Danke, liebe Kollegen!
So, habe jetzt heute noch etwas überlegt, aber wie es so ist, mußte ich mir ein simples Muster anfertigen. Durch den windschief im Raum hängenden Krümmer war ich mir wirklich nicht so sicher, wie das mit dem Fügen aussieht.
Also habe ich mal ganz hemdsärmelig eine Klorolle aufgeschnitten, schrittweise grob die Anschlußfläche beschnitten und dann eng angelegt mit Malerband verschieblich fixiert.
Dann im montierten Zustand mit Heißkleber das Papprohr am Briefkasten festgeklebt:
Damit konnte ich dann den Füge- bzw. Steckvorgang beurteilen, ob man irgendwo kollidiert. So schräg im Raum und bei den engen Platzverhältnissen war ich mir wirklich nicht sicher. Aber es geht.
Wenn ich euch erinnert, ich hatte ja den originalen Anschlußstutzen am Briefkasten grob weggetrennt und im Anschluß auf der Fräsmaschine eben gefräst. Dadurch habe ich ja eine sauber ebene Anschlußfläche in mehr oder weniger Ringform.
Als ich nun den Heißkleberüberstand an der Pappröhre weg geschnitten habe, blieb quasi eine ebene Heißkleberfläche übrig, die der Anschlußebene zum Briefkasten entspricht.
Da aufgesetzt konnte ich auf einen Karton das übertragen und im Anschluß mit dem Geodreieck messen:
Das waren durch Zufall ziemlich genau 60 Grad.
Zusammen mit dem geringsten Abstand des Endes des 45° Bogens waren das die idealen Voraussetzungen für CAD. Noch kurz die beiden Hauptachsen des schräg abgetrennten Rohrbogens gemessen, der in dem Briefkasten weiter läuft und dann hatte ich das Wesentliche:
Mit etwas Phantasie kann man erkennen, was das alles sein soll. Unterhalb des schräg abgeschnittenen Anschlußstutzens mit den beiden O-Ring-Nuten ist stilisiert das Rohr erkennbar, das sich bereits innerhalb des Briefkastens befindet.
Dann kommt der Anschlußstutzen mit den O-Ring-Nuten und dem 45er Steckdurchmesser. Die beiden O-Ringe selbst. Nach oben geht der neue 45° Rohrbogen weiter, der eine Hülse bekommen hat analog dem originalen Krümmer der City-Box. Die hat außen 45 mm (bzw einen Tick kleiner) und innen 38 mm, damit der Krümmer eingesteckt und verschweißt werden kann.
Ich weiß nicht, ob man es erkennen kann, aber da das Rohr im Auspuff selber mit seiner Ellipse 40 und 43 mm als Halbachse hat, habe ich den Übergang vom Stutzen konisch gestaltet. Der Stutzen wird mit 3 Grad Mantelwinkel größer in Richtung Auspuff. Damit treffe ich die Ellipse am Briefkasten einigermaßen vernünftig.
Aus dem Modell jetzt kann ich alle relevanten Maße rausnehmen, um den Anschlußstutzen und die 45er Hülse drehen zu können. Auch den Überstand zum Auspuff, den ich brauche, um den Stutzen unter 60° zu überfräsen. Und natürlich auch, wie tief ich die 60° runterhobeln muß.
Ob nun die O-Ring-Nuten exakt so bleiben, werde ich sehen. Da muß ich erst mal einen Dummy-Ring drehen mit verschieden tiefen Einstichen, um die Vorspannung des O-Ringes festlegen zu können. Da habe ich noch kein Gefühl, was da sinnhaft ist. Irgendwas um die 2-4 Zehntel Vorspannung im Radius hätte ich gesagt. Das wird sich weißen.
Vorgedreht hatte ich ja mal zur Probe einen Stutzen:
Der gibt alles her, um daraus den Stutzen aus dem CAD zu machen. Vermutlich werde ich mal drehen und fräsen und das mal trocken zusammenstecken am Motor.
Dann ggf. ändern und im Anschluß die O-Ring-Nuten drehen.
Freu mich schon auf morgen abend an der Drehbank und Teilapparat.
Gruß Paddy.
