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Vespa Cosa 125 geht während der Fahrt aus

  • Hallo zusammen,

    nachdem die Cosa wieder super lief und das Problem mit der Checktaste gelöst war, bin ich heute zum TÜV gefahren. Alles paletti: Hupe schreit, alles funzt, neue Plakette, keine Beanstandungen.

    Dann auf der Fahrt zurück geht die Cosa bei ca. 80 einfach aus und ist praktisch ohne Bordspannung.

    Anklicken funktioniert nicht: ich sehe ja schon, dass keine der Leuchten im Tacho beim Kicken aufleuchtet.

    Unter der Kaskade sieht erstmal alles OK aus. Die Stecker am Regler sind auch fest.

    Ich schiebe jetzt erstmal die 6 km nach Hause. Aber vielleicht hat schon jemand hier im Forum eine spontane Idee. Eine Hauptsicherung hat sie ja nicht. Zumindest habe ich keine gefunden.

    Mann, ich dachte, die Cosa und ich werden Freunde.

    Bis später, Georg

  • 7 km können auch beim Schieben einer Cosa lang werden. Aber egal geschafft. Nun habe ich angefangen zu ergründen, warum die Cosa streikt.

    Zündfunke ist da. Zündschloss funktioniert auch. Ergo habe ich den elektrischen Benzinhahn manuell aufgedreht. Dann brauchte es etwas Zeit beim Kicken, weil auch der Choke Spannung vom Regler bekommt. Nach ca. 5 Minuten sprang sie an und lief wie gewohnt. Blinker, Hupe, Checktaste gehen nicht. Bremslicht geht, Lampen für Neutral und Licht funktionieren auch. Abblendlicht und Fernlicht funktionieren. Blinker geht nicht Hupe geht nicht, Checktaste nicht. Bleiben zwei Möglichkeiten: der linke Lenkerschalter und dessen beide Kabelstränge. Das hatte ich alles erst gecheckt. Oder der Regler hat sich verabschiedet. Könnte das erklären, dass die Cosa bei voller Fahrt die Übung einstellt? Eigentlich schon, denn fällt die Spannung die vom Regler kommt, müsste auch der Benzinhahn streiken, oder?

  • Noch zum Moment des Streikens der Cosa auf der Bundesstraße: sie hat sich 2-3 mal verschluckt und ließ sich auch nicht mehr mit dem 2-3 Gang zum Starten aus dem langsamer werdenden Fahren heraus überreden. Könnte die Idee mit dem elektrischen Benzinhahn stützen. Das halt keine oder nicht ausreichend Spannung vom Regler kommt.

  • Danke.

    Gibt leider noch eine zweite Option. Im Schaltplan geht vom Hupengleichrichter einmal grün schwarz auf 2fach weiss. Einmal weiss zur Hupe und einmal weiss zum Benzinhahn. Das würde bedeuten, der bekommt Strom über den Gleichrichter. Verdammte Axt: könnte das Problem auch der Hupengleichrichter sein?

    Der E-Choke kriegt hingegen Saft über den Regler. Kann doch eigentlich nicht sein, dass sich Regler und Gleichrichter verabschiedet haben.

    Den Schaltplan hatte ich vor einigen Tagen im Kontroll-Leuchten Threads gepostet.

  • Erst mal mein Beileid zu den 7 Kilometern...;(

    Die Sache hat so ein bißchen einen Geschmack. Wenn du den Benzinhahn manuell öffnen kannst (ich wußte nicht, daß ein elektrischer Benzinhahn auch manuell geöffnet werden kann, ich kenne mich da nicht aus) und die Kiste dann läuft, spricht schon einiges (wenn nicht alles) dafür, daß du ein Problem mit dem Gleichspannungsbordnetz hast.

    An deinem Hupengleichrichter hängt ja eigentlich nur die Hupe, dieses Checkgedöns und die Kontrollfunktionen Öl, Bremsflüssigkeit, wenn ich das richtig sehe.

    Das ganze andere Zeug hängt am Wechselspannungszeug, auch das Bremslicht. Blinker aber auch.

    Ich kenne jetzt deinen Regler nicht. Der hat ja zwei Ausgänge für geregelte Wechselspannung gegen Masse, wie auch immer der innen verschaltet ist und ob die beiden miteinander verheiratet sind oder getrennt im Eimer sein können.

    Einer der beiden Wechselspannungausgänge scheint ja exklusiv für den Hupengleichrichter reserviert zu sein.

    Also wenn tatsächlich nur der Teil deines Bordnetzes streiken würde, der am Hupengleichrichter hängt (wogegen spricht, daß die Blinker auch nicht gingen), wäre der Strang betroffen. Wenn die Blinker aber auch mal nicht getan haben zeitgleich mit dem streikenden Gleichspannungsastes, aber der Rest des Wechselspannungsnetzes funktioniert hat, spricht irgendwie eher etwas für ein wurschtiges Kabel irgendwo im Backenbereich.

    Hierfür wiederum würde auch sprechen, daß die Check-Funktion neulich auf einmal funktioniert hat.

    Tu dir mal den Gefallen und schau dir die ganze Ecke dort unten mal genauer an. Wenn es der Strom mal aus der Ecke zum Rest der Vespa geschafft hat, dann scheint ja alles zu funktionieren.

    Und verdächtig ist die Ecke, weil halt komischerweise alles dort zu finden ist. Hupengleichrichter, Blinkrelais, Regler....

    Wetten, da ist ein Kabel oder Kabelstrang brüchig...

    Da hilft nur alles mal gründlichst untersuchen, Verbindung Regler zu HupenGR, Verbindung zu Blinkrelais, etc...

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Hi Paddy, ja der elektrische Benzinhahn hat einen manuellen Bypass. Einen Sechskant, mit dem man den Hahn auch so öffnen kann. Das haben die bei Piaggio schon Mal gut vorgedacht. Ich setze mich da wieder ran. Und: Am Gleichrichter hängt tatsächlich auch der Benzinhahn. Das Problem scheint unter der Kaskade zu sitzen. Ich bleibe zäh und dran.

  • Irgendwo dort wird ja auch an den Steckverbindungen das graue Kabel für das Blinkrelais abgezweigt...

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Es gibt das Problem offensichtlich auch bei anderen: https://www.germanscooterforum.de/topic/454957-v…her-benzinhahn/

    Dort wird dann auch auf den Gleichrichter und Regler hingewiesen. Vielleicht hat ein defekter Regler den Gleichrichter gekillt. Muss ich Mal messen. Aber ja: die neulich per Selbstheilung hergestellt Check Control war schon merkwürdig. Mann, Mann...

    Ich komme schon noch dahinter...

  • Hallo zusammen,

    ein Zwischenstand: die Blinker gehen doch. Ich hatte nur beide Backen nicht drauf. Dann passiert vorn und im Tacho auch kaum etwas. Ich Talent,😬.

    Ich habe jetzt einfach Mal grün am Hupengleichrichter abgezogen. Dann funktioniert alles bis auf Hupe, Benzinhahn und Checkleuchten Öl und Bremse. Alle drei hängen mit dem HGR zusammen (an selbigen Benzinhahn weiss, Hupe weiss, Checktaster rot-schwarz). Das spricht nun eher für den Hupengleichrichter. Die Selbstheilung von neulich war wohl eher ein Gleichrichter kurz vorm Abgang. Ansonsten habe ich alles durchgesehen und auf Durchgang geprüft. Das sieht alles gut aus.

    Um auszuschließen, dass ein defekter Regler mit Spannungsspitzen den HGR gekillt hat, macht es sicher Sinn, auch den Regler zu tauschen, oder? Wie liese sich der Regler verlässlich messen?

    Besten Gruß, Georg

  • Ich kenne wie gesagt deinen Regler nicht, ob diese beiden grauen Wechselspannungsanschlüsse intern einer oder zwei geregelte Ausgänge sind.

    Wenn es intern einer ist, dann ist es unwahrscheinlich, daß es der Regler ist, weil dann wäre deine andere Wechselspannungsseite auch schon durch geglüht.

    Aber sollten sie getrennt sein und es am Regler liegen, müßten am Eingang zum Hupengleichrichter mehr als 20 Volt Wechselspannung anliegen bei mittlerer Drehzahl.

    Wenn der Reglerausgang in Ordnung ist, unter 20 Volt und die sollten ab einer gewissen Drehzahl nicht mehr zu nehmen, eben geregelt.

    Wenn der Regler am Sack ist, kann das durchaus bei entsprechender Drehzahl 40 Volt oder so sein.

    Einfach mal mit einem Multimeter die Wechselspannung messen, die in den Hupengleichrichter reingeht. Aber vorher abstecken und das frei Kabel messen, sonst kann da gegen Masse alles Mögliche rauskommen, wenn der Gleichrichter noch dran ist und intern was am Sack ist.

    Erst messen, bevor du was kaufst.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Spannungsspitzen zu messen, dürfte mit Heimwerkermitteln schwierig werden. Ich würde ein Oszilloskop mit Tastkopf an Grau und den GND clip an Blech anstecken und messen. Oszilloskope sind in den wenigsten Haushalten vorhanden.

    Schau doch mal, ob der Regler überhaupt arbeitet. Ich vermute, das er das tut. Sonst wären im Nu alle Lämpchen durchgebrannt.

    Der Generator erzeugt eine sinusartige Wechselspannung (AC) mit drehzahlabhängiger Frequenz und Amplitude. Ohne Regler würde die Spannung weit größer wie 12V sein. Der Regler schließt die Spannung kurz (in diesem Fall den Generator), wenn die 12...14V erreicht sind. Sobald die Polarität der Generatorspannung wechselt, wird der Kurzschluss beendet und die Sinuswelle beginnt von vorn, mit entgegengesetzter Polarität.

    Miss doch mal die Bordspannung bei verschiedenen Drehzahlen. Wenn sie nicht über 14.5V geht, dann würde ich mir da keine Sorgen machen.

    Die Spannungsform ändert sich natürlich auch in Abhängigkeit der Last. Das heißt, wenn das Licht ausgeschaltet ist, dann muss der Regler mehr Verlustleistung "verbraten".

    Grüße Tom

  • Ich habe gerade etwas über den Regler gefunden, der offenbar bei dir verbaut ist.

    Da steht zumindest mal, daß die beiden Wechselspannungsanschlüsse intern verbunden sind.

    Also sollte der Regler in Ordnung sein, weil sonst noch mehr Verbraucher am anderen Kreis an deiner Cosa abgeraucht wären vermutlich.

    Somit verschiebt sich das Problem in Richtung Hupengleichrichter.

    CosaTom Einem Multimeter, das man auf Wechselspannung umschalten kann, traue ich schon zu, diese Wechselspannung dem Mittelwertbetrag nach zu messen. Das sollte auch mit Frequenzen klar kommen, die etwas über 50 Hertz liegen. Zumindest kann man damit feststellen, ob der Regler arbeitet oder nicht. Natürlich weiß ich nicht, ob Georg eins hat, ich bin jetzt mal davon ausgegangen.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Da komme ich an grau und Masse vor dem Gleichrichter auf max. 10,8V Wechselspannung. Licht dabei an und hoch gedreht auf bis zu 6000 Umdrehungen. Das liegt immer zwischen 10,3 und besagten 10,8. Multimeter ist ein Ferrex Digital von Aldi. Das ist sicher nicht das Top Gerät. Möglicherweise ist das auch eine Abweichung. Also zuviel kommt da keinesfalls an.

  • Am vom Gleichrichter abgezogenen Kabel?

    Naja, regeln tut der Regler ja. Was kommt bei gestecktem Kabel am Ausgang vom Gleichrichter für eine Gleichspannung raus?

    Und was kommt bei gesteckten Kabeln am Regler aus den beiden Ausgängen?

    Meß bitte auch mal die Wechselspannung gegen Masse an den beiden Ausgängen am Regler, dieses Mal mit Kabeln abgesteckt. Kommt da auch nur 10,8V Wechselspannung raus, wenn beide Stecker vom Regler abgezogen sind?

    Wenn am Regler ohne Last mehr kommt, zieht dir irgendwas die Spannung runter. Die Lima hat ja um die 120 Watt. Wenn da nur das Fahrlicht mit ein paar Kontrolleuchten an sind, sollte da die Spannung nicht auf unter 12-14 Volt gehen.

    Mich würde interessieren, was die Spannung derart sinken läßt. Entweder kommt aus deiner Lima zu wenig Spannung, oder der Regler frißt etwas auf oder irgendwo danach zieht eine Last die Spannung auf die 10,8 Volt runter.

    Du mußt jetzt schrittweise abstecken und messen.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Messwert am vom Gleichrichter abgezogenen grünen Kabel und Masse. Ich messe morgen weiter am Regler. Kann ich jetzt heute nicht mehr, sonst gibt's Stress mit den Nachbarn hier in der Siedlung. Danke erstmal für die Unterstützung.

  • Hinweis:

    Die Gleichspannung (DC) am Ausgang des Hupengleichrichters misst du zwischen Weiß und Rosa.

    Die Wechselspannung (AC) wird immer gegen Blech oder Schwarz (=Masse) gemessen. AC am Regler Graues Kabel.

    Grüße Tom