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Schimöre Mellow Yellow Neuaufbau V50 + PK = V50

  • Polieren im Motor bringt keinerlei Mehrleistung, sieht aber schön aus (für einen vielfachen Zeitaufwand)
    Polieren heißt "glanzpolieren", sodaß keine Schleifriefen mehr mit bloßem Auge zu sehen sind und man sich drin spiegelt.


    Bitte, Leute, wir reden nicht davon, daß "der TurboSchrauberSchwengelBube2000 aus dem Nachbarforum das ja auch so macht" oder "ja-abber-das-habbe-mer doch-schon-immer-so-gemacht." Leute, die derart sprechen, glänzen zwar im Widerschein ihrer Poliererei, bleiben aber den Beweis für die Wirksamkeit schuldig.

    Ein paar Anregungen...

    Polieren von Kurbelwangen, Überstromkanälen und Einlaßöffnungen:
    Hier ist eine zielführende und strömungsgünstige Überarbeitung das, was den Unterschied ausmacht. In 1. Linie soll es besser funktionieren/Leistung optimieren und/oder für kultivierteren Motorlauf sorgen - nicht hübsch glänzen! Sinn macht eine korrekte Form der Fräserei und danach maximal mit Nylonschleifvlies eine seidenmatte Oberfläche herbeiführen - das reicht.
    Denkt dran: Das Kurbelwangenmaterial läßt sich recht gut bearbeiten - aber der Schissemateng muss danach zwingend ausgewuchtet werden.

    Polieren eines geschmiedeten oder gegossenen Pleuels (z.B. Wellen mit tollem Kartpleuel)
    Lieber nicht. Solche Teile aus speziellen Stahlwerkstoffen bekommen durch die Herstellungsmethode bzw. die dabei vllt. angewandte Wärmebehandlung eine bestimmte Festigkeitsstruktur, die man zerstört, wenn man nachträglich dran rumflext, schleift und poliert. Ein Pleuel mit Doppel-T-Profil läßt man schön so wie es ist.
    Anders als bei Wellen, die zum Teil polierte Messerpleuel haben, die oft nicht ganz so sorgfältig gearbeitet ist. Luigi Popoligi wollte dann halt rasch in die Pause und hat's nicht so genau genommen. Findet man dann an so einem Pleuel Rillen o. einzelne starke Riefen, darf man die mit Bedacht beiarbeiten und nachpolieren. Zur Not lieber zurück an den S.C.I.P.K. Shop schicken.

    Hochglanzpolieren von Kolbenboden und Brennraum des Zylinderkopfes:
    - macht Sinn, da sich an einer glatten Oberfläche nicht so schnell unerwünschte Ölkohle anlagert.

    Polieren vom Kolbenhemd
    Bloß nicht. Die Rillen an einem Neukolben sind Absicht - sie helfen dem Einfahren der Laufgarnitur (= Kolben & Zylinder)


    Witzig, aber denkt mal drüber nach:
    Im Flugzeugbau gibt es sündhaft teure Ribletfolie, mit der Flugzeuge beklebt werden können. Sie ist der speziellen Rauhheit der Haifischhaut nachempfunden und senkt an Flugzeugen den Spritverbrauch. Vorher glaubte man, daß eine möglichst arschglatte Lackierung das Nonplusultra ist - das war ein Irrtum.

    Es gibt andere Bereiche, bei denen eine saubere Oberflächengeometrie UND eine aufwendige Oberflächenbearbeitung von Teilen wichtig ist: nämlich bei dynamisch- und durch Vibrationen hochbelasteten Teilen, wo Fräsriefen und sonstige Rillen an der Oberfläche potentielle Sollbruchstellen sind:
    - Turbinenschaufeln bei Jettriebwerken
    - gefräste Teilen mit tragender Funktion
    - Fahrwerksteilen

  • Überströmer, Ansaugkanal sind "grob" geglättet, Struktur ist eher kugelwellig minimal rauh, nicht glattpoliert.

    Habe hier immer an einen Golfball denken müssen, die Dellen reduzieren den Luftwiderstand.

    An rauher Oberfläche lagert sich nicht ! das Gemisch wie ein Film ab und verkleinert den Kanal. Es wirbelt wegen weniger Oberflächenberührung und Druckwechselverhältnisse an der Fläche in den Brennraum.

    (Hatte mir damals in der Jugendzeit ein Zündapp Werkstechniker vom Rennteam erklärt und ich habe es immer umgesetzt)

    Die Kurbelwelle war schon vom Hersteller so bearbeitet.

    Einmal editiert, zuletzt von Piitt (March 16, 2018 at 22:11)

  • Zitat

    An rauher Oberfläche lagert sich nicht ! das Gemisch wie ein Film ab und verkleinert den Kanal.

    LOOOL.... welchen Kanal meinte der - eine holländische Gracht, die im Winter zufriert? Oder meine Nasennebenhöhlen, wenn mich die Rüsselpest heimsucht?


    Der "Rennmechaniker" hat dir da was erzählt, was solche Leute eben gern erzählen und dir dabei tief in die Augen sehen.
    Den Lehrlingen im Holzhandwerk trug man früher auf, "Schreiner-Eibchen" jagen zu gehen". Ich sollte als Stift sogar mal Feilenfett benutzen - was ich Doofi-mit-Plüschohren auch tatsächlich versucht habe. Mann, was haben die gelacht, bis mein Ausbilder Schmidt dem Treiben ein Ende gesetzt hat.
    Und im Pschyrembel gibt es einen vortrefflichen Artikel über die "Steinlaus".

    4 Mal editiert, zuletzt von Pierre Lavendel (April 21, 2018 at 07:17)

  • Überall hochpolierte Flächen und der Motor hat nur noch Power in höheren Drehzahlen weil hier der Film wieder abreißt.

    Is so, habe mit einem Spezi gesprochen.

    Ich glaub ihm!

    Er sagt man hatte damals im 2Takt und 4Takt vergleiche gefahren und die Ansaugwege poliert und Glasperlgestrahlt verglichen, die Leistung verschob sich nach oben in der Drehzahl.

    Der Drehmoment poliert ist anfänglich niedriger ( Yamahamotoren) keine Ahnung ob das hundertprozentig auf Vespa zutrifft, aber bestimmt zum Teil.

  • Heute Zylinder + Kolben montiert.

    Bei UT sind Überströmer voll auf, dachte immer das geht nur mit abdrehen/ unterlegen !?!?

    Die Ausschnitte am Kolben sind auch passend, nix zum fräsen. :love::thumbup:

  • Hier Bild von den Zylinder:

    Toleranzen sind wohl recht groß.

    Einmal editiert, zuletzt von Piitt (March 18, 2018 at 15:07)

  • schaun wir mal wie lange der Motorschutzlack hält.

    nein das ist nicht mein Luftfilter

    (100% Filterung, selbst Luft geht nicht durch!)

    noch ein schönen Caramba Ansaugverhinderer montiert (passt genau!)

  • Noch paar Varianten:

    und ihrgendwie gefällt mir nur die unterste, werde noch zusätzlich das von der 50ss/ 90ss/ PV probieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Piitt (April 3, 2018 at 22:48)

  • Allererster Start, des PV Motors, Polini Race 133 ccm, Membran 24ger PHBL, erst mal mit Original Auspuff. Ist zwar gerade dunkel geworden, aber es juckte in den Fingern, vom Sprit einfüllen und anspringen fünf Kicks und läuft sauber im Standgas und gute Gasannahme. Jetzt Zündzeitpunkt nur noch einstellen.

    ||mp4 Video lädt das hier nicht hoch...

    Einmal editiert, zuletzt von Piitt (April 6, 2018 at 21:13)

  • So bei dem Wetter einen Schweißtag eingelegt,

    bin erstaunt daß die zwei Seitenbacken dann doch nach längerem dengeln auf den PK Mittelholm passen.

    Einmal editiert, zuletzt von Piitt (April 14, 2018 at 18:30)

  • In Erinnerung!

    Danke an den Organspender (Gabel/ Hauptrahmen)!

    Das war die Ausgangsbasis vor bald einem Jahr! Es wird Zeit dass es fertig wird, aber nur nichts vergessen und mit Plan.

  • Löcher gebohrt/ gefräst/ gefeilt:

    Halter positioniert/ angeschweißt:

    Altes PK Blech entfernt und V50 Blech gerichtet/ eingeschweißt:

    Bremspedalloch vergrößert:

    Morgen geht's weiter...

  • Argh,

    Hoffe du hast noch andere Maße verwendet, mir ist es vorhin nochmal eingefallen und habe das Maßband verglichen. Deine Oma hatte Recht! Hat sich um knapp 1cm verzogen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Sorry

    Wenn man ehrlich ist: Im Winter fahren ist nur cool wenn man im Sommer von erzählt!!!!!!!