Vespa PK50 XL Automatik macht Geräusche am Polrad

  • Hallo erstmal an alle Mitglieder und Moderatoren. Ich lese schon länger in diesem Vespa Forum aber schreibe Heute das erste mal als neues Mitglied.


    Ich habe seit kurzem eine Vespa PK 50 XL Automatik 1989 mit 5000 km, die vorher 10 Jahre in einer Garage stand. Ich habe vieles gemacht. Wie z.B. den Tank gereinigt und gespült, Benzinhahn getauscht, Vergaser gereinigt und eingestellt, neue Reifen, neue Bremsen, neuen Luftfilter.


    Jetzt zu meinem eigentlichen Problem.

    Wenn ich den Roller fahre und der Motor nach ca 10 min warm wird, kommen seltsame metalische Schlaggeräusche aus dem Polrad Bereich.


    Ich habe hier gelesen das es an den Nieten des Polrades liegen kann aber ich bin mir da nicht so sicher. Ich habe am Zahnkranz des Polrades starke Abnutzungsspuren entdeckt. Kann es sein das der Anlasser an dem Zahnkranz schleift und diese schlagenden Geräusche verursacht? Bilder von dem Zahnkranz hänge ich an.


    Hat da jemand von euch schon mal das selbe Problem?



    Danke schon mal an alle.


    Gruß


    JosefBerlin

  • Zur hilfreichsten Antwort springen
  • Ja lieber Kollege,


    das Polrad sieht ja aus wie neu! Wieviel hat den die Dame drauf? Die ist gut behütet worden und wenig Nächte im Freien verbracht, oder?


    Also die Abnutzung am Kranz und dem Ritzel würde ich mal als normal bezeichnen. Und so knapp ist das ganze so oder so nicht, als daß der Anlasser mit Ritzel am Polradhängen bleibt.

    Ist denn was lose am Polrad? So neu, wie das aussieht, kann ich mir das garnicht vortellen.

    Ist es da klingelnde Geräusch im Leerlauf, das irgendwie zur Plurimatik gehören zu scheint, oder ist es bei hoher Drehzahl?


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Kann ich mir kaum vorstellen, das Zeug ist doch wie neu? Viel besser hat mein nagelneuer Anlasser auch nicht ausgesehen.

    Ich denke schon, daß das das typische Leerlaufgeklingel ist, das meine am Orimotor auch hat und das schon viele beschrieben haben, was auch immer dafür zuständig ist...


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Habe auch schon zu viel geglaubt und gedacht.

    Am Ende zeigt es dir die Realität.


    In letzter Zeit öfter gehabt das der ausgenudelt ist. Da reichen 2mm aus und der Zahnkranz klackert am Polrad.

  • Mit ner Zahnbürste und Backofenreiniger hab ich die Teile gut sauber bekommen. Deshalb sehen die so sauber aus. Und natürlich die 5000 km Laufleistung.


    Das Geräusch kommt nur wenn der Motor warm wird und im Standgas läuft. Bei Vollgas wird das Geräusch weniger beziehungsweise ist nicht mehr zu hören.


    Ich werde mal den Tip annehmen und die Vespa zur Seite neigen vielleicht hört das Schlagen dann auf.


    Ich weiß halt nicht ob es auch den leicht lockeren Nieten liegt. Die Nieten beziehungsweise die Buchse die mit den Nieten verbunden sind, lassen sich mit Handkraft bewegen.


    Sollte die Verbindung bombenfest sein oder hat die Verbindung leichtes Spiel?

    • Hilfreichste Antwort

    Das hatte ich letztens auch gehabt. Nieten waren lose und die Geräusche waren nur bei Leerlauf da. Nieten raus, Gewinde und Flachkopfschrauben rein = Ruhe im Karton !


    Und ja, die Verbindung MUSS bombenfest sein !

  • Ja gut, wenn die Nieten tatsächlich locker sind, dann solltest du das beheben..


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Danke für die Antworten, dann wird das Geräusche höchstwahrscheinlich von den lockeren Nieten kommen. Ich habe ein kurzes Video dazu gemacht.


    Ich werde die Nieten nächste Woche auf Arbeit von einem Profi schweißen lassen.


    Oder ist das verschrauben besser als schweißen? Weil beim schweißen sich das Material verziehen kann und dann eventuell die Unwucht verändert.


    20210717_101507.mp4

  • Und ich frage noch, ist was lose am Polrad...:-).

    Ja, das muß bombenfest. Aber was da die beste Lösung ist, muß du auf die Kollegen warten.

    Meine Erfahrung an der Stelle beschränkt sich auf ein selber gebautes Polrad.

    Ich habe an der Stelle Flanschkopfschrauben verwendet, mit Loctite gesichert.



    Aber an meiner Konuseigenkonstruktion habe ich etwas mehr Gewindelänge, mehr Schrauben und einen größeren Durchmesser.

    Bei dir bleiben am Ori-Konus nur 3 mm übrig (habe gerade an dem ausgebauten Konus gemessen).


    Warte mal auf Antwort von Volker und Mario, ob das an der Stelle geht. In jedem Falle muß das wieder fest und an der gleichen Position. Sonst stimmt dein Zündzeitpunkt nicht.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Das sieht echt stabil aus. Wie ich sehe hast du auf beiden teilen mehrere Gewinde geschnitten. Sieht aus wie M5 oder ist das M6? Entweder ich mach das genauso oder ich lasse jede einzelne Nieten vorsichtig ringsrum anschweißen. Danke für die Bilder.

  • Der Volker hat völlig recht.

    Die Verbindung an der Stelle lebt davon, daß es einen Reibschluß der Flächen Polradtopf und Konus hat.

    Dazu braucht axiale Spannung auf den Verbindungselementen.

    Das geht mit Nieten oder mit Schrauben. Wenn die Nietköpfe angebruzzelt werden, werden sie auf Scherung beansprucht und das ganze hält nicht lange.

    Mach es wie Volker.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Ok das klingt logisch mit dem Reibverschluss, daran habe ich überhaupt nicht gedacht. Sonst werden die Nieten auf Scheerung beansprucht. Ich wollte es halt bombenfest machen mit dem schweißen. Aber ihr habt völlig recht.


    Ab Morgen bin ich wieder auf Arbeit dort haben wir eine mechanische Werkstatt mit Dreh und Fräsmaschinen da werde ich das machen.


    Danke euch. Ich werde berichten.

  • Guten Abend Leute. Ich wollte kurz berichten. Ich habe Heute das Polrad bearbeitet, die Nieten ausgebohrt und mit Schrauben versehen. Und siehe da es kommt kein Geräusch mehr. Danke für den Tip

    Volker PKXL2 Scharnhorst  tonitest


    Aber jetzt funktioniert mein Anlasser nicht mehr. Hab den Anlasser ganz normal ins Gehäuse eingesteckt und verschraubt und das Kabel + Pol an den Anlasser rangeschraubt. Ich weiß nicht warum es plötzlich nicht mehr geht. Habt ihr da auch ein Tip?

  • Ich hoffe, du hast Loctite an den Gewinden!


    Der Anlasser kann auch mal hängen, Kohlen, eventuell. Klopf doch mal drauf und meß auch mal, ob Spannung ankommt.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.