SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

PK 50 V5X3T Vergaser Problem

  • Hallo,

    habe eine Vespa PK 50 V5X3T (4-Gang Handschalter, Elestart, 50cc) hier, die am Vergaser ordentlich Benzin verliert.

    Sie sprang an, lief kurz, nahm recht träge Gas an.

    Dabei lief recht viel Benzin aus.

    Denke dass der Vergaser korrekt auf dem Ansaugstutzen sitzt.

    Der Benzinschlauch-Anschluß scheint auch dicht zu sein.

    Der Scheimmer scheint schwergängig.

    Die Schwimmerkammer-Dichtung ist uralt.

    Nun möchte ich den vergaser sinnvoll überholen.


    Was brauche ich dafür? Dichtsatz ist klar. Welchen, optimalerweise bei SIP?

    Schwingernadelventil? Schwimmer?

    Vergaser ist original.


    LuFi habe ich schon neu.


    Habe wenig Ahnung von diesen Vergasern.


    Freue mich auf Eure Hilfe.


    Danke & Grüße!

  • Leider weiß ich nicht, welcher Dellorto bei deinem Modell "original" ist, aber sowohl die sog. Schwimmernadel ( die meist die Ursache für überlaufende Vergaser ist ) als auch die Rundschnurdichtung der Schwimmerkammer sind gleich.

    Und einen schwergängigen Schwimmer hatte ich noch nie.

    Von deiner Laufbeschreibung her fürchte ich, dass der Vergaser nicht nur nach außen überläuft, sondern auch große Mengen in die Verbrennung gelangen.

  • Ich denke, das hier auch ein SHB 16/15f verbaut ist. Die Motorkennung passt auch zur PK XL2. Dort wird der 16/15 mit O-Ring verbaut sein. Der Dichtsatz enthält eigentlich alles benötigte Material. Häufig sind aber auch die Düsen nicht mehr sauber. Bei dem Schwimmer muss man etwas acht geben, der verrutscht gern in der Lagerung un läßt sich dann nicht mehr leicht bewegen.

    Gruß Jürgen

  • Hi!

    Erst mal danke!


    Es handelt sich um einen Dellorto SHB 16 15 F.


    Der Schwimmer scheint mir etwas schwergängig zu sein. Es ist schwer zu beschreiben. Er flutscht einfach nicht so super flockig wie ich das von anderen Fabrikaten her kenne. Trotzdem bewegt er sich leicht und blockiert nicht.

    Mir fehlt hier der Vergleich.

    Vermutlich höre ich das Gras wachsen und das ist ok so.


    Die Düsen habe ich ultraschallgereinigt.

    Die Dichtung der Kammer sah mir schon etwas mitgenommen aus.


    Kann es sein, dass nach 12.000 Km die Nadel oder, noch schlimmer, deren Sitz beschädigt sind? Verschleißt so etwas schnell bei einem solchen Vergaser? Kann ich mir kaum vorstellen.

    Groß verbastelt ist die Vespa eigentlich nicht.


    Ich bestelle nun den Dichtsatz, die Schwimmernadel und frage mich, ob ich auch Schwimmer und Stift tauschen soll. So teuer ist das Zeugs ja nicht.

    Wie wird der Stift demontiert? Einfach mit etwas Spitzem rausgedrückt?

    2 Mal editiert, zuletzt von deadncool (January 7, 2024 at 12:29)

  • Neuer Dichtsatz und eine neue Nadel rein und schauen, was passiert.

    Wenn der Gaser dann immer noch überläuft, ist eventuell der konische Sitz, mit dem die Gummispitze der Nadel abdichten soll, korrodiert und nicht mehr so der Renner.

    Das nachzuarbeiten als Laie ist schwierig.

    Kann dann auf einen Gasertausch rauslaufen, aber bis dahin investierst du mit einem Dichtungssatz und einer Nadel nicht viel Geld.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Noch zur Ergänzung:

    Der eingegossene Sitz, gegen den die Nadelspitze dichtet, verschleisst zwar nicht ( dafür ist die Naselspitze zu weich ), es biödet sich aber oft ein Belag, der nicht ganz einfach zu entfernen ist.

    Ich habe gute Erfahrungen mit soc. Drosselklappenreinigern, due jeder kennt, der mal einen Golf 4 hatte...

  • Ich hätte es jetzt mit Bremsenreiniger versucht und dann nochmal Ultraschallbad.

    Meine Frau hat einen Golf 4 im hübschen Retrokleid mit 1.6 16V 102 PS-Motor. Da war noch nix dran, aber gehört habe ich davon. Automotoren fasse ich aber nicht an. Das nervt mich nur und raubt Zeit für die wichtigen Fahrzeuge.

    Allein schon der Wechsel der Luftfilter bei dieser Kiste ist die Pest. 11 Schrauben. 9 für den Innenraumfilter, 2 für den Luftfilter. Und stapelweise Plastikschrott der ab- und ausgebaut werden will. Alles knapp, alles scharkantig. Ätzend!

    Zahnriemen und Kerzen soll der Mechaniker machen...