Vespa Automatik Vergaser aufbohren

  • Hallo Kollegen,


    hat jemand von euch schon in alter Manier einen Vergaser der Automatik aufgebohrt? Ich frage mich, ob das offensichtlich eingepresste Steigrohr nach dem Auspressen noch hält oder ob man dann mit Loctite arbeiten muss.

    Wäre interessant, ob es hier Erfahrung gibt.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Hab ich vor Jahren mal gemacht, Drosselklappe von nem Rasenmäher eingepasst und nen Carbon Membran gebaut, mit 75ccm Satz und nem Sito lief das Teil gute 70km/h, war den ganzen Aufwand aber nicht wert...

  • Und das Steigrohr? Das war meine eigentliche Frage.

    Hält das nach dem Auspressen wieder? Mir geht es nur um ein Erhöhen des Durchsatz, das ist kein Problem. Ich habe das bisher immer nur mit geschraubten Steigrohren gemacht.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Das hab ich mir damals neu gedreht und mit loctite Endfest eingeklebt, muss ja eh größer, brauchst ja mehr Durchsatz...

  • Nachtrag:


    Ich lege mein Vorhaben auf Wiedervorlage nächstes Jahr, sie läuft grad so zuverlässig und mit Drehmoment aus dem Keller.

    Da ich eh fast nur mit meiner Kleinen hinten drauf gemütlich mit max 30 tucker, erspare ich mir das bis auf weiteres.

    Mir reicht gerade die Gaserabstimmung bei der TL6T.

    Nächstes Jahr vielleicht mehr dazu.

    Jetzt optimiere ich erstmal das Wärmetauschverhalten an der Ape für wohliges Fahren im Herbst.

    Viel Schweissarbeit und Blechgebastel. Das steht jetzt an.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Nachtrag, Wärmetauscher ist fertig für die Ape und heizt wie Sau, Wespe steht jetzt zur Winterruhe bei mir in der beheizten Werkstatt.

    Jetzt habe ich Zeit für Spielereien.

    Werde mir wohl die Tage einen neuen Gaser bestellen und mal kucken, was da geht. Ich werde mal die Wandstärken vermessen, damit ich mich rantasten kann.

    Drosselklappe kann ich ja dann im Anschluß drahtschneiden lassen.

    Den Umbau auf einen Schaltvespa-Gaser schiebe ich mal, das ist mehr Aufwand.

    Ich berichte...

    Herrliche Spielerei, ich freu mich schon...

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Den kleinen "aufbohren" kannst du machen, würde aber schauen eine Versgaser von der 80/125 zu bekommen. Werden immer wieder mal angeboten und hat bei mir mit dem 125 er Vergaser sehr gut funktioniert.

    Ist halt viel Arbeit den kleine umzubauen, ich bin auf 20/19 mm gegangen.

    Grüße Marco

    Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit.

    Einmal editiert, zuletzt von marco/hamburg ()

  • Danke für den Hinweis, ich halte mal ein Auge offen nach einem Vergaser von den Großen Automatica.

    Parallel kann ich ja den Kleinen mal bestellen, so teuer ist das ja nicht, wenn man sonst keine Hobbies hat. Ist ja zur Unterhaltung.

    Was ist eigentlich auf dem dritten Bild zu sehen, das kriege ich nicht zusammen.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Was ist eigentlich auf dem dritten Bild zu sehen, das kriege ich nicht zusammen.

    Moin,

    Moin,

    äh, nichts besonderes, nur der Vergaser mit geöffneter DK.


    Parallel kann ich ja den Kleinen mal bestellen, so teuer ist das ja nicht, wenn man sonst keine Hobbies hat. Ist ja zur Unterhaltung.

    BTW, bei den E-Kleinanzeigen verkauft einer gerade einen und ein paar Teile.

    Grüße

    Marco

    Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit.

  • So,


    der kleine 16.12 ist bestellt. Ich messe den nächste Woche dann mal aus und fang mal an.

    Kleine Spannvorrichtung und dann mal auf die Fräsmaschine.

    Freu mich schon. Ich berichte.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • mono

    Hat den Titel des Themas von „Vergaser aufbohren“ zu „Vespa Automatik Vergaser aufbohren“ geändert.
  • Kleines Update:


    Ich habe mir es anders überlegt und eine Aufnahme für die Drehbank gemacht. Das Versuchsobjekt ist im ersten Schritt mein vom Vorbesitzer verhunzter 16.14er aus dem Lager, aktuell ist ja ein 16.12er drauf, ein neuer 16.12 kam heute mit der Post. Der soll es final werden.


    Zuvor habe ich die dünnste Stelle ermittelt, um den maximalen Innendurchmesser im Steigrohrbereich zu ermitteln. Es ist die kleine Ausmagerung direkt hinter dem Benzinschlauchanschluß.

    Es verbleiben bei einem Innendurchmesser von 18 mm noch lokal 0,8 mm Wandstärke. Sollte reichen.

    Wichtig ist halt nur, daß auch eben dieser Bereich aufgefangen wird. Entsprechend habe ich die Aufnahme gestaltet.


    Zuerst auf einem Dorn die Planfläche zum ASS nochmal senkrecht zur Bohrung gezogen und los.

    Bei 17,5 mm habe ich gehalten. Danach Lufiseitig größer ausgedreht, damit ich eine Aluhülse einkleben kann, weil dort von dem angegossenen Rohr nix mehr bleiben wird (Marco hat den Bildern nach das problem mit einem 2K-Kitt gelöst.

    Danach will ich auf 18 fertigmachen, Lufiseitig auch planziehen und dann umspannen für die 20 auf der Drosselklappenseite.

    Das Steigrohr ist etwas tricky zu entfernen. Ich habe einen gespaltenen Kunststoffdorn gemacht, den ich mit einem Schraubenzieher spreize, nachdem der Gaser mit der Heißluftpistole durchgeglüht ist.

    Man kommt ja axial nicht ran zum auspressen.


    Da stehe ich aktuell, nächste Woche geht es weiter. Ich mache selbstverständlich nebenbei Bilder und poste die zum Schluß, für alle, die es interessiert. Auch wenn was schiefläuft :-).


    Angestrebt ist 20.18. 20 ASS-seitig, damit die Drosselklappe so groß wie möglich wird, damit der prozentuale Anteil schwindet, mit dem die Drosselklappenmechanik den Weg versperrt.


    Interessant wird die Drosselklappe selber. Die ist (wie mir vorher beim Zerlegen des neuen 16.12ers aufgefallen ist) nicht rund, sondern quasi mit "Planschlag" gespannt eliptisch überdreht.

    Da muß ich mir einen extra Dorn machen, sonst schließt sie nicht sauber.


    Ob ich das Steigrohr im Innendruchmesser prozentual zur Luftdurchlaßvergrößerung auch bearbeite, weiß ich noch nicht. Oder gar ein Neues mache. Entscheide ich zum Schluß.


    Lustiges Geschäft, man muß sich schon ein bißchen eine Strategie überlegen, die man unterwegs auch mal ändern muß. Ich berichte.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • So, bin noch nicht fertig, aber jetzt mal ein paar Bilder:




    Die ersten Späne von der Lufi-Seite aus.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Der Gaser auf 17,5 komplett ausgedreht und die Lufi-Seite ausgekesselt für die Aluhülse.


    Im Anschluss eingeklebt. Der Dorn ist aus Teflon, damit eventuel austretender Kleber kein Problem ist und der Dorn wieder rausgeht.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Luftdurchmesser vollends auf 18 ausgedreht und Lufi-Seite mit zwei Koni versehen.

    Der Kleber muss ganz zum Schluß noch weggefräst werden.



    Danach mal einen Dorn gemacht, etwas mehr als 10 Grad schräg und ein Paket aus zwei Drosselklappen überdreht auf 20 mm.



    Leider muß ich die nochmal machen, ich bin an der Stelle hinter dem Alu-Pfropfen durchgebrochen bei 20 mm. An der Stelle waren die 3 winzigen Löcher für die Spritzufuhr bei leicht geöffneter Drosselklappe.

    Jetzt muß ich dort von aussen öffen und einen Boden einsetzen, wieder mit drei kleinen Löchern.

    Dann gehe ich gleich auf 21 mm (deshalb neue Drosselklappe auch mit 21).


    Weitere Bilder folgen.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Muß grad schmunzeln. Neben mir liegt der 16.12, den ich vor 10 Jahren gekauft habe und mit dem ich bis jetzt rumgefahren bin.

    Wenn ich den anderen jetzt im Zwischenstand betrachte, sieht das schon mickrig aus.

    Im Venturibereich sind es immerhin 225 Prozent der ursprünglichen Querschnittsfläche, an der Drosselklappe immerhin dan bei 21 noch 172 Prozent. Mehr geht dort dann aber nicht, sonst wird es zu wild.

    Anbei noch der ASS. Oberfläche etwas landwirtschaftlich, aber der Querschnitt ist ganz OK.

    Membranseitig nicht ganz das Maximum, ich habe die Wand stehen lassen und nur relativ dünn gemacht. Eigentlich müsste die weg, damit ich deckungsgleich mit dem Membranblock bin.

    Aber viel macht es nicht mehr aus und ich wollte dort nicht auch noch was einkleben.




    Nervig war die Stahlscheibe auf der runden Seite, die dort mit eingegossen war...

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Als Schmankerl noch ein Teil des Aluminiums, das die Italiener zuviel in den ASS gegossen haben...

    :)


    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Soo, um mein Durchbrechen wieder zu richten, musste ich einen Stopfen drehen und die drei kleinen Löcher wieder bohren.

    Den habe ich dann eingeklebt und im Anschschluß ein Deckelchen gemacht, um das Ganze wieder zu verschließen.



    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Da ich nun mit dem Stopfen die dünnste Stelle selbst steuern konnte, habe ich die neue Drosselklappe auf 22 gemacht und entsprechend ausgedreht.



    Die Achse der Drosselklappe mußte noch angepasst werden:


    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Das Ergebnis, mein ganz persönlicher FHBB 22.18 !

    Was ein Spaß, dafür daß das wahrscheinlich gerade mal 5 km/h bringt...


    Gruß Paddy.


    P.S.: Wenn jemand Fragen, einfach melden.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...