Standardkomponenten für normale Smallframe in einem PK 50 XL Automatikmotor...

  • @Friedhelm:


    Die Angaben von Mario bezüglich Geschwindigkeit und Motordrehzahl passen zu der Angabe 1,18.


    Wenn er nun noch aus den Riemenscheiben den Durchmesser ermitteln kann, auf welchen Durchmessern der Riemen geometrisch läuft, können wir das errechnen bzw. überschlagen.


    Läuft der Riemen tatsächlich vorne und hinten auf dem gleichen Durchmesser, es stellen sich aber effektiv die 1,18 ein, kann ich zumindet eine Vorhersage treffen, was mich real an Übersetzung am Riementrieb erwartet. Auf jeden Fall mal kürzer, wieviel ungefähr wäre schon eine Riesenhilfe.


    Ich habe den Schlupf ja komplett vernachlässigt, die lange Übersetzung der 125er hat mich stutzig werden lassen.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Ergänzend noch,


    im Prinzip war ich relativ blauäugig, aber wie ich eingangs schon geschrieben habe, es werden Höhen und Tiefen berichtet.

    Im Prinzip hänge ich gerade etwas in den Seilen.

    Mit dem Derbyriemen und der 50er Sekundär käme ich ja theoretisch auf die paarundsiebzig Sachen. Das wäre in Ordnung.

    Durch den großen Sprung zwischen em Sekundär der 50er und der 125er bin ich ja stutzig geworden, als das Getriebe so vor mir lag.


    Ich meine, es kann keine Punktlandung geben und ich tendiere dazu, das 125er Getriebe zu verbauen in der Hoffnung, mit den verschiedenen Riemen dann in Summe (mathematisch eigentlich eher ein Produkt) auf eine einigermaßen opportune Übersetzung zu kommen.

    Zu lang soll es ja nicht werden, die Kiste soll ja nachher nicht fliegen bzw. soll dem DR 130 nicht die Puste ausgehen.

    Wenn einer für einen Traktormotor geeignet ist, ist es der DR, aber auch der hat seine Grenzen.

    Wenn dann mal übertrieben bei 60 Sachen 3000 1/Min auf der Uhr stehen, wird das nix....

    Umgekehrt kann es mit entsprechendem Schlupf bei dem 50er Getriebe dazu kommen, daß ich bei 7500 gerade mal 50 fahre, wer weiß. Auch Käse.

    Irgendwas dazwischen wäre der Renner (wie die von mir fälschlicherweise angenommen 7,14).

    Aber jetzt muß ich halt das Beste draus machen.


    Ich habe gestern noch lange im Netz gesucht, aber nichts gefunden, aus denen sich einigermaßen der Schlupf einer Rollervario ableiten läßt.

    Es fehlt immer eine oder andere Angabe.


    Wenn Mario anhand der Spuren an Riemenscheiben einer 125er die Durchmesser ermitteln kann, wäre das gerade mein einziger Anhaltspunkt.

    Meine Wespe bringt mich da gerade nicht weiter, ich habe keine Ahnung, wie hoch der Motor bei 60 dreht. Sonst könnte ich das als Basis nehmen.

    Die Spuren sehe ich natürlich, aber mir fehlt der Bezug zur KW-Drehzahl.

    Das Getriebe der 125er Sfera, das ich habe, zeigt ja auch Spuren und die Getriebeübersetzung kenne ich ja auch, aber auch da fehlt mir der Bezug zur Drehzahl/Geschwindigkeit bei voll geöffnetem Variator.


    Gruß Paddy.

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    Einmal editiert, zuletzt von Scharnhorst ()

  • Also an der Variomatik ist der Riemen im Leerlauf bei ca Durchmesser 47mm.

    Voll ausgefahren bei ca 97mm.

    Dazu musst du bedenken das diese Variomatik nur 16mm Gewichte hat.

    Deine hat 19.5mm Gewichte.

  • O.K., schonmal vielen Dank, Mario.


    Bei den Daten, die du genannt hast, reden wir da jetzt von einer 125er PK, damit wir den Bogen zu den 1,18 aus deiner Bedienungsanleitung spannen können? Ich selbst habe zum Vergleich ja nur die 50er Variomatik, die aktuell auf dem Originalmotor drauf ist zusammen mit dem 15x621 Riemen.

    Und die geht bei maxiamler Übersetzung mit eben diesem Riemen aktuell lediglich auf ca. 90 mm und der Riemen ist dann bündig mit dem Außendurchmesser der äußeren Riemenscheibe vor der Vario.


    Du weißt nicht zufällig den Durchmesser bei den von dir gemessenen 97 vorne den zugehörigen Durchmesser hinten am Wandler?

    Wenn wir den hätten, wäre das im Prinzip der Korrekturfaktor für den Schlupf, den ich bei meiner Variosimulationsvorrichtung miteinbeziehen müßte.

    Alles vorrausgesetzt natürlich, die 97mm sind von einer 125er.


    Wenn ich meine Motordrehzahl bei Vmax wüßte, könnte ich die Durchmesser meiner Garnitur nehmen und so rückwärts rechnen, aber die Drehzahl weiß ich leider nicht.


    Ich befürchte, ich muß einfach einen Korrekturfaktor für den Schlupf schätzen...


    Gruß Paddy.

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  • Mario, mir fällt gerade noch etwas ein, was auch helfen könnte.

    Ich habe die Spreizung der Vario rein über die Durchmesser ja an meiner Wespe mal gemessen.

    Dort geht das Übersetzungverhältnis der Vario rein auf die Durchmesser bezogen von 1.0 bis 2.2.


    Wenn du im Gegensatz zu mir (ich habe ja nur die von der PK S Automatik) auch solche Angaben hast wie von der 125er für 50er XL, dann könnte ich das mit meinen an der 50er gemessenen ins Verhältnis setzen.

    Das wäre auch schon ein gewaltiger Fortschritt.


    Gruß Paddy.

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  • Also Männer,


    womit ich jetzt gerade echt ein bißchen hadere, ist die doch schon sehr lange Gesamtübersetzung der PK 125er. Das macht mich irgendwie fertig...


    Die Werte (mal unabhängig Schlupf hin oder her) aus Marios Handbuch sind ja nicht von der Hand zu weisen.

    Die Sekundärübersetzung mit 4,76 zähle ich ja 1:1 aus dem seltenen Getriebe, das er mir lieberweise zur Verfügung gestellt hat.

    Jetzt lassen wir mal völlig dahingestellt, wieviel Schlupf so ein Wandler hat, jetzt betrachten wir mal die Gesamtübersetzung.


    Wie wir gelernt haben, hat die PK 125 bis zum Hinterrad 5,66.


    Eine 125er Sfera Falschtakt ist mit 7,44 angegeben (Angaben aus dem Netz). Das Sekundärgetriebe hat 9,4 oder so, habe ich selbst nachgezählt an dem, das mir vorliegt. Gepaart mit einem modernen Wandler, der geometrisch einfach mal länger übersetzt wie der einer Automatik-Wespe könnte das schon hinhauen.


    Jetzt lassen wir mal die Kommastellen außer Acht, betrachten nur die Größenordnung:


    Eine Zweitakt 125er PK Automatik ist deutlich länger übersetzt als eine Falschtakt 125er Sfera!


    Das Gleiche gilt für die Angaben aus dem Netz für eine 50er Sfera und meinen gemessenen und gezählten Daten für die 50er PK Automatik, und zwar in einem ähnlichen Verhältnis.


    Heißt, auch eine 50er PK hat eine deutlich längere Gesamtübersetzung als eine Sfera 50.


    Widerum ist das Verhältnis zwischen 50er PK und 125er PK ähnlich dem Verhältnis zwischen 50er Scooter und 125er Scooter.


    Vielleicht war mein erster Ansatz auf Seite 5 oder so gar nicht mal so schlecht, im ersten Schritt mal einfach die Durchmesserverhältnisse von meiner Original 50er Vario zu der meiner Scootervario zu vergleichen, die mir ja bei gleichbleibendem Sekundärstirnradgetriebe (und vergleichbarem Schlupf, wie groß der auch immer ist) eine 25% längere Gesamtübersetzung garantieren rein geometrisch gesehen.

    Das 125er PK-Getriebe hätte ich dann sozusagen als Backup, falls der ganze Käse dann doch zu kurz wird, allerding schon mit einem gewaltigen Sprung.


    Wenn ich es mir richtig überlege, so nach Tacho lief meine 50er Sfera (nach ein paar Maßnahmen der alten Schule, keine Stöpseleien aus dem Katalog) damals ungefähr so wie meine Wespe heute, aber mit höherer Drehzahl.

    Die sang regelrecht bei 65, also würde das mal so gefühlt passen mit dem Unterschied PK zu Scooter.

    Meine Wespe hört sich bei 65 laut Tacho deutlich entspannter an als meine Sfera damals.


    Jetzt mache ich mal das Getriebegehäuse fertig, richte die Lagerungen auf die neuen axialen Positionen der Stirnräder. Was ich zum Schluß dann reinsetze, ist ja wegen der Austauschbarkeit zwischen 125er Getriebe und 50er Getriebe mal wurscht.

    Bis dahin mache ich mal nix falsch...


    Hoffentlich nimmt mir Mario meine ganzen Gedankenschwankungen und viele Fragen nicht krumm...:-)


    Liebe Grüße,


    Paddy.

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  • Die 125ger 4T macht gute 11k voll ausgefahren.

    Die 125ger 2T vielleicht maximal 9k.

    Wie der Pluri Motor. Der macht auch kaum Drehzahl.


    Ja an der Vario einer 125ger VVM1 PK XL gemessen.

  • Alles klar, danke dir Mario.


    Dann starte ich im ersten Schritt mal mit der 50er Sekundärübersetzung und der Scootervario und habe das 125er Getriebe als Backup.


    Viele Grüße,


    Paddy.

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  • Du darfst nicht zu viel von den theoretischen Werten ausgehen.

    Immerhin machst du einen Drehmomentzylinder drauf.

    In die Vario müssen dann egal ob 50 oder 125ger Getriebe Gewichte rein die über 10gr haben müssen.

    Die Kraftübertragung mit dem 50ger könnte ich mir dann ziemlich massiv vorstellen.

    Vielleicht zu massiv und der Schlupf reißt zu stark an dem Antrieb.

  • So theoretisch finde ich das nicht mal, Mario.


    Im Prinzip vergleiche ich die jeweiligen Durchmesser von meiner Ori-50er Vario mit der neuen Vario.

    Und da kommt eine um 25% längere geometrische Übersetzung raus.

    Gut, dein Argument, daß sich da ein größerer Schlupf einstellen könnte, da ist natürlich was dran.

    Aber viel schlimmer als der 125er Sfera-Motor wird der DR auch nicht dran rupfen und dessen Vario/Wandler-Kombis ist nahezu identisch von den Maßen her.

    Schwerere Gewichte sind aber ein gutes Stichwort, die werde ich mal bestellen, damit ich Auswahl habe.

    Die Malossi-Gewichte werden wohl schon etwas leicht sein.

    Jetzt kommt der Vorteil der Standardkomponenten zum tragen, ich sollte Auswahl haben hoffentlich und muß nicht an die Drehbank.


    Gruß Paddy.

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  • Na ja,


    nicht viel gemacht und da meinen beiden Mädels etwas angeschlagen sind, werde ich wohl morgen auch keine Gipfel stürmen.

    Dafür habe ich endlich mal etwas in chinesisches Eisen investiert. Für knappe 50 Euronen bekommt man dieses Pratzenset:



    Nicht so toll wie das Zeug im Geschäft, dafür habe ich alles da jetzt, was man normalerweise so braucht.

    Solche Pratzen mußte ich immer ausleihen, das hat nun ein Ende.


    Die Vorrichtung ist jetzt auch wieder aktiv, vorher hatte ich noch nach Feierabend zwei neue Scheiben gedreht, jetzt kann ich die andere Seite wieder bearbeiten.



    Mal sehen, was morgen so geht. Eigentlich wollte ich noch einen Aluklotz machen, der in das 3-eckige Loch da neben der Glocke reinpaßt, damit ich ihn verschweißen kann und es dort dicht ist, aber es hat nicht gereicht.

    Viel Gas hat es ohnehin nicht mehr.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Hallo Mädels,


    wie schon erwartet, hat es nicht viel gereicht heute. Ich habe mal etwas Alu noch rausgefräst aus dem Gehäuse, damit es etwas Luft gibt.

    War mehr so aus Verlegenheit und weil ich mal wieder von der Seite etwas machen wollte. Außen auch noch ein paar Reste weggefräst. Man sieht wo, weil darunter nicht gestrahlt ist.



    Während dem Verlegenheitsfräsen dachte ich, wenn der dreieckige Aluklotz da rein kommt und verschweiß wird, könnte es vielleicht doch etwas werden mit dem Dichtschweißen.

    Ich werde es also probieren, Kaw...:-)


    Dann habe ich außen mal etwas gefräst und verschliffen, damit es etwas finaler aussieht und ich wollte noch nach Lunker schauen, damit ich eventuell nachschweißen kann.

    Wenn es dicht werden soll, bietet sich das an:



    Als ich vorher mit den Innereien des Getriebes etwas gespielt habe, bin ich zu dem Schluß gekommen, die Lagerung der Eingangswelle auch mit einer VA-Lagerbuchse zu machen. Den ca. 70 mm großen Bund, den ich auf der Innenseite gelassen habe, der stört da etwas. Zu hoch ist er sowieso, also werde ich ihn einebnen bis auf den Boden der Glocke.

    Dazu gleich mal meine Spannpratzen aufgefahren, herrlich! Einfach so in die Kiste greifen und für fast jede Spannsituation ist etwas da:



    Ich drücke die Glocke von außen nach unten auf den Dom der Vorrichtung. Jetzt kann ich nächste Woche den Bund mit dem Ausdrehkopf einebnen. Diese konzentrische Rippe wird dabei auch entfallen. Ungefähr auf deren Außendurchmesser werde ich das wegspindeln.

    Jetzt muß ich mal schauen. Die Zwischenwelle kommt in ihrer neuen axialen Position ungefähr so zum Liegen, daß ihr Lagerzapfen auf der Glocke aufsteht.

    Ich werde also auf den Glockenboden nach dem Einebnen des Bundes eine wahrscheinlich 20 mm dicke Aluplatte aufschweißen, in die dann der neue Lagersitz der Zwischenwelle kommt.

    Ich habe mal ein Bild gemacht, damit man sich die neue axiale Position der Zwischenwelle einigermaßen vorstellen kann:



    Dadurch muß sich natürlich gegenüber im Deckel die Positin ebenfalls ändern. Für die meisten hier sind diese Gehäuseteile ja eher fremd, deshalb auch hiervon ein Bild, wie die Zwischenwelle normalerweise sitzt:



    Auf dem Bild ohne Zwischenwelle sieht man dann besser, was das bedeutet:



    Der sehr weit auskragende Lagerdom der Zwischenwelle muß entsprechend gekürzt werden. Und zwar nach ersten Messungen bis ca 20 mm über der Gehäusewand.

    Glücklicherweise haut das einigermaßen so hin, daß die Zwischenwelle noch innerhalb der Gehäuseaußenhaut bleibt. Sonst müßte ich sie kürzen, aber ich habe wie es aussieht, Glück.

    Auf dem Bild gerade sieht man auch diese hohe Wand im Hintergrund. Die beherbergt normalerweise die Schaltwelle, mit der man die Automatik in Leerlauf schalten kann und das Abtriebsrad auf der Abtriebswelle dann hohl läuft.

    Diese Schaltwelle habe ich ja auch wegrationalisiert und mein Motor hat einfach ein zweifach untersetztes Stirnradgetriebe ohne Leerlauf und Freilauf wie ein normaler Scooter auch.

    Ergo kann die zum Teil weg, was auch geboten ist:



    Das Abtriebsrad wird nämlich so ungefähr axial zum Liegen kommen und mamit ist die Wand im Weg. Also wird die ebenfalls gegen später abgefräst werden. Aber erst, wenn klar ist, wie tief.


    So, ich hoffe, das war einigermaßen verständlich. Wie man sieht, sind noch einige Maßnahmen notwendig. Das Abtriebsrad wird eine neue Position auf der Abtriebswelle bekommen.

    Wenn es klappt, so daß es abnehmbar ist.

    Die Zwischenwelle will ich im Idealfall einfach ungeändert steckbar zum Tauschen einbauen.

    Damit wäre die Frage, welches Sekundärgetriebe die richtige Wahl ist, nahezu wurscht. Ich kann es einfach tauschen, wenn alles klappt. Mit welchem ich anfange, sieht man dann, hab ja jetzt alles dank Mario zur Hand.


    Nächste Schritte wären dann eine Edelstahl-Lagerhülse für die Eingangswelle drehen, die das große Lager und den Dichtring aufnimmt, die beide aus dem Originalgetriebe dann stammen werden in ihren Dimensionen.

    Wenn die fertig ist, kann ich an der praktisch die Aluplatte für das neue Lager der Zwischenwelle einhängen und an die richtige Position schwenken und festschweißen.

    Dann werde ich nicht um eine Änderung an der zweistöckigen Vorrichtung herumkommen.

    Ich werde wohl die obere Platte ausfräsen müssen, damit ich den Getriebedeckel von unten dagegen schrauben kann, um ihn zu bearbeiten.

    Ich werde die Platte wohl einfach mal abschrauben, grob mit dem Edding das Loch anzeichnen und dem Lehrlich zum rauskurbeln geben.

    Dann habe ich immer beide Möglichkeiten, Getriebegehäuse oder den Deckel bearbeiten.


    Das ganze Thema Dichtschweißen, Kupplungsglockenbefestigung und die Welle, auf der der Wandler nachher fest sitzen wird und die dann drehbar im ersten Sekundärrad läuft, schiebe ich mal nach hinten.

    Die Welle für den Wandler und die Lagerung dazu ist eher Fleißarbeit.

    Jetzt muß erstmal die Verzahnung wieder laufen im Getriebe in Lagerdummies, das wäre mal so das Ziel.

    Zumindest gerade im Moment, wer weiß, was mir so zwischendurch einfällt. Es kann sein, daß ich die größeren Schweißnähte vor dem exakten Setzen der Lagersitze mache, damit etwaiger Verzug davor stattfindet.


    Es bleibt spannend, dranbleiben Leute...:-)


    Viele Grüße,


    Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Hallo Kollegen,


    kein Bild zur Hand, war aber trotzdem abends fleißig. Hab Montag zwei Kunststoffbolzen gedreht, die in die beiden Nadellager des Getriebedeckels satt reingehen.

    Damit ausgestattet wird mir ein Kollege auf einem KMG die Positionen zueinander messen.

    Wenn ich die Koordinaten zueinander dann habe ausgerichtet zur Dichtebene, habe ich alles, um die Koordinaten des gestorbenen Lagersitzes der Zwischenwelle im Gehäuse zu ermitteln.

    Ich muß halt einen der noch vorhanden Sitze auffangen auf der Fräsmaschine, abnullen und dann den anderen erhalten gebliebenen.

    Mit den Koordinaten und CAD kann ich dann die Koordinaten des Lagersitzes der Zwischenwelle rekonstruieren.

    Dann wäre das mal geklärt.

    Parallel dazu habe ich nahezu alle relevanten Bauteile im CAD positioniert (von Wandler über Kupplung, Aluglocke bis zur Abtriebswelle).

    Mit den Meßdaten dann wird das ganze Zeug dann richtig im Raum positioniert.

    Dann kann ich Getriebegehäuse und Deckel ebenfalls stilisieren mit den wesentlichen Geometrien.

    Dann sieht man automatisch, wo noch etwas bearbeitet werden muß und wo alles zum Liegen kommt.

    Damit wird die Konstruktion der neuen Drehteile relativ einfach, weil man ja alles direkt im CAD vor der Nase hat.

    Die Zeichnungen kann ich dann direkt ableiten, dann wird das nicht so ein Gebastel, wo garantiert irgendwas schiefläuft.

    Immerhin tauchen die ganzen Teile ja jeweils in die eine und andere Gehäusehälfte ein, da vergißt man schnell mal was.

    Hört sich jetzt vielleicht für einen außenstehenden etwas kompliziert an, aber ist nur etwas Fleiß, der sich auszahlt. Ich mach morgen abend mal ein zwei Bilder vom Bildschirm, dann dürfte man grob erkennen, wie ich das meine. Der Getriebedeckel wird bis dahin noch nicht vermessen sein, aber die Achsabstände habe ich grob rausgeschätzt und das mal so übernommen.

    Die drei Achsen hängen halt im Raum und können dann per Doppelklick an die finale Position geschoben werden. Die Bauteile ziehen dann mit und alles ist wie in der Realität.

    Ich muß also nicht warten, bis ich die Meßergebnisse habe, um vorzuarbeiten.

    Ende nächster Woche dürften dann die fehlenden Teile fertig konstruiert sein, hoffe ich mal.

    Das Zeug ist dann konventionell herstellbar und ich bin nicht mehr abhängig von der CNC-Drehbank.


    Was ich dann am Wochenende mache, werde ich dann sehen. Die Platte von der Vorrichtung ist noch nicht ausgefräst, damit ich den Getriebedeckel aufnehmen kann, vielleicht mach ich ja das. Oder verblödel mein restliches Argon mit Schweißen, damit ich die nächste Flasche holen kann. Im Prinzip ist es egal, was ich mache, habe einiges zur Auswahl, das mich weiterbringt...:-)


    Gruß Paddy.

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  • Oh Kollegen,


    hatte heute Sitzungsmarathon und absolut keine Zeit mehr. Bilder der Konstruktion folgen nächste Woche.

    Aber ich hatte zwischendurch mal die Gelegenheit, mir Gedanken auf einem Blatt Papier über die Lagerung der Eingangswelle zu machen.

    Ich tendier zu einem Nadelkäfig innerhalb des Eingangsrades. Hab schon etwas gefunden im Netz. Da bleiben dann für die Eingangswelle, auf der der schwere Wandler hockt noch 17 mm Durchmesser übrig, wenn man die Lagerhülse als Lauffläche abzieht.

    Mein Problem ist ja, daß ich neu gefertigte Welle nicht härten und schleifen werde, das wäre der Supergau bezüglich Aufwand.

    Ich muß für jede Rollenlauffläche oder Dichtlippenfläche eine Lagerhülse von einem Kulahersteller vorsehen, was mir den Durchmesser verringert. Nicht immer einfach...


    Das sollte es aber solide genug sein. Größer dimensioniert als das Original und die Scooter an der Stelle.

    Das wird robust werden. Wedi dazu zwischen Wandlerwelle und dem ersten Rad habe ich auch gefunden, langsam steht die Lagerung.

    Muß ja irgendwas berichten, wenn ich schon keine Bilder habe. Die gibt es dann Samstagabend, völlig egal, womit ich mich da dann beschäftigt haben werde...:-)


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • So Mädels,


    ich komme einfach zu nix. Aber wenigstens mal etwas Platz gemacht im Getriebe. Hab das Ganze mal auf so etwas größer als 85 mm runtergespindelt. Nachdem das Lager außen 68 hat und die Stahlhülse ja auch eine Wandstärke und einen Bund, haut das ganz gut hin so.

    Viel weiter könnte ich ohnehin nicht, sonst breche ich irgendwann durch in dem Bereich, wo die Aluglocke außen ihr Fenster hat.





    Ich war ja gestern zuhause, aber mir wurde versichert, daß die Achsabstände des Getriebedeckels am Freitag zwischendurch gemessen werden.

    Ergo sollte ich nächste Woche eine Aluplatte fertigen können mit zwei Bohrungen im Abstand der Eingangswelle und der Zwischenwelle. Im CAD habe ich derzeit die Stärke 12 mm drin, glaube ich.

    Eine Bohrung werde ich vielleicht auf so 25 ausspindeln, die andere auf den Innendurchmesser in der Aluglocke.

    Dann kann ich die Aluplatte schonmal um einen Dorn in der Bohrung der Aluglocke drehbar fixieren.

    Ergo muß ich dann die Platte nur noch an die richtige Stelle einschwenken und festschweißen.

    So mal der Plan.

    Ich habe dann mal die erste Stufe des Sekundärgetriebes im Gehäuse positioniert, damit man sich das vorstellen kann:




    Jetzt müßt ihr euch nur noch eine Aluplatte unter der Verzahnung und auf dem Glockenboden vorstellen, die wie ein Langloch aussieht und zwei Bohrungen im richtigen Achsabstand hat.

    Wenn die mal drin ist, ist die gestorbene Lagerstelle der Zwischenwelle wieder intakt, halt axial um 25-30 verschoben.

    So der Plan.

    Jetzt kuck ich den Rest von Union gegen Köln an und wenn ich dann noch Lust habe, fräse ich den dreieckigen Aluklotz, den ich außen noch einschweißen muß.


    Das große Loch in die Vorrichtung mache ich wohl mit einem Kernbohrer grob fertig. Da müßte es was im Geschäft haben. Oder hab ich sogar einen hier, ich muß mal schauen.

    Dann muß ich nicht soviel zerspanen.

    Vielleicht schneide ich mir zur Orientierung nachher noch so einen Aluplattendummy aus Karton.

    Wenn ich das mache, stell ich nochmal ein Bild ein, dann wird es auf jeden Fall klar, wie ich die Lagerstelle wieder rekonstruiere.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • So die Damen,


    Union hat gewonnen und ich mache heute nix mehr. Den Karton habe ich noch geschnitten.

    Nicht nur wegen euch, sondern auch für mich. Im CAD habe ich ja das Gehäuse nicht, deshalb ist es ganz gut zu sehen, wie die Aluplatte zur Gehäuseaußenwand zum Liegen kommt.




    Also so würde das jetzt mal passen. Als Lagerung für die Zwischenwelle habe ich mir eigentlich ein Kugellager ausgesucht, aber das ist noch offen.

    Die Lagerhülse aus Stahl im Zentrum der Aluglocke wird ja relativ groß im Durchmesser werden.

    Da muß man mal sehen, wie groß dann die Lagerhülse für die Zwischenwelle noch werden darf.

    Ich bleibe wo es geht bei Lagerhülsen aus Stahl, die ich auf der Drehbank fertig mache. Das sind die genauen Durchmesser und Einstiche für Seegerringe einfacher zu fertigen wie mit dem Ausdrehkopf auf der Fräsmaschine.

    Auf der Fräsmaschine muß ich dann nur noch Bohrungen herstellen mit einer Übergangspassung, in die ich dann die Lagerhülsen nur noch einkleben muß. Das ist wesentlich einfacher für mich.

    Ob die Methode für die Lagerung der Zwischenwelle im Getriebedeckel funktioniert, weiß ich noch nicht.

    Da muß ja die Lagerstelle wesentlich tiefer gesetzt werden. Unter Umständen muß ich da bei einer Nadelhülse direkt im Alu bleiben, kann aber eventuell den Sitz mit einer Reibahle auf der Fräsmaschine setzen. Mal sehen.


    Aber dazu muß ja erst noch die Platte ausgefräst werden, damit ich den Getriebedeckel von unten anschrauben kann.

    Ich habe das mal grob angezeichnet:



    Eigentlich brauche ich nur den "rund" eingekreisten Bereich, um den Lagersitz zu bearbeiten. Mal sehen, wie groß ich das tatsächlich mache. Es wird tief runter gehen und je größer die Platte ausgespart wird, desto besser sehe ich an den Ort des Geschehens. Das ist mir angenehmer. Schon alleine um die Späne besser absaugen zu können.

    Wie tief wirklich weiß ich ja erst, wenn im CAD alles stimmt. Dazu brauche ich ja noch die Meßdaten, um das Ganze zu finalisieren. Dann weiß ich es exakt.

    Bleibt schon noch etwas Fleißarbeit, bis sich die Zahnräder wieder in dem doch mittlerweile stark geänderten Gehäuse wieder drehen.

    Aber ich bin da zuversichtlich. Alles eins ums andere ohne Hektik, dann geht da hoffentlich auch nix schief...

    Dran bleiben, Männer...:-)


    Gruß Paddy.

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  • Hallo Kollegen,


    erstmal vielen Dank für die Rückmeldungen, freut mich, daß interessiert mitgelesen wird!


    Gerade habe ich nochmal ein paar Teile aus den Kisten geholt, die im Original in das Getriebe gehören. Ganz konkret, die Teile, die neben dem Flansch am Eingangsrad mit seiner inneren Geometrie noch zu dem Freilauf gehören.

    Der Freilauf ist eine PK Automatik-spezifische Ausstattung, über die ein moderner Scooter nicht verfügt.

    Mit dem an Bord kann man die PK anschieben, was bei einem Scooter eben nicht geht.


    Im Prinzip stört mich das nicht, wenn diese Zusatzfunktion entfällt, zunächst einmal liegt der Fokus ja auf Unabhängigkeit der kritischen Ersatzteile der PK.

    Da aber mein Kickstart entfallen ist, wäre diese Funktion zumindest mal ein kleines Backup zum Elestart.


    Ich habe in der Vergangenheit nichtmal die Hälfte von dem, was ich im Vorfeld vor jeder weiteren Festlegung und Bearbeitung so gemessen habe, erwähnt. Das hätte ohnehin niemand kapiert, wenn man nicht so tief drin steckt.

    Die axiale Position der Aluglocke ist nicht wirklich ganz so frei gewürfelt, sondern ich habe die immer im Raum schwebende Option der Wiederverwendung des PK-Getriebes anstatt eines Scootergetriebes im Kopf gehabt und bei der axialen Position die maximale Tiefe der Zwischenwelle in den Getriebedeckel berücksichtigt.

    So ergaben sich die 10 mm Luft zwischen neuer Kupplungsglocke und dem Boden der Aluglocke. Wenn ihr den ganzen Käse vor Augen hättet, wüßtet ihr sofort, was ich meine. Egal.

    Ich wußte also, daß mir der Platz sowohl im Getriebe, als auch außerhalb im Aluglockenbereich reichen würde.

    Nun zu dem Freilauf. Eigentlich wäre es einfach, ihn wieder einzubauen Nur deshalb habe ich das aingepresste Teil mit seinen 3 Öffnungen für die Klemmkörper noch nicht herausgetrennt:



    Dieser Flansch wird sich ja außerhalb des Getriebes befinden und dort muß die Kupplungsglocke, die im Vordergrund liegt, noch irgendwie angeflanscht werden.

    In den Bereich, wo die Klemmkörper zum liegen kommen, wollte ich den Wedi der inneren Welle machen, also axial platzsparend.

    Im folgenden Bild sieht man den Deckel des Freilaufs und seinen Wedi. Das baut natürlich axial auf:



    Jetzt werde ich dann mal, wenn alles final im CAD positioniert ist, kontrollieren, ob die Verwendung des Freilauf doch noch möglich ist über einen konstruktiven Kunstgriff.

    Wenn ja, werde ich ihn einbauen, wenn nein, dann bleibt es halt ohne Freilauf.

    Falsch gemacht habe ich ja bis jetzt nicht, an der axialen Position der Aluglocke gibt es ja nichts zu rütteln.

    Jetzt bin ich selber gespannt, was da rauskommt.


    Ob der DR so einfach über den Riemen anzuwerfen ist, weiß ich natürlich auch nicht. Kann auch sein, daß das nicht geht und der Riemen rutscht.

    Der Anlasser kann ihn ohne Probleme, das weiß ich aus der Ape. Die Verdichtung ist ja nicht so gewaltig und die werde ich ja auch nicht ändern.

    Der DR 133 soll ja so zahm bleiben, wie er ist.


    Aber so langsam kanalisiert sich die finale Konstruktion des ganzen Gebildes. Viel ist nicht mehr offen. Eigentlich ist die Verwendung des Freilaufs ja/nein so ziemlich das einzige, was das ganze noch etwas ändern könnte.

    Aber wer weiß...


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

  • Ich meinte eher so Fräsen oder Schweißen, Volker....:-)


    Ob ich jemals nochmal so ein Psychpathenprojekt in dem Unfang mache, eher nicht...:-). Das ist so ziemlich das Komplexeste, was ich je so an Kisten geschraubt habe, ohne Worte...


    Den ganzen Hirn- und Meßkäse mache ich immer Samstags nach dem Essen am Abend...

    Da kommen dann meist die Teile, an denen ich gerade dran bin auf die Werkbank und ich such dann im Anschluß Dinge im Netz wie Wellendichtringe und Lager oder so, die passen könnten....Skizier dann wieder rum, rechne mit Übersetzungen, etc. Voll matt...

    Oft bis übel spät...Meist ändert sich danach die Konstruktion im Detail....Schlimm... :-4


    Gegenüber Fantine habe ich es schon gesagt, Ziel ist, daß der Motor zu meinem Geburtstag im Juli läuft, da muß ich die Hirnerei einfach am Samstag dranhängen, damit ich weiter komme...Puh..

    Aber es macht noch voll Laune!


    Viele Grüße,


    Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...