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Laut Typenschild eine Vespa 50N, Zweifel ob diese Angabe tatsächlich stimmt

  • Hallo,

    ich habe eine Vespa BJ. 1970 und möchte sie gerne wieder in Schuss bringen und neu lackieren lassen. Ich habe aber als Anfänger zunächst einige grundlegende Fragen. Handelt es sich bei meiner Vespa wirklich um eine 50N wie auf dem Typenschild zu lesen? Andere typengleiche Roller hier im Forum haben nicht die "Stummelblinker" an den Lenkerenden, auch die Frontpartie dieser Roller unterscheidet sich von meiner...

    Die Vespa wurde in den 70ern überlackiert, der Orginalfarbton ist an manchen Stellen dank Kratzer aber zu sehen. Kennt jemand den Farbcode dieses Farbtons? Ich denk es ist 315 Verde Paraggi, irgendwelche anderen Meinungen?

    Auch die nächste Frage betrifft den Lack, genauer die lackierten Zierleisten am Beinschild. Diese wurden beim Neulackieren überlackiert (sind also jetzt orange) unter dem orangen Lack kann man (bei Kratzern) aber erkennen, dass sie zuvor hellblau/türkis waren. Wurden diese Zierleisten von Werk aus lackiert ausgeliefert oder wie kommt es dazu? Bei den meisten restaurierten Rollern sind diese Leisten ja "chromfarben"...

    Da die Vespa die letzten 8 Jahre stand bin ich auch für weitere Tipps dankbar was es bei der wieder in Betriebnahme evtl. zu beachten gibt. Nachdem ich den Tank entleert und neu befüllt habe läuft die gute immerhin schon mal...

    Grüsse und Danke

    Andreas

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    2 Mal editiert, zuletzt von doczed (May 31, 2011 at 19:17)

  • die zierleisten sind normalerweise auch in chrom. der roller wurde komplett lackiert, also ohne irgendwelche teile abzubauen, siehe schrauben am trittblech.

    mach mal die linke seitenklappe auf, da müsste auf ca 11uhr die nummer in das blech eingestanzt sein. ist aber auch möglich das diese überlackiert wurde. wenn du die hast guck mal hier

    Besser heimlich schlau, als unheimlich doof.

  • Naja, ich zweifelte hauptsächlich wegen der Blinker.

    Aber ich war auch der Meinung, dass ich im Netz ein Bild eines als V50N deklarierten Rollers fand, der einen eckigen Scheinwerfer hatte und auch "rund um die Hupe" etwas anders aussah. Leider finde ich das entsprechende Bild nicht mehr...

    Grüße

    Andreas

  • [Gebetsmühlenmodus]In Deutschland hießen alle V50 Modelle von der 1. Serie bis zur V50 Special knapp 20 Jahre später laut Papieren und Typenschild immer nur V50 N. Egal welchen Lenker, Kaskade und sonstige Ausstattungsmerkmale (z. B. Trittleisten aus Vollgummi oder mit Aluunterlage) die Roller besaßen. Also keine unruhebegründende Ungereimtheit.[/Gebetsmühlenmodus]

    Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.

  • Hm jetzt hab ich 2 Farbangaben, 315 Verde Paraggi und 240 Turchese.


    Habt ihr ne Idee wie ich rausfinden kann welche die Richtige ist? Hab bisher durch meine Recherchen rausbekommen, dass die 50 N im fraglichen Jahr unter anderem in 240 Turchese geliefert wurde, zu 315 Verde Paraggi hab ich bislang nichts gefunden.


    Nur mal so aus Interesse nach einigem mitlesen im Forum, ist es mit vertretbarem Aufwand tatsächlich möglich den Orginallack unter dem neuen Lack freizulegen und aufzuarbeiten? Ist das Ergebnis nicht besser, wenn man in Orginalfarbe neu lackiert?


    Grüße Andreas

  • Ist halt eine Geschmacksfrage - authentischer als O-Lack geht nicht. Vielen Leuten gefällt deshalb O-Lack auch mit starken Gebrauchsspuren besser als die x-te totrestaurierte Karre.
    Meiner Meinung nach wäre die Freilegung zumindest einen Versuch wert. Neulackieren kann man dann bei Nichtgefallen immer noch.

    Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.

  • Den Lack den du freilegen wirst, wird sicherlich starke Gebrauchsspuren aufweisen. Allerdings ist eben genau das das Besondere. Jeden Tag werden restaurierte Vespen fertiggestellt und damit originale Vespen immer seltener. Es muss dir natürlich gefallen mit einer Vespa rumzufahren, die teilweise extreme Lackabplatzer oder Kratzer aufweist.
    Ich selbst habe zunächst eine Vespa komplett restauriert bevor ich zu O-Lack Vespen übergangen bin. Man muss nicht mehr soo extrem auf seine Vespa aufpassen, denn selbst wenn noch ein Kratzer in den Lack kommt, fällt dieser erstens nicht auf und zweitens mindert es nicht den Wert der Vespa.

    O-Lack Vespen sind defintiv wertvoller als restaurierte Vespen und halten diesen Wert auch "relativ" unabhängig vom Lackzustand etc.

    Ich selbst fahre eine O-Lack Erstserie mit teilweise großen lackfreien Stellen aber ich finde das sieht absolut authentisch aus. Technisch komplett überholt und auf dem Stand eines neuen Rollers, optisch dagegen der Used-style, wie eben ein 50 Jahre alter Oldtimer....


    edit: ach ja....die freien Stellen sind natürlich alle konserviert, so dass dort nichts mehr rostet etc.....ist aber denke ich verständlich :)

  • Hallo

    Ich kram mal wieder in uralten threads rum und habe genau das selbe Problem wie der TE. In meinem Baujahr (1970) wurde auch angeblich nur in "Turchese 240" lackiert und nicht in diesem Verde Paraggi 315. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher das der o'Lack bei meiner der Paraggi ist. Nur warum ist der lack nirgends bei dem bj. Aufgelistet ? War das ein sonderlack o.ä ? Die Antwort darauf kann mit sicherheit keiner geben, trotzdem irgendwie komisch...

  • Ok. Habe dort nichts gefunden . Vielleicht ist der papierzettel nach fast 45 jahren auch einfach abgefleddert. Denke mal das es die ori.farbe ist. Es sei denn es hat sich jemand die mühe gemacht die komplette karosse bis aufs blech zu entlacken und in diesem gewöhnungsbedürftigen paraggi 315 lackiert, und das wirklich gründlich bis in jede ritze etc., da auch inneradhaus usw. In der farbe lackiert sind.

  • original ist hinten das innenradhaus nur grundiert und von innen... naja angenebelt. der zettel fleddert witzigerweise bei olackkisten auch nach 40 jahren nicht ab. selbst bei den beschissenst übergejauchten kisten war der zettel meistens da (stück papier eingeklbt) und bei olack kisten eigentlich auch immer. nur wenn vollentlackt wurde nicht. es sieht einfach nach übergejaucht aus.

    iss ja auch wurst.