Richtige Kerze - richtiger Wärmewert?

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    • Richtige Kerze - richtiger Wärmewert?

      habe heute meine kleen fertisch gemacht, damit in, ich hoffe ca. 2 wochen, die saison eröffnet werden kann.
      hab als letztes die kerze saubergemacht und in das "kerzenloch" geguggt. :D das kolbendach ist silbrig glänzend nur direkt "unter" der kerze ist es leicht bräunlich wie die kerze verfärbt. meiner meinung nach alles o.k. 2-)
      ich fahre seit 2 jahren den 50ccm von polini mit ner bosch w5ac/ bzw. ngk b6hs. beim scooter-center hab ich durch zufall gesehen, das es empfohlen wird den zylinder mit w4ac (also kälter) zu fahren.
      sind das richtwerte? kann ich weiter die w5ac fahren? kerzenbild ist super - so wie es sein soll.

      ?( ?(
      Wer diskutiert wird intubiert, wer randaliert wird relaxiert!
    • heißere kerze ist für heißere temperaturen, hat nen kleineren isolator, kältere kerze ist für kältere temperaturen, hat nen größeren isolator. (also temperaturen im zylinder)
      höhere verdichtung und mehr drehzahl -> mehr tempertaur brauchste ggf ne heißere kerze, die die hitze besser abführt
      Aufbau eines Rennrollers für die European Scooter Challenge

      ESC 2013+2014: K5
      ESC 2015+16: K5 + K1
      BaB-Race-Meister 2015+2016

      Die, die die, die die Plastikroller erfunden haben, verdammen, vergessen, dass Plastik für Piaggio Leben bedeutet.
      - frei nach Konrad Duden
    • Vespa Fahrer Avatar

      chup4 schrieb:

      mehr tempertaur brauchste ggf ne heißere kerze, die die hitze besser abführt



      isses nich genau umgekehrt?

      sprich dickerer zylinder -> mehr Wärme entwicklung -> "kältere" Kerze die weniger HItze hält und dafür mehr überschuessige Temperatur abführt

      normaler 50er -> Wärme muss eher gehalten werden -> "wärmere" Kerze die mehr hitze hält und weniger abführt?
      Ziel ist es Unfälle zu vermeiden
    • Wärmewert und -kennzahl

      Individuell zugeschnitten auf die unterschiedlichen Motorkonstruktionen und Fahrbedingungen muß eine zeitgemäße Zündkerze sein. So kann es eine Zündkerze, die in allen Motoren problemlos funktioniert, nicht geben.

      Da die Temperaturentwicklung der jeweiligen Motoren im Brennraum unterschiedlich ist, braucht man deshalb Zündkerzen mit unterschiedlichen Wärmewerten. Ausgedrückt wird dieser Wärmewert durch die sogenannte Wärmewertkennzahl. Bei alten Einbereichszündkerzen wurden früher zwei- oder dreistellige Zahlenkombinationen verwendet, um die unterschiedlichen Wärmewerte anzugeben.

      Diese Wärmewerte, ausgedrückt durch die Wärmewertkennzahl, stellen eine auf Elektroden und Isolator gemessene, jeweils der Motorbelastung entsprechende mittlere Temperatur dar. An der Isolatorspitze sollte die Betriebstemperatur zwischen 400°C und 850°C liegen. wobei Temperaturen von über 400°C deshalb anzustreben sind, da bei darüberliegenden Temperaturen die auf der Isolatorspitze sich absetzenden Ruß- oder Ölkohlebeläge auflösen und sich die Zündkerze so wieder selbst reinigt.

      Über 850°C sollte allerdings die Temperatur am Isolator auch nicht liegen, könnten doch bei mehr als 900°C Glühzündungen auftreten. Außerdem werden bei extrem hohen Temperaturen die Elektroden zusätzlich durch chemisch-aggressive Verbindungen angegriffen oder zerstört. All dies hat nicht nur dazu geführt, daß die technische Weiterentwicklung wegführte von der alten Einbereichszündkerze hin zur modernen Mehrbereichszündkerze, mehr noch: Gerade die Entwicklung neuer Werkstoffe insbesondere für die Isolatoren oder die Verwendung hochwertiger Kupferkerne in den Mittelelektroden decken die heute erforderlichen Qualitätsstandards für diese weitgespannten Wärmewertbereiche ab.

      Diese technischen Vorteile haben zu einer Änderung der Zündkerzen-bezeichnungsart geführt. So werden heute von modernen Herstellern wie NGK die Mehrbereichszündkerzen nur noch mit ein- oder zweistelligen Zahlen unterschieden. Diese lassen auch überhaupt keinen Hinweis mehr auf die "alte" Wärmewertkennzahl zu. Gleichzeitig weisen zusätzlich die Verkaufsunterlagen für jeden Motor die entsprechend passende Mehrbereichszündkerze aus.

      Für NGK-Zündkerzen gibt es eine einfache Faustregel:
      • Niedrige Wärmewert-Kennzahl (z.B. BP4ES) "Heiße Kerze"
      • hohe Wärmeaufnahme, bedingt durch eine lange Isolatorspitze
      • Hohe Wärmewert-Kennzahl (z.B. BP8ES) "Kalte Kerze"
      • geringe Wärmeaufnahme, bedingt durch eine kurze Isolatorspitze
    • Bei Polini W4 fahren, die W5 wird zu heiß !

      Die höher drehenden Fahrzeuge fahren oft sogar eher mit der W3AC Zündkerze, wobei das Kerzenbild oft weniger von der Zündkerze sondern eher von der Vergasereinstellung abhängig ist.



      Sven