der ist ganz ok und fühlt sich gut wenn ich ihn vorher frage.


    Beim letzten Tüven bin ich mit dem Trailer mit zwei Vespen in den Hof, da hat er mir eine aus der Hand gerissen, geprüft und bevor ich die zweite unten hatte hat er mir die auch wieder aus der Hand gerissen und geprügt. Mit Auf- und Abladen 15min für zwei Vespen. Der freut sich über Metall und Chrom.


    Schön wäre mal eine Kopie oder Scan des Fahrzeugscheins. :) Wäre das möglich?

  • Wie schon per PN gesagt, ist das mit der Kopie kein Problem.
    Dein TÜVler scheint schon mal der richtige Mann zu sein!
    Blinker, je nachdem wie der Mann aufgelegt ist ab Bj 62 ist Pflicht. Gefahren ist meiner jedenfalls nicht!

  • @TomsRusse


    ...ich habe jetzt nachgeschaut (habe allerdings den Zini-Kopf) und sehe da, eigentlich keine Probleme warum der
    nicht passen sollte. Die Bohrungen sind beim groben Übereinander legen ident und der Zylinderkopf passt eigent
    lich auch ohne Probleme. Die abgeänderte Form spielt eigentlich keine Rolle.


    Beim Rahmen gebe ich Dir allerdings recht, da schaut es recht eng aus, wird wohl eine Kopfanpassung
    anstehen ;)




    wobei ja über den hinteren Stoßdämpfer auch noch ein wenig Spielraum sein sollte (Stoßdämpferverlängerung?)


    Vielleicht fragst mal il mechanico wie er das gelöst hat, ich glaube der hat auch einen anderen Kopf montiert

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  • hmm.....ich habe mir das Ganze jetzt doch mal genauer angeschaut. Bei den Außenabmessungen sind
    die Masse der original Vespa Zylinderköpfe übernommen worden und das passt mit dem Vjatka Kopf, wie es
    schon @TomsRusse angedeutet hat, nicht überein. Der Vjatka Kopf ist um 15mm abgesetzt (stufig) somit
    passt er sich dort an die Rahmenform an. Meines Erachtens führt kein Weg vorbei, da mit dem Ralph Kontakt
    aufzunehmen, dass am Layout des Kopfes Abänderungen gemacht werden. Nachdem der Kopf ja aus dem
    Vollen gefräst wird, sollte das ja eigentlich kein Problem sein. Wie allerdings vorher schon erwähnt habe ich
    einen Zini - Kopf, soweit mir bekannt ist, sollte sich der vom Bollag ggf. nur in der Brennraumgeometrie unter-
    scheiden, die äußeren Abmessungen müssten eigentlich gleich sein?. Die Stehbolzenbohrungen passen beim
    Zini Kopf!


    Ich habe jetzt mal die Problematik im Vergleich festgehalten



    links orig. Vjatka Zylinder (Bj. 64) rechts orig. Zylinder (Bj. 61) mit Tuning Kopf - "Zini"
    wobei es auch bei den Bauformen der Zylinder anscheinend deutliche Unterschiede gab:


    links Baujahr 64 (deutlich abgestufter) rechts von einem 61er Baujahr !!



    original Kopf mit Zylinderhaube



    Tunigkopf und Zylinderhaube



    Bohrungen Zylinderbolzen (man sieht die passen) Überstand des orig. Zylinderkopfes


    Das am Rahmen Anpassungen gemacht werden müssen, möchte ich eigentlich schon vermeiden ;(
    Kleinere Anpassungen an der Lüfterhaube könnten auch noch anstehen, zumindest im Bereich der
    Zündkerze wird es eng, der Rest wird sich klären wenn der Motor dann verbaut ist.
    In Anbetracht der Zylinderkopfproblematik, wird sicherlich ein Hauptaugenmerk bei mir auf dem hinteren
    Stoßdämpfer liegen, denn viel Platz beim Einfedern bleibt da mit ziemlicher Sicherheit nicht!

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  • Servus zusammen.


    Ja richtig 125vnb6, die Bohrung passt. Hab noch mal ausprobiert. Jedoch ist wirklich der Rahmen im Weg. Da hilft auch kein Stoßdämpfer verlängern. Am Rahmen werde ich zu 100% nichts machen. Da ist nicht wirklich viel Fleisch zum wegtengeln. Beste Alternative ist ein CNC Fräsen aufsuchen der mir den Kopf passend macht. Ca 3cm müssen da weg.
    Ralph werde ich auch anschreiben ob er eine Lösung hat. Schade das es nicht plug and play funktioniert.


    Bei dem Russen eigentlich auch kein Wunder. Wer es leicht haben will kauft sich eine Vespa. Wer Anstrengung haben will und Kreativität besitzt eine Vyatka. ;)

  • Blöde Frage eines Unwissenden: Was bringt so ein Tuning Kopf wirklich? Bessere Gemischzündung, stärkere Verdichtung, mehr Leistung, besseres Ansprechverhalten, bessere Kühlung...?!?


    Ich denke, es gibt ja Motorseits einiges zu verbessern, wie würde das, wenn die Kosten nicht die größte Rolle spielen, eurer Meinung nach ausschauen um das bestmögliche Ergebnis in Richtung Tourentauglichkeit/ Verlässlichkeit zu erzielen?

  • bei Verwendung eines Flachkolbens (GS Kolben) muss der Zylinderkopf angepasst werden,
    dadurch erhälst du eine höhere Verdichtung und mehr Leistung
    Die orig. Nasenkolben und deren Zylinderköpfe haben eine komplett andere Brennraumgeometrie.


    genau beschrieben wird das Ganze in diesem Topic



    Verlässlichkeit fängt bei mir mit einem ordentlich funktionierenden Vergaser an, daher ist das Umrüsten auf
    einen Vergaser moderner Bauart eigentlich Pflicht.


    Der Rest (Kurbelwelle, Zylinderkit oder Kolben und Kopf, Auspuff, Kupplung, Zündung) sicherlich auch eine Kostenfrage,
    an der du aber, wenn du wirklich die Leistungen erreichen möchtest die im GSF erzielt werden, nicht vorbei kommst.


    Wobei beim Vjatka - Tuning halt vieles noch getestet werden muss, ob die Teile dann auch wirklich alle passen.
    Beim Auspuff hat ja il mechanico bereits Adapter für den Road angefertigt und fährt auch eine variable Zündung.


    Bei den Kosten musst Dir die Einzelteile nur zusammen rechnen und du siehst es geht recht rasch an einen 1000er.
    Bei Verwendung des kompl. Zylinder Kits vom Bollag und einer elektronischen Zündung explodieren die Kosten nochmals
    recht deutlich!


    Vielleicht habe es einige schon gelesen: auch Mr. King plant was für die WF und zwar ein komplettes neues CNC gefrästes
    Gehäuse und will damit im Herbst auf den Markt kommen.


    Einmal editiert, zuletzt von 125vnb6 ()

  • Moin!
    Je mehr ich hier mitlese desto größer wird mein Interesse an der Vjatka.
    Auch das mit den fehlenden papieren ausstellen ist ja wohl unkomplizierter aös ich mir das vorgestellt habe.
    Hat jemand nit sepo 86 aus den gsf schonmal erfahrung gesammelt.
    Er bietet ja öfters mal vjatkas an.
    Auch mit versand nach Deutschland.
    Bei mir wirds aber erst was konkretes wenn ich mein Auto wiederzusammengebaut habe.
    Hat also noch ein paar tage zeit


    Gruß Marco

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  • kann auch nicht meckern, hat bis jetzt alles tadellos funktioniert und wenn man bedenkt, dass der Junge
    aus Riga versendet, so kann sich mancher eine Scheibe abschneiden was die Lieferzeiten betrifft. Im Regel-
    fall hatte ich die Teile innerhalb einer Woche. Je mehr du bei im kaufst umso angenehmer wird eigentlich die
    Preisgestaltung. Sicherlich wird es den einen oder anderen geben, der schon mal nicht ganz so zufrieden war,
    aber ich gehen mal davon aus, dass es die Ausnahmen sind.
    Nachdem er dir die Möglichkeit einräumt, bei Übergabe zu zahlen bist eigentlich auch auf einer relativ sicheren
    Seite.

  • Super
    Habe bei sepo bis jetzt nur 2 alte Kennzeichen gekauft.
    Waren schnell hier. Lief auch problemlos ab die sache.
    Dann baue ich mal meinen Benz zusammen.... ^^
    Dann mache ich nich auf die suche nach ner guten basis

    FÜR VERDREHTE FOTOS ÜBERNEHME ICH KEINE HAFTUNG

  • @Creutzfeld..ich mein das braucht man ja einen alten Hasen wie Dir nicht sagen, aber für so manchen der hier mitliest
    sei es doch erwähnt.
    Das Spielen mit einer Vjatka erfordert Geduld,Zeit und auch das notwendige Kleingeld. Die Vjatka ist sicher-
    lich kein Fahrzeug, dass allzu rasch fertig gestellt ist. Der Eine oder Andere kann Euch das sicherlich aus eigener
    leidvoller Erfahrung bestätigen. Man sollte die Vjatka eher als Langzeitobjekt sehen. All zu lange halt auch wieder
    nicht, denn die Zulassungsbestimmungen werden sicher nicht einfacher. Bei den sogenannten "Wertevorstellungen"
    unterliegt die Vjatka soviel ich es beobachtet habe, auch einem eigenen Gesetz. Bedeutet leider auch, dass unter
    Umständen bei vorzeitiger Projektaufgabe du leider damit rechnen musst, dein Gefährt unter dem investierten Ausgaben
    zu verkaufen. Die aufgerufenen Preise haben aber meines Erachtens durchaus ihre Berechtigung, denn die Teile-
    suche bei diesen Fahrzeugen gestaltet sich schon deutlich schwieriger als bei der Vespa. Vom benötigten Zeitaufwand
    mal ganz abgesehen.


    In meiner Vjatka und Teilesammlung stecken zum momentanen Zeitpunkt knapp über € 3500 und ich bin noch weit
    davon entfernt, dass sie einen Huster macht und zulassungsfähig ist! Seit Mitte 2014 spiele ich an dem Fahrzeug (bzw.
    auch an der Zweiten) herum und bei ca. 200 aufgewendeten Arbeitsstunden habe ich aufgehört die Zeit weiter zu erfassen.


    Naivität bei so einem Projekt, kann da tödlich sein. Wer sich eine Vjatka als nutzbares Alltagsfahrzeug vorstellt, sei ebenfalls
    gewarnt. Ohne Modefizierung des kompletten Fahrzeuges wird da wahrscheinlich keine rechte Freude aufkommen!

    2 Mal editiert, zuletzt von 125vnb6 ()

  • Jau. Das ist mir klar das das nicht einfach wird.
    Das ist ja der Reiz an der sache

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