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PK 50 XL springt nicht an

  • Hallo zusammen,

    ich bin ganz neu hier, weil ich leider meine liebe Vespa nicht ans laufen bekomme und etwas verzweifelt bin.
    Bei der guten handelt es sich um eine PK 50 XL Elestart mit einem DR 75 Zylinder.

    Diese stand relativ lange, will diese nun wieder fit machen.
    Das habe ich gemacht:

    - Sprint raus, Tank sauber

    - gebrauchten Vergaser gekauft, gereinigt und eingebaut

    - Zündkerze getauscht

    - Test --> sie springt nach Ewigkeiten endlich an, lies sich quasi nicht einstellen und ging dann für immer aus


    Alles prüfen vergeblich, sie will einfach nicht mehr anspringen.

    - Zündfunke ist da und stark

    - Zündkerze ist feucht

    - Wenn ich sie mit dem Elestarter anlassen will, dreht sie 5-6 mal und macht dann eine Fehlzündung


    Beim Messen der Kabel zur Zündung musste ich nun feststellen, dass ich zwischen dem grünen Kabel und der Masse (weiß) einen Kurzschluss habe. Dies scheint die Ladespule zu betreffen(?)
    Kann es sein dass ich trotzdem einen Zündfunken habe? Wie lässt sich das reparieren und passt das zu meinem Fehlerbild?

    Ich muss mich gleich im vorhinein entschuldigen, von dem Prinzip der Zündung habe ich leider wenig Ahnung.

    Danke für eure Hilfe und viele Grüße aus Regensburg

  • Okay, ich hab wohlversehentlich bei augeschalteter Zündung gemessen.
    Mit Zündug messe ich folgende Werte:
    ~ 500 Ohm bei der Zündspule

    ~ 110 Ohm beim Pick-Up


    die Werte scheinen okay. Hat jemand eine Idee wo mein Problem noch liegen kann?

  • Moin

    Ist die Kerze nass?

    Dreh mal die Kerze raus und schau nach ob sie nass oder trocken ist. Und wenn sie raus hast trete sie mal ein paar mal durch. Dann kickst du den überflüssigen Sprit raus falls sie versoffen ist.

    Dann nimmste ne neue Kerze oder machst die alte mit nen Feuerzeug trocken. Wenn sie nass ist. Dann kommt auch Sprit an. Rein drehen und kicken.

    Wenn die Kerze beim rausdrehen trocken ist kommt kein Sprit an. Dann Spritversorgung überprüfen!

    Hast du an der Zündung herum gedreht?

    Viel Erfolg

    Gruß Marco

    FÜR VERDREHTE FOTOS ÜBERNEHME ICH KEINE HAFTUNG

  • Die Zündkerze ist feucht. Ich kann nicht sagen ob das Gemisch auch zündfähig ist.

    Lässt sich der Vergaser ausgebaut iwie testen?

    An der Zündung habe ich nichts verändert, hab sicherheitshalber auch eine neue Kerze verbaut und auch einen recht starken Funken

  • Ist die Schwimmernadel getauscht worden? Bei der Gelegenhait mal mit einem Ohrenstäbchen den Gegenpart zur Schwimmernadel (den Dichtsitz) reinigen.

    Tatsächlich lief der Vergaser über weshalb ich eine neue Nadel verbaut habe und in dem Zug auch die Führung mit einem Wattestäbchen gereinigt habe

  • Hast du neuen Sprit drin oder den alten wo keiner genau weiß wie alt der ist?

    Wenn alten Sprit drin hast raus damit und frischen rein. 1:50 Gemisch

    FÜR VERDREHTE FOTOS ÜBERNEHME ICH KEINE HAFTUNG

  • Was war der Grund für den neuen - gebrauchten - Vergaser ?

    Bei der letzten Fahrt vor ein paar Jahren ging die Vespa während der Fahrt aus. Ich tippte auf verdreckte Düsen und hab beim Ausbau bemerkt, dass eine der Aluzinnen des Vergasers zur Ansaugstutzen abgebrochen war (Vorbesitzer hat Schlauchschelle zur Befestigung verwendet und vermutlich viel zu fest angezogen).

  • Die Zündkerze ist feucht. Ich kann nicht sagen ob das Gemisch auch zündfähig ist.

    Die Vespa ist recht tolerant was das betrifft und zündet recht viel. Wenn es nicht klappt, kommen im wesentlichen folgende Punkte infrage:

    - der Zeitpunkt der Zündung ist (grob) falsch

    - die Kompression reicht nicht aus

    An der Zündung habe ich nichts verändert, hab sicherheitshalber auch eine neue Kerze verbaut und auch einen recht starken Funken

    Es kann sein, dass dennoch der Zündzeitpunkt nicht stimmt. Entweder weil der Polradkeil abgeschert ist, oder weil die Zündgrundplatte falsch positioniert ist. Ich würde beides überprüfen und zusätzlich die Kompression und damit den Zustand von Zylinder, Kolben und Kolbenringen überprüfen.

  • Danke euch allen schonmal für euren Rat.

    Die Vespa ist recht tolerant was das betrifft und zündet recht viel. Wenn es nicht klappt, kommen im wesentlichen folgende Punkte infrage:

    - der Zeitpunkt der Zündung ist (grob) falsch

    - die Kompression reicht nicht aus

    Es kann sein, dass dennoch der Zündzeitpunkt nicht stimmt. Entweder weil der Polradkeil abgeschert ist, oder weil die Zündgrundplatte falsch positioniert ist. Ich würde beides überprüfen und zusätzlich die Kompression und damit den Zustand von Zylinder, Kolben und Kolbenringen überprüfen.

    Ich hab die letzten Stunden mit dem Versuch verbracht, mein Polrad ab zu bekommen. Leider greift mein Polradabzieher nicht auf dem Innengewinde. Beim reinleuchten sehe ich zwar den Halbmond - vielleicht ist dieser ja aber trotzdem nicht mehr heil und das der Grund meiner Probleme.
    Habt ihr einen Tipp wie ich das Polrad abbekommen kann? Mein Abzieher hat ein 28x1 Gewinde (laut Verkäufter für die PK 50 XL). Braucht ich ein M24 Gewinde?
    Auf dem Polrad steht PKM/5A 992171

    Einmal editiert, zuletzt von stromlinien (February 13, 2024 at 18:08)

  • Ich hab nachgemessen und hab beim Innengewinde des Polrads so ca. 26,8mm. Das kommt mir schon seltsam vor wobei das eher für ein M28 sprechen würde, oder?

    Sollte M28 sein,

    Abzieher -M28 x 1,0 (aussen)- (Typ Polradabzieher Vespa PX, PK, Piaggio 125-180 ccm 2-Takt)
    Polradabzieher sind der einzig richtige Weg um das Lüfterrad beschädigungsfrei zu demontieren. Dabei wird der Abzieher in das dafür vorgesehene…
    www.scooter-center.com
  • 28x1 sollte das richtige sein. Bitte vergleiche die mögliche Einschraubtiefe im Polrad mit deinem Abzieher und den bisher genutzten Gewindegängen.

    Der Abzieher muss bis zum letzten Gewindegang im Polrad fest verschraubt werden.

    Dreck und Beschädigungen können das erschweren.

    Es kann sein, dass dennoch der Zündzeitpunkt nicht stimmt. Entweder weil der Polradkeil abgeschert ist, oder weil die Zündgrundplatte falsch positioniert ist. Ich würde beides überprüfen und zusätzlich die Kompression und damit den Zustand von Zylinder, Kolben und Kolbenringen überprüfen.

    Genau so, und wenn das Polrad grad da nicht runter möchte, dann würde ich erstmal mit dem Zylinder weiter machen. :)

    Ganz vielleicht findet sich unter der Zylinderhaube noch die eine oder andere kleine neue Herausforderung ;)

    O-Lack ist das neue Beige!
    (Zitat v. "Champ", gsf)

  • Moin

    Und wenn das Polrad runter ist auch die Kabel hinter der Zündgrundplatte kontrollieren. Da bröselt gerne die Ummantelung ab.

    Mach dir ne Markierung an die Zündgrundplatte zum Motor hin und Schrauben die drei Schrauben raus so dass du die ZGP runter nehmen kannst. Dann siehst du die Kabel aus der ZGP kommen. An den Knick bröselt gerne bei alten ZGP die Isolierung der Kabel ab.

    Viel Erfolg

    Gruß Marco

    FÜR VERDREHTE FOTOS ÜBERNEHME ICH KEINE HAFTUNG

  • Ohne Berücksichtigung der Beiträge zwischen meiner Frage und deiner Antwort:

    Den Grund für den "neuen" Vergaser kann ich nachvollziehen.

    Ich bezweifle aber, dass der Alte der Grund für das Sterben des Motors während der Fahrt war, vor allem keine verdreckte SDüse.

    Es muss nach meiner Ansicht erst geklärt werden, was damals die Ursache war...

  • Erstmal einen großen Dank an euch - fühl mich gleich weniger alleine in meiner Verzweiflung mit der Vespa :)

    Mit mehr Gewalt als ursprünglich gewollt hab ich das Polrad abbekommen und siehe da, der Halbmond war doch abgeschert. Das sollte dann mein Problem lösen, dass die Vespa gar nicht anspringt und nur ab und an mal einen zufälligen Huster äußert.
    Ich hätte die ZGP jetzt nicht verändert, da die Zündung davor gepasst hat und mein Funken sehr stark da ist. Oder kann sich da was verstellt haben?

    Leider ist mir der Vergaser trotz neuer Nadel, reinigen der Nadelführung und neuem Benzinhahn übergelaufen. und das OBWOHL ich den Hahn zu hatte (ganz rechts). Erstmal die Frage was hab ich bei dem Benzinhahn falsch gemacht, dass dieser nicht schließt? Den Vergaser würde ich jetzt nochmal zerlegen, die Nadelführung sauber machen und ggf auf Verdacht den Schwimmer des alten Vergasers einbauen. Habt ihr da noch Ideen und Tipps fürs mich?

    Ohne Berücksichtigung der Beiträge zwischen meiner Frage und deiner Antwort:

    Den Grund für den "neuen" Vergaser kann ich nachvollziehen.

    Ich bezweifle aber, dass der Alte der Grund für das Sterben des Motors während der Fahrt war, vor allem keine verdreckte SDüse.

    Es muss nach meiner Ansicht erst geklärt werden, was damals die Ursache war...

    Zum Thema Zylinder: Den habe ich vor paar Tagen ausgebaut und dabei auch die Fußdichtungen und die vom Ansaug und Krümmer erneuert. Die Kolbenringe haben Spannung und mir ist auch sonst nichts aufgefallen. Die Flächen von Kopf hab ich nochmal gründlichst sauber gemacht und gleichmäßig wieder zusammengebaut. Zur Messung der Kompression fehlt mir leider das Messgerät. Lieder hab ich nur dieses sehr unscharfe Bild gemacht.