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Messerschmitt oder nicht?

  • Hallo zusammen,

    habe mir vor kurzem eine Vespa VBA1T 150 gekauft.

    In dem Brief steht unter Herstellerangaben Vespa-RSM (Schlüsselnummer 6774).
    Erstzulassung 06.1960.

    Jetzt steht hier dass die VBA1T nicht in Deutschland gebaut wurde, sondern eine "reinrassige Italienerin" ist.
    Und hier steht, dass die Roller von Messerschmitt nur bis 1957 gebaut wurden.

    Wie passt das mit den Daten im KFZ-Schein zusammen?
    Kann mich jemand aufklären? ?(

    Viele Grüße.

  • Zitat

    hab auch die 6774 "vesp-rsm" - war in den 60ern die vespa gmbh augsburg, jetzt beim tüv in der edv eben "vespa-rsm".

    Quelle: GSF

    Zitat

    Beim Ausstellen des Gutachtens trägt der TÜV-Prüfer den Hersteller-Schlüssel 6774 für Vespa-GmbH Augsburg ein. Seltsamerweise ist heute diesem Code aber die Firma Regensburger-ST. -RSM zugeordnet

    Quelle:
    Und die Vespa-GmbH Augsburg baute 1960 die italienischen Teile in D zu Rollern zusammen.

    Jeder will alt werden, aber keiner will alt sein.

  • Und die Vespa-GmbH Augsburg baute 1960 die italienischen Teile in D zu Rollern zusammen.

    Okay, danke für die Info. Dann gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass die "reinrassige Italienerin" VBA1T 150 in Einzelteilen nach Augsburg gekommen ist und dort 1960 von der Vespa-RSM (Vespa Augsburg Gmbh) zusammengeschraubt worden ist. 8)

  • Servus zusammen,

    und wieder etwas gelernt:

    Sollte die Daten im Fahrzeugschein nicht eindeutig sein oder etwas unklar erscheinen, dann kann es auch ein Asia-Import sein.
    So in meinem Fall. Der Fachmann konnte gleich auf den ersten Blick feststellen, dass der Roller in Asien zusammengebaut worden ist.
    Deshalb MERKE: Vor dem Kauf eines neuen gebrauchten Rollers am besten den Profi hinzuziehen und genau nachforschen, wo die Karre herkommt.
    Und am besten vorher informieren, an welchen Merkmalen man eine Asia-Vespa erkennen kann (z.B. Löcher zum Anschrauben der Spiegel einfach in den Lenker gebohrt, etc.).

    Tja, so ist das ...

    Grüße

  • Okay, danke für die Info. Dann gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass die "reinrassige Italienerin" VBA1T 150 in Einzelteilen nach Augsburg gekommen ist und dort 1960 von der Vespa-RSM (Vespa Augsburg Gmbh) zusammengeschraubt worden ist. 8)

    Es gab in Deutschland keine VBA !
    Ich gehe davon aus, dass jemand das Typenschild und den Brief einer Augsburgerin (ggf ne T4) genommen hat, und an Deine italienische VBA getackert hat. Die deutsche Nr vom Augsburg Brief und Typenschild (identisch) sind nämlich NICHT im Rahmen vermerkt. Sprich, die Nr im Rahmen taucht bei den Augsburgern nicht im Brief auf.

  • Ich gehe davon aus, dass jemand das Typenschild und den Brief einer Augsburgerin (ggf ne T4) genommen hat, und an Deine italienische VBA getackert hat. Die deutsche Nr vom Augsburg Brief und Typenschild (identisch) sind nämlich NICHT im Rahmen vermerkt. Sprich, die Nr im Rahmen taucht bei den Augsburgern nicht im Brief auf.

    Okay, danke für die Info. Dann versuche ich das nochmal zu verstehen:
    Es ist für die "Händler", die Roller z.B. aus Asien nach Europa "re-importieren" wollen und keine Papiere dafür haben, einfacher, den deutschen Behörden mit dem Roller zusammen einen Augsburger Brief vorzulegen, da da keine Rahmennummer drin steht. Und wenn sich der Sachbearbeiter nicht prima mit Vespas auskennt, dann übernimmt er die Rahmennummer z.B. von einer italienischen VBA in den neuen deutschen Brief unter der Herstellerangabe Vespa-RSM. Und ZACK wurde eine italienische VBA in Deutschland gebaut.

    D.h. z.B. aus Sicht einer asiatischen Rollerschmiede: Man nehme einen Haufen Vespaschrott, eine Rahmennummer (evtl. aus einer fertigen Unfallkarre) und einen Augsburger Brief. Dann werden die Teile so zusammengewurstelt, dass die Mühle gerade noch paar Kilometer fährt und die noch rostige Karosse in ein Farbbad getaucht. Ein paar BlinkBlink-Chromnippel angeschraubt und schon schaut das prima aus. Dann schnell die Kiste nach Deutschland verschifft und von einem Sachbearbeiter der kurz vor Feierabend eigentlich schon heim will noch brandneue deutsche Papiere ausstellen lassen. Und schon kann man das Teil einem Nicht-Experten für ca. 4.000 Euro andrehen. Geiles Geschäft! :thumbup:

  • Ich hab schon Asien Roller gesehen, die hier in Deutschland "mit deutschen Papieren" verkauft werden ...
    u.a. Rahmen vorne war V50 (evtl. etwas verbreitert), ACMA Rohrlenkernachbau, hinten sowas wie ein WideframeRahmen mit Klappe im Durchstieg ,..... und das alles mit V50 ABE, ohne das es den Präfix irgendwo am Rahmen eingeschlagen gegeben hat. Es gab nur eine durchnummerierte Nummer ....

  • Ich hab schon Asien Roller gesehen, die hier in Deutschland "mit deutschen Papieren" verkauft werden ...
    u.a. Rahmen vorne war V50 (evtl. etwas verbreitert), ACMA Rohrlenkernachbau, hinten sowas wie ein WideframeRahmen mit Klappe im Durchstieg ,..... und das alles mit V50 ABE, ohne das es den Präfix irgendwo am Rahmen eingeschlagen gegeben hat. Es gab nur eine durchnummerierte Nummer ....

    :-1

    Da brauch man wohl einen guten Bekannten bei der Zulassungsstelle...

  • Das ist eine in D bekannte Firma die "Asien"Roller in Massen verkauft und da fragt der TÜV Mensch wohl nicht mehr nach .... bekommt wahrscheinlich auch gleich einen Container voll vor die Nase gestellt und am Besten schon eine Liste, was wo und wie eingetragen werden soll ..... Geld regiert eben die Welt !

  • kein Kommentar .................................................... ich denke aber bei dem sind es schon die besseren der schlechten AsienKisten. Deshalb keine Namen !