Luftschraube ist selbstständig aus Gewinde

  • Hey an alle,

    Ich komme gleich zur Sache,

    Meine Vespa (Baujahr 1968, 50cmm) läuft nachdem ich die Zündkerze gesäubert habe wieder. Bei der Testfahrt lief alles gut bis sie dann kein Gas mehr annehmen wollte außer man Zog den Jocke raus (dann überdrehte sie aber) als ich zurück war habe ich gesehen das die Schraube mit der die Luftzufuhr eingestellt wird(macht Vespa von selbst) sich komplett rausgedreht hat und im Innenraum lag. Wie kann das passieren und was kann/soll ich tun?

  • was kann/soll ich tun?

    - Vergaser ausbauen und reinigen.

    - Gewinde der Leerlaufgemischschraube kontrollieren.

    wenn das Gewinde der Schraube defekt ist und das im Vergaser ok, dann Schraube tauschen.

    wenn das Gewinde im Vergaser defekt ist, wirst Du vermutlich einen neuen Vergaser benötigen.

    - Vergaser wieder einbauen, einstellen, fahren.

  • Du meinst die seitlich am Vergaser in horizontaler Einbauposition befindliche Leerlaufgemischschraube, oder ist die Standgasschraube gemeint, die vertikal im Gasschieberumlenkhebel sitzt?

    An beide dieser Stellschrauben gehört jeweils ja noch eine Spiralfeder, mit der sich die Schraube in der aktuell eingestellten Position sichert und ein Herausfallen verhindert.

    Ich lese in deinem Beitrag nirgends etwas von diesen Federn - sind die vorhanden?

    Nebel zieht in dichten Schwaden übers Moor von Forest Hill.
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    Cindy und Bert, 1970

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  • Zu den Gründen, warum sich eine Düse löst...

    Wenn man möchte, daß ein Gewinde hält, muß es nicht nur intakt sein, sondern auch sauber und trocken und frei von Fett, Öl, Feuchtigkeit etc.

    Vielleicht hat die Düse jemand dreckig/ölig eingebaut und sie hat sich losgerüttelt.

    Passiert nicht oft, kann aber.
    Ist irgendeine Schmiere auf Gewinden, hat man das Festziehmoment von Schrauben/Muttern etc. nicht mehr im Griff und das Gewinde reisst leicht aus.
    Dann genügen Vibrationen (wie sie der Motor erzeugt) und die Düse fällt einfach raus - mangels intaktem Gewinde kann man die Düse eben nicht mehr festziehen.


    Das würde ich auf jeden Fall prüfen.

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  • Ist da denn die richtige Düse drin?

    Zumindest die Hauptdüsen gibt es doch als 5mm und 6mm Versionen.

    Wie schon geschrieben, prüfe die Gewinde, ob die ok sind und mach die sauber.

    Eine neue, passende Nebendüse würde ich schonmal besorgen, kosten ja nur 2 oder 3 Euro.

  • Zitat

    Ist da denn die richtige Düse drin?

    Die Düse auf seinem Bild sieht wie die richtige aus. Da gibt's keine unterschiedlichen Gewinde.
    Das Problem wird auch nicht das Gewinde der Düse sein, sondern das im Vergaser (das Messing der Düse ist härter und zäher als die Alulegierung des Vergasergrundkörpers).

    Bevor ich eine Düse kaufe und merke dass es das nicht gebraucht hat, baue ich lieber erst den Vergaser aus und schaue nach, ob ich den nicht leider neu brauche - da wäre die besagte Düse ohnehin frisch dabei.

    Er kann ja mal ein Nahfoto von der Düse machen...auf dem sollte das Gewinde rattenscharf zu sehen sein. Ist an der Düse das Gewinde futsch, ist das gleiche im Vergaser höchstwahrscheinlich auch hinüber.

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  • Und bevor ich es vergesse: der Unterschied zwischen einer profanen Schraube und einer Düse ist klar?


    Z.B.:


    Schraube:

    • ist ein Befestigungselement, das der festen Verbindung zweier Teile dient.


    Leerlaufdüse "LLD" (heisst auch Nebendüse "ND")

    • Wird fest und so tief wie möglich eingeschraubt, damit sie dort sitzenbleibt wo sie hinsoll und ist somit nicht verstellbar/justierbar.
    • Die LLD/ND sitzt fest im Vergaser. Sie besitzt ein längliches zapfenartiges Ende, das in den Nebendüsenkanal des Vergasers ragt und diesen verschließt. Im zapfenartigen Düsenende befindet sich aber eine Querbohrung mit definiertem Durchmesser, die innerhalb des Kanals eine Öffnung freigibt.
    • Von den ND/LLD gibt es für den SHB Vergaser verschiedene Größen: Hier sind die Durchmesser der Querbohrungen unterschiedlich. Auf diesen Düsen ist der Durchmesser der Querbohrung in 1/100 mm eingeprägt: d.h. Gr."42" bedeutet 0,42 mm.
    • Muß man also am Motor eine Justierung des unteren und mittleren Drehzahlbereichs /Lastbereichs vornehmen, so bedeutet dies, eine andere Größe LLD bzw. ND zu verwenden - und keinesfalls, die Düse weiter rauszudrehen - dann fällt sie raus.


    Leerlaufgemischschraube

    • heisst zwar "Schraube" (der Einfachheit halber), ist aber technisch korrekt bezeichnet eine einstellbare Düsennadel mit konisch zulaufender Spitze, die in einen weiteren Kanal des Vergasers mündet und hier eine Feinregulierung des Sprit-Luft-Gemischs bewerkstelligt.

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  • Ich hätte kein Problem damit, die Nebendüse mit ein wenig Schrauvensicherungsmittel zu sichern, wenn zumindest noch soviel Restgewinde vorhanden ist, dass ich sie von Hand am Anschlag noch festziehen kann.

  • Zitat

    Ich hätte kein Problem damit, die Nebendüse mit ein wenig Schrauvensicherungsmittel zu sichern, wenn zumindest noch soviel Restgewinde vorhanden ist, dass ich sie von Hand am Anschlag noch festziehen kann.

    Er soll doch erstmal schauen was nun wirklich los ist.

    Und einen wirklich tollen Tip finde ich das nicht, wo der TE doch überhaupt erstmal was gescheites lernen will.

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  • Wenn ich lese, dass der TE bei einer Düse von einer Schraube spricht,, gebe ich dir insoweit recht, dass er noch lernen muss ( Ob er das auch will, weiß ich nicht ).


    Mir ist aber schleierhaft, warum er den Vergaser reinigen soll, wenn seine VESPA bis zum Verlust der Nebebdüse gut gelaufen ist.

  • Diese dreht sich aber immer je nachdem wieviel Gas man gibt auf und zu und jetzt hat sie sich ganz rausgedreht. Woran kann das liegen und was kann ich tun?

    Hast du sie jemals handfest eingeschraubt? Eigentlich bewegt sich die Nebendüse nicht beim Gasgeben.

  • und auch nicht eigentlich sondern garantiert nicht !!!


    Zuerst festmachen ggf tropfen Loctite dran und erst gucken ob der Hobel wieder läuft , fertig !

    Aus Gelben Säcken werden Plastikroller gebaut ...
    Lieber Sehnenscheidenentzündung vom Schalten als nen krummen Daumen vom Starten...
    2Takt Islamist

  • Jetzt wartet mit eurem xxxx Loctite :tues doch erstmal ab, was der TE sagt.



    Vielleicht dachte er ja, diese "Schraubedüse" sei zum einstellen und hat sie gar nicht fest reingedreht.




    Im übrigen sind diese Schraubensicherungsmittel anaerob aushärtend (sie reagieren ausschließlich unter Luftabschluß).
    Die härten nur richtig aus, wenn sie zwischen einem sehr dünnen Klebespalt unter Abwesenheit von Luft sind...und auch nur dann, wenn sie durch die Anwesenheit von Metallionen katalysiert werden ...Sprit-und Ölreste haben da auch nichts verloren.
    Das Zeug wird an der Luft zwar irgendwie irgendwann fest (vorkristallines Stadium oder so ähnlich), aber niemals vollständig.

    Und übrigens...sofern man keine Sondersorte hat, die auch auf Gummi reagiert, ist das Einkleben von gummiummantelten Simmerringen nutzlos, und sogar kontraproduktiv.

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  • Kumpel du vergleichst da grad Äpfel mit Birnen , vom Siri einkleben war keine rede ...

    Du beschreibst ja eigentlich immer sehr ausgiebig und sachlich , ich schätze dies sehr !

    Diesmal biste etwas blumig geworden ... warten wir mal ab was der TE schreibt

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  • Zitat

    Kumpel du vergleichst da grad Äpfel mit Birnen , vom Siri einkleben war keine rede ...

    Alles gut. :+2

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