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Mehr Gußeisen für die Keksdose

  • Danke Kollegen,

    Fantine ich wollte noch ein Bild machen, unter welchem Winkel ich mit dem Dremel da rangekommen wäre, weil das Motorgehäuse des Dremels auch an der oberen Kante der Öffnung für den Kupplungsdeckel angestanden wäre.

    Leider habe ich jetzt schon den Primärkorb drin, dann ist mir wieder eingefallen, daß ich es vergessen habe.

    Ich mußte ja einen selber gemachten Werkzeughalter mit 12 mm Durchmesser schon exzentrisch ausmagern, bei dem Dremel mit seinem 4-5 cm Motordurchmesser wäre die Bearbeitung eher einem Kollateralschaden an der Lagersitzumfassung gleich gekommen an der Stelle der größten Exzentrizität.

    Zuerst habe ich einen Dorn aus Kunststoff gedreht und den Lagersitz auf ein Hundertstel Überdeckung abgezogen:

    In der Schublade habe ich einen kleinen Vollhartmetallmeißel gefunden mit 6 mm Durchmesser, geschliffen für einen Inneneinstich. Den habe ich etwas umgeschliffen, daß er als Außendrehmeißel verwendet werden kann:

    Die exzentrische Ausmagerung habe ich dann in beiden Richtungen noch etwas erweitert, weil der Meißel länger als Senker ist und ich etwas mehr Spielraum in Z haben wollte:

    Die Geschichte war dann nicht mehr ganz so knapp wie bei der Fase und ich habe dann sogar mit der Maschine gespindelt, Vorschub in Z allerdings von Hand:

    Ich habe dann die komplette Exzentrizität beseitigt, jetzt ist die Fase auch wieder komplett gleichmäßig.

    Danach mal den Lagerdummy und den Korb montiert, jetzt hat es Luft nicht nur für die Federn, sondern auch für das genietete Blech:

    Ich habe dann noch mit einer der 0,2 mm Ausgleichscheiben, die ich neulich überdreht hatte, dann noch das Spiel rausgenommen und den Seegerring kurz überschliffen, damit er spielfrei in die Nut ging:

    Und jetzt ist der Korb drin und alles bella. Ich habe den dann gleich montiert, weil das Gehäuse vom Ofen noch warm war und ich nur kurz den Innenring mit dem Fön anblasen mußte. Jetzt war der Korb auch schön zu fügen.

    So, das wäre erledigt.

    Tja, letztlich war das jetzt hoffentlich das Ende einer Kaskade von Dingen, die angepaßt werden mußten, weil ich unbedingt die 53/105er Fabbri wollte.

    Mit 53 mm Hub mußte ich das Kurbelgehäuse spindeln und vorher die Wand aufdoppeln. Deshalb ging das Apegetriebe nicht mehr und ich brauchte ein PK-Getriebe,

    Wegen dem PK-Getriebe mußte ich die sehr lange Primär wählen, damit die Gesamtübersetzung im 4. Gang noch paßt. Und zuguterletzt mußte ich wegen dieser Primär die Ungenauigkeiten aus Pontedera beseitigen und etwas Platz für einen Korb schaffen, der nie für eine Ape vorgesehen war eigentlich....

    War ja letztlich meine Entscheidung mit der 53er Welle und ich habe mir das selber eingebrockt...Aber es hat Spaß gemacht.

    Jetzt nagel ich den Motor am Samstag mal zusammen und schau mal, was da sonst noch kommt...lmao


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Scharnhorst (February 11, 2026 at 20:31)

  • Ich wage es zwar kaum zu hoffen, aber kriegen wir irgendwann einen Bericht wie das dann in der APE fährt?

    Ich meine so viel Aufwand muss sich ja auch irgendwann mal bewegen...

    In des Daseins stillen Glanz platzt der Mensch mit Ententanz.

    F. Küppersbusch


    In einer Evolution in der auch Tino Chrupalla als Krone der Schöpfung gilt stirbt der Apollofalter völlig zurecht aus.

    M. Uthoff

  • Ich hoffe doch auch, Nick50XL ...

    Bin ja auch schon gespannt. Letztens habe ich mir noch einen kleinen Testtank bestellt, um den Motor dann im Ständer in Betrieb nehmen zu können.

    Das will ich auf jeden Fall vor dem Einbau noch machen, nicht daß ich dann erst merke, daß der Anlasser die Kompression nicht packt.

    Es ist momentan aber noch ungemütlich kalt in der Scheune, deshalb darf der Einbau ruhig noch ein paar Tage warten...

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.