Turbolader in Vespa

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  • Original von ansaugbaron
    Hallo,

    also ich kenne den Scooter nicht und will mir deshalb nicht anmaßen darüber zu urteilen ob die Konstruktion gut ist oder nicht...
    Fakt ist ja erstmal, dass ein Zweitakter für die Turboaufladung so ungeeignet ist wie ne Kettensäge zur Herzoperation. Es gibt sicher eine Reihe von SChiffsdieseln als Zweitakter, die alle aufgeladen sind, bei einem Otto-Zweitakter mit nur einem Zylinder und wenig Hubraum sieht sowas aber ganz anders aus.
    Gerade weil das Prinzip mit einer Umkehrspülung arbeitet ist doch die Resonanz des Auspuffs so wichtig. Jetzt soll die Verdichterseite des Turbos da mitten drinhängen und den Motor aufladen, bei dem zu einem bestimmten Zeitpunkt Auslass und Überströmer auch noch beide geöffnet sind, der Turbo also gewissermaßen ne Menge Gemisch einfach durchbläst in den Auspuff und nicht etwa Druck im Brennraum aufbaut....
    Wenn man es ganz genau nimmt ist ein guter Auspuff ja schon eine Art Turbolader. Durch seine Form und das Resonanzprinzip saugt er mehr Gemisch durch den kompletten Motor, als dieser Hubraum hat, sagen wir z.b. bei 75ccm saugt er 85ccm durch den Motor, pumpt diese aber während der Resonanz komplett in den Zylinder, der Hauptgrund für die hohe spezifische Leistung von Zweitaktern!
    Wenn nun der Turbo im Auspuff hängt besteht die Schwierigkeit darin, die Spülverluste zu minimieren, denn wie oben erwähnt sind Auslass und Überströmer tempörar parallel zueinander geöffnet, ganz ander als beim Viertakter mit seinen Ventilen.
    Der Turbo würde natürlich ohne Resonanzauspuff besser funktionieren, gerade beim Einzylinder würde er gleichmäßiger und in eine Richtung angetrieben, der Zweitakter würde ohne diesen jedoch nie die Leistungsschwelle erreichen den Turbo in Gang zu bringen, außerdem wären ja ohne Resonanz die Spülverluste zu groß....
    Der Auspuff muss also so konstruiert sein, dass er mit dem Lader einen stabilen Gegendruck liefert der mindestens dem Ladedruck selbst entspricht, man will mit dem erzeugten Ladedruck eine noch heftigere Resonanz des Auspuffs erzeugen Zwecks kleiner Spülverluste und gleichmäßigen Antriebs des Turbos.
    Wenn man genau das erreicht hat (was wohl nur wirklich versierten Ingenieuren mit entsprechenden technischen Möglichkeiten vorbehalten bleibt) kann man dich an das Problem der Schmierung machen...
    Der Lader Bedarf einer Ölversorgung die der Zweitakter wieder im Gegensatz zum Viertakter nich liefern kann. Einzige Chance: eine elektrische Ölpumpe die dann eine LiMa bräuchte sprich eine elektronische Zündung.
    Es ist also gerade bei kleinen Einzylindern extrem schwierig, aufwändig und teuer so etwas zu realisieren. Gibt auch von Herstellerseite entsprechend wenig Angebot an sowas, wenn dann eher größere Motoren wie Zwei,- oder Dreizylinder mit mehr Hubraum z.b. an Schneemobilen.
    So schön das Prinzip auch ist und so stark es viele bestimmt reizt, so unmöglich wird es sein in Eigenregie einen kleinen Zweitakter aufzuladen denke ich.... ;(

    Wäre in diesem Zusammenhang auch interessant zu erfahren, warum die Vespa von Scooterprinz wieder mit Ori-Motor läuft!

    mfg[/quote


    ein schdudemt^^

    giebts denn ne andere gute möglichkeit illegal leistung rauszuholen?
  • Original von ansaugbaron
    Hallo,

    also ich kenne den Scooter nicht und will mir deshalb nicht anmaßen darüber zu urteilen ob die Konstruktion gut ist oder nicht...
    Fakt ist ja erstmal, dass ein Zweitakter für die Turboaufladung so ungeeignet ist wie ne Kettensäge zur Herzoperation. Es gibt sicher eine Reihe von SChiffsdieseln als Zweitakter, die alle aufgeladen sind, bei einem Otto-Zweitakter mit nur einem Zylinder und wenig Hubraum sieht sowas aber ganz anders aus.
    Gerade weil das Prinzip mit einer Umkehrspülung arbeitet ist doch die Resonanz des Auspuffs so wichtig. Jetzt soll die Verdichterseite des Turbos da mitten drinhängen und den Motor aufladen, bei dem zu einem bestimmten Zeitpunkt Auslass und Überströmer auch noch beide geöffnet sind, der Turbo also gewissermaßen ne Menge Gemisch einfach durchbläst in den Auspuff und nicht etwa Druck im Brennraum aufbaut....
    Wenn man es ganz genau nimmt ist ein guter Auspuff ja schon eine Art Turbolader. Durch seine Form und das Resonanzprinzip saugt er mehr Gemisch durch den kompletten Motor, als dieser Hubraum hat, sagen wir z.b. bei 75ccm saugt er 85ccm durch den Motor, pumpt diese aber während der Resonanz komplett in den Zylinder, der Hauptgrund für die hohe spezifische Leistung von Zweitaktern!
    Wenn nun der Turbo im Auspuff hängt besteht die Schwierigkeit darin, die Spülverluste zu minimieren, denn wie oben erwähnt sind Auslass und Überströmer tempörar parallel zueinander geöffnet, ganz ander als beim Viertakter mit seinen Ventilen.
    Der Turbo würde natürlich ohne Resonanzauspuff besser funktionieren, gerade beim Einzylinder würde er gleichmäßiger und in eine Richtung angetrieben, der Zweitakter würde ohne diesen jedoch nie die Leistungsschwelle erreichen den Turbo in Gang zu bringen, außerdem wären ja ohne Resonanz die Spülverluste zu groß....
    Der Auspuff muss also so konstruiert sein, dass er mit dem Lader einen stabilen Gegendruck liefert der mindestens dem Ladedruck selbst entspricht, man will mit dem erzeugten Ladedruck eine noch heftigere Resonanz des Auspuffs erzeugen Zwecks kleiner Spülverluste und gleichmäßigen Antriebs des Turbos.
    Wenn man genau das erreicht hat (was wohl nur wirklich versierten Ingenieuren mit entsprechenden technischen Möglichkeiten vorbehalten bleibt) kann man dich an das Problem der Schmierung machen...
    Der Lader Bedarf einer Ölversorgung die der Zweitakter wieder im Gegensatz zum Viertakter nich liefern kann. Einzige Chance: eine elektrische Ölpumpe die dann eine LiMa bräuchte sprich eine elektronische Zündung.
    Es ist also gerade bei kleinen Einzylindern extrem schwierig, aufwändig und teuer so etwas zu realisieren. Gibt auch von Herstellerseite entsprechend wenig Angebot an sowas, wenn dann eher größere Motoren wie Zwei,- oder Dreizylinder mit mehr Hubraum z.b. an Schneemobilen.
    So schön das Prinzip auch ist und so stark es viele bestimmt reizt, so unmöglich wird es sein in Eigenregie einen kleinen Zweitakter aufzuladen denke ich.... ;(

    Wäre in diesem Zusammenhang auch interessant zu erfahren, warum die Vespa von Scooterprinz wieder mit Ori-Motor läuft!

    mfg


    Was wenn er was anderes als ne schnürle-umkehrspülung reingebastelt hat?
    irgendwie scheints ja doch zu funzen...

    so long

    the lord

    mister-moped.de.tl


  • Diese wunderbare T4 gehört Andre von den Teutonic Scooters aus Heidelberg.
    Träger und Versuchsobjekt des legendären FTE Valve und eben dem Kompressormotors.
    Sehr Komplexes Thema,wer tiefer in die Materie einsteigen will sollte sich im GSF anmelden.
    Dort gibt es ein 42 Seiten Topic dazu.
    Was ich beindruckend finde das das immer noch sein erster Motor ist.(seit dem er mit der restauration auf PX umgestrickt hat).
    Anfangs war der Kompressor seitlich montiert.



    Bevor er unter das Fhzg wanderte


    Weapons of Mass Destruction
  • Ich hätte auch große Lust auf ein solches Projekt, mit Turbo sehe ich aber beim zweitakter keine Möglichkeit auf ein sinniges Konzept zu kommen, warum habe ich in diesem Thread ja ausführlich erklärt.
    Was sicher besser funktionieren würde, wäre ein Kompressor, der eben nicht über den Abgasstrom, sondern per Keilriemen bzw. Zahnriemen getrieben wird. Man hätte dann die komplette Auspuffproblematik umgangen und durch das schlichte ändern der Übersetzung durch verschiedene Riemenscheiben am Kompressor könnt man sowas leichter abstimmen.....
    www.vespa-schmiede.de
  • und der kompressor hat auch kein turbo loch


    dafür nen geringeren Wirkungsgrad als der Turbo :O klugscheiss^^

    Da könnten wir gleich nen Bi-Turbo mit unterschiedlichen Ladern bauen um das Turboloch zu kompeniseren oder wie im aktuellen Golf GT beides, Sprich Turbo und Kompressor :D :D :D

    mfg
    www.vespa-schmiede.de