Leistungsverlust bei "Vollgas"

  • Hi


    folgendes Setup:


    V50

    75DR

    ET3 Banane

    16:16 Gaser mit 72 HD

    12 V Zündung

    Tank+Hahn etc. neu.



    Soweit läuft alles prima. Springt sauber an. 1-2 gang top von der Performance. 3 Gang auch aber hinten raus (bei ca. 60km/h) fängt sie nach einiger Zeit an langsamer zu werden und dann wieder einen tick schneller und dann wieder langsamer.

    Der Choke-"Trick" bringt keine Veränderung (somit ist die HD nicht zu groß?)


    Wie gesagt läuft alles gut, nur am Ende hat sich keine Power mehr.

  • 60 km/h... viel mehr kommt da nicht und klingt normal, wenn der Primärtrieb Original ist (und 40 km/h eingetragen sind) ...und ein DR75 ist kein drehzahlorientierter Pott, sondern ein Trecker, dem obenrum irgendwann die Puste ausgeht...so scheint es hier...

    Übrigens: Falls die Primär original ist, bedeuten 60 km/h schon: "Drehzahl im roten Bereich..."

    Was hast du denn gedacht?

  • Zitat

    Vor dem Umbau auf 12V lief sie auch ca 70-75 daher wundert mich dieser Verfall.

    Vielleicht laut Tacho und der läuft in der Regel vor. ... und nach wie vor...der Geschwindigkeitszuwachs wird nur erzielt durch die höhere Drehzahl & somit auf Lasten der Haltbarkeit und Vollgasfestigkeit.


    Aber nehmen wir mal an, der Roller führe wirklich soviel, wie dir der Tacho sagt und der Roller ist mit 40 km/h eingetragen, die bei 4500 rpm erreicht werden, dann gilt:

    • 60 km/h bei 7000 rpm.
    • 70 km/h bei 7875 rpm.

    Bei günstigen Zylindern aus "Grauguß" ist keine gute Voraussetzung für ein langes Leben.

    ...und:
    Man kann keine E-Zündung verbauen, ohne danach den ZZP neu einzustellen (
    "Abblitzen"). Das gilt auch, wenn man ein anderes Polrad/Kurbelwelle/Zündkondensator verbaut hat.


    Warnung: Stimmt der ZZP nicht, läuft der Motor nicht richtig. Im Extremfall führt ein falscher ZZP zu Motorschäden (z.B. Loch im Kolben wg. zu heißer Verbrennung)

    2 Mal editiert, zuletzt von Pierre Lavendel ()

  • Hallo dafrocka, tank vielleicht das nächste Mal Super Plus mit höherer Oktanzahl als 95 (Mischung 1:50), dann erst schön auf einer Strecke von 10 km mit 40 km/h warmfahren und dann vielleicht mal Vollgas. :-) Wenn du häufiger extrem auf Power fährst, dann evtl. zur Vorsicht 1:40 mischen. Gruß aus Köln

  • Hallo dafrocka, tank vielleicht das nächste Mal Super Plus mit höherer Oktanzahl als 95 (Mischung 1:50), dann erst schön auf einer Strecke von 10 km mit 40 km/h warmfahren und dann vielleicht mal Vollgas. :-) Wenn du häufiger extrem auf Power fährst, dann evtl. zur Vorsicht 1:40 mischen. Gruß aus Köln

    Bitte dringend nicht das Mischungsverhältnis ändern. Super Plus senkt durch die geringere Zündwilligkeit maximal die Klingelneigung, bringt aber hier keine Mehrleistung.

  • Entschuldigung, das ist ja nicht sehr nett, dass ich mich hier jetzt verteidigen muss.

    Ich wollte doch nur helfen. :-)


    Also dafrocka bemängelte in seinem ersten Beitrag bei seiner getunten 50ger einen Leistungsabfall: (bei ca. 60 km/h) "... fängt sie nach einiger Zeit an, langsamer zu werden und dann wieder einen tick schneller und dann wieder langsamer."


    Ich habe einen Bekannten, der früher Rennweltmeister in der 50ccm Zweitakklasse war und sich sehr gut mit legal getunten Rennmopeds auskennt und darüber hinaus einen Vespamechaniker und beide haben mir einhellig bestätigt, wenn diese Motoren Probleme beim Vollgas machen, dann ist es absolut legitim, sie aus Vorsicht vor Motor-Schäden und zur Leistungssteigerung fetter (ca. 1:40 oder 1:30) zu mischen.


    Auch Tanken von höherer Oktanzahl sorgt für eine bessere Verbrennung und schont daher den Motor. Das haben mir die beiden eindeutig bestätigt und das sind Fachleute. Natürlich ist jeder für seine Vespa selbst verantwortlich und ich übernehme keine Haftung für meine nett gemeinten Vorschläge, aber ich würde doch so etwas nicht schreiben, wenn ich nicht vorher zwei Fachleute um Rat gefragt hätte.


    Entschuldigung nochmals, aber ich kann weder die Warnung von Menzinger noch die Bemerkung von fantine nachvollziehen.


    Herzliche Grüße aus Köln von Thomas

  • Hi Thomas :),


    Du sprichst in deinem Fall von Rennroller, da braut jeder Rennstall sein eigenes Süppchen um sein Ziel zu erreichen aber 75ccm gesteckt mit bisschen Vergaser einstellen und Düse tauschen ist nicht wirklich ein kompliziertes Tuning, damit läuft aber alles noch mit 1:50 Mischung …


    :-2

  • Zitat

    Ich habe einen Bekannten, der früher Rennweltmeister in der 50ccm Zweitakklasse war und sich sehr gut mit legal getunten Rennmopeds auskennt und darüber hinaus einen Vespamechaniker und beide haben mir einhellig bestätigt, wenn diese Motoren Probleme beim Vollgas machen, dann ist es absolut legitim, sie aus Vorsicht vor Motor-Schäden und zur Leistungssteigerung fetter (ca. 1:40 oder 1:30) zu mischen.

    Die Kenntnisse solcher Rennweltmeister liegen 30-40 Jahrzehnte zurück; ihre Kräder hatten mit unseren langsam laufenden Treckern nichts zu tun und ihre Motoren hielten maximal eine Saison.


    Sie fuhren damals nicht mit modernen Zweitaktölen, sondern oft mit abenteuerlichen "geheim-Mischungen", die oft Rizinussamenöl etc. enthielten.
    Die Motoren liefen 10.000 rpm bis 16.000 rpm und wurden nach jedem Rennen, das sie überlebten, zerlegt, um die immensen Verkokungen durch die frei nach Schnauze hinzugemischten Öle zu entfernen - das haben die altehrwürdigen Rennweltmeister wohl vergessen zu erwähnen. Sie mußten das oft auch nicht selbst tun, sondern hatten evtl. dazu ihre Mechaniker (die "Schmiermaxen").


    Gute halb- oder vollsynthetische 2T-Öle haben heute derartige Reserven, daß man diesen -sorry ich kann das nicht anders sagen: gequirlten Mumpitz hier nicht mehr anbringen kann.

    Die Mischung aus Öl und Sprit muß in unseren Brennräumen verbrennen. Benzin liefert dazu Verdunstungskälte und einen bestimmten Brennwert. Öl verbrennt aber ohne zu verdunsten, sorgt für Qualm, zuviel Hitze, zuviel Ablagerungen.


    Macht ein Motor Probleme, beseitigt man sie, statt sie mit einer Irrsinnsmenge Öl zu ertränken. Und wenn ein Amateur den Defekt nicht allein beheben kann, dann bricht ihm kein Zacken aus der Krone, wenn er irgendwann einsieht, daß er einen erfahreneren Mann dazuziehen muß, der vielleicht eine Kleinigkeit sieht, die er eventuell nicht sehen kann.
    ... den Rennweltmeistern bitte 'n Kasten Bier spendieren, damit sie sich woanders vergnügen.


    Zitat

    uch Tanken von höherer Oktanzahl sorgt für eine bessere Verbrennung und schont daher den Motor. Das haben mir die beiden eindeutig bestätigt und das sind Fachleute.

    Aber nicht bei Zweitaktmotoren wie unseren.


    Das hat sich offensichtlich noch nicht bis überall herumgesprochen, daß solcher Super Plus Sprit eher als teuerer Werbegag zu verstehen ist und lediglich bei hochgezüchteteten Supersportwagen tatsächlich etwas bringt (wenn deren elektronische computergesteuerte Einspritzanlage es über die am Motor verteilten Sensoren & Lambdasonden tatsächlich merkt, daß sie hochoktanigen Sprit bekommt... und sie die entsprechende Luftmenge, Vorzündung und Nockenwellenverstellung einzuregeln versteht).

    7 Mal editiert, zuletzt von Pierre Lavendel ()

  • Entschuldigung nochmals, aber ich kann weder die Warnung von Menzinger noch die Bemerkung von fantine nachvollziehen.


    Herzliche Grüße aus Köln von Thomas

    Die Zwei sind bekannt für ihre Verschwörungstheorien! Da würde ich grundsätzlich aufpassen!


    Aber was sind denn das für weise Ratschläge deiner beiden Spezl´n?

    Wenn etwas Probleme macht, dann gilt es vorrangig das Problem zu erkennen und zu beheben.

    Du scheinst hier auch zwei Sachen zu verwechseln.

    Die Beigabe von Zweitaktölen dient vorrangig der Schmierung. Ein "fettes" Gemisch wird aber über das Verhältnis Kraftstoff zu Sauerstoff definiert. Ein "ganz leicht" fetteres Gemisch kann ggf. Leistungssteigernd wirken geht allerdings zu Lasten der Umwelt. Wenn du allerdings schon mal auf Berge gefahren bist, dann wirst du feststellen, dass dein Zweitakter aufgrund von Sauerstoffmangel und der damit verbundenen Überfettung des Gemisches ganz schön in die Knie geht.

    Einmal editiert, zuletzt von 125vnb6 ()

  • Entschuldigung, das ist ja nicht sehr nett, dass ich mich hier jetzt verteidigen muss.

    Ich wollte doch nur helfen. :-)

    Thomas, Du musst Dich nicht verteidigen. Wir haben (nur) eine Diskussion.


    Ich kann Dir aber versichern, dass für einen Straßenmotor die Lösung nicht in einer Veränderung der Gemischzusammensetzung liegt, wie meine Vorredner bereits ausgeführt haben. Da hilft nur präzises Einstellen.


    Die Zwei sind bekannt für ihre Verschwörungstheorien! Da würde ich grundsätzlich aufpassen!

    Ertappt rotwerd-)

  • Zitat

    Sie läuft wieder ca. 70.

    Laut Tacho. Die dürfen und sollen bis zu 10% vorauseilen. Bevor nicht eine GPS- oder ähnliche Messung ein genaues Resultat erzielt oder den Wert bestätigt, sollte man die Info mit Vorbehalt sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Pierre Lavendel ()

  • Ich tune meinen Roller immer damit, dass ich paar Jogging Einheiten mit in den Tag integriere und mit dem erfolgten Abnahmegewicht, dem Roller dann mehr Durchzugskraft spendiere :+2

  • Wenn Abblitzen den Zustand vor der Umrüstung auf 12V wiederhergestellt hat, frage ich mich als Verschwörungstheoretiker nartürlich: Fand das Abblitzen bei Vollmond statt ( da ist der Zündfunke am kräftigsten ) ?


    Frei von jeder Verschwörung frage ich dich: Wo lag der ZZP vor der Verbesserung und wohin hast du verändert ?

  • lass mich raten...
    Er hat bei der V50 eine E-Zündung draufgebaut und sie zuerst gar nicht abgeblitzt.
    So als "Verschwöri" würde ich drauf tippen...