Standardkomponenten für normale Smallframe in einem PK 50 XL Automatikmotor...

  • Hallo liebe Kollegen,


    da der Winter lang wird und man ohnehin zuhause bleiben soll, habe ich mir mal ein Projekt vorgenommen, das mir schon lange im Kopf rum geht.

    Meine geliebte Automatik läuft perfekt mit dem 75er Sinalco und meinem selbstgeschnitzten FHBB 22.18, aber mir macht es Sorgen, daß auf Dauer die üblichen Verschleißteile für den Motor einfach immer dünner vertreten sind und das, was es noch gibt, ja eigentlich mehr oder weniger das gleiche Alter hat wie das, was bei mir verbaut ist.

    Jetzt könnte ich auf Verdacht das Sammeln anfangen, was sicher kein Fehler ist, aber dann hast du irgendwann das doppelt, was nicht kaputt geht und das was kaputt geht, hast du nicht.


    Folgender Plan:


    Ich will einen zweiten Automatikmotor aufbauen, der bei:


    -Zylinder plus Kolben

    -Variomatik

    -Wandler plus Kupplung

    -Kurbelwelle

    -Membran

    -Vergaser


    mit handelsübliche Smallframeteilen bzw. Piaggio Massenware (Vario, Wandler, Membran) auskommt. Wer den Motor kennt, weiß, daß das ein absolut psychopathisches Unterfangen ist. Besonders, weil ich ihn 1:1 kompatibel gestalten will (nur Züge aushängen).


    Mario hat mir freundlicherweise 2 alte Motoren ohne Zylinder, eine Kurbelwelle und ein Polrad zur Verfügung gestellt.

    Zu Beginn habe ich erstmal viel gemessen und daraus mal so Ideen generiert, wie ich das umsetzen könnte.


    Soweit mal der Stand:


    -Motor gestrahlt und die interessanten Geometrien vermessen

    -Lagerdummies, damit ich eine Apekurbellwelle (Drehschieberbund abgefräst und Gehäusehälfte schon auf 88mm ausgespindelt) einsetzen kann zum Messen

    -Diverse Polräder am Start für Messerei und als Ausgangsmaterial für ein speziell angefertigtes Polrad


    Nächste Schritte sind die Aufspannvorrichtung für meine Fräsmaschine bauen, Material zum Aufschweißen alles schon da.

    Es wird wohl eine Vollwange 51 Hub werden mit 105er Pleuel, damit ich die Zylinderfläche nur 5 mm zurücksetzen muß.


    Jetzt machen wir das mal, setzen neue Überströmer, damit ich die axiale Position der ZGP festlegen kann und dann geht es weiter.


    Ich fange bewußt jetzt schon mit berichten an, damit der Interessierte mitlesen kann und sehen, ob es klappt oder nicht.

    Kann ja jederzeit sein, daß noch ein No-Go-Kriterium sich einschleicht, das ich bisher übersehen habe und das ganze Projekt kippt.

    Bis dahin gebe ich nur schrittweise Geld aus, damit das Ganze überschaubar bleibt.


    Zeithorizont praktisch egal, weil meine Wespe ja perfekt läuft. Ich habe keinen Druck.


    Viel Spaß,


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Natürlich lese ich mit 😉


    Bei 51mm Hub mußt du denke ich auf mindestens 47mm Kolbendurchmesser gehen.

    Da sonst das Pleul am Zylinderfuß keinen Platz hat.

    Langes Pleul auf jeden Fall. Vielleicht besser ein längeres als wie den Block abzufräsen.


    Nur paar Gehirngespenste 😁😉😆

  • Danke für das Interesse!


    mario: Den Block werde ich in jedem Fall absetzen müssen. Ich muß nochmal genau messen, wenn der Block auf der Maschine ist, aber bei Standard-Kurzhub ist die Dichtfläche ca. 13mm zu hoch.

    Eigentlich wollte ich tatsächlich den Motor zu Kurzhub Standard kompatibel machen, dann könnte man alles drauf setzen, auch Langhub 51 mit 97er Pleuellänge.


    Aber die 13mm sind schlicht zuviel für den Block, ergo bleibt praktisch nur 51/105 übrig, was aber immer noch eine große Auswahl an KWs bedeutet, wenn das Kurbelgehäuse auf 88 ausgespindelt ist.

    Die 8 mm Pleuellänge "benutze" ich nur, um das tiefersetzen zu minimieren.


    Als "Massenware" an Zylindern landet man dann bei den üblichen Verdächtigen.

    Da ich für meine Ape einen moderaten Drehmomentmotor gebaut habe mit dem Hauptaugenmerk auf hohem Liefergrad bei niedrigen Drehzahlen, bin ich schon gespannt, wie sich der DR da drauf macht mit einer Massenmembran von Sfera 50 bis Runner 180, nachdem er ganz unauffällig in der Ape mit dem Drehschieber so rumwerkelt...:-). Vermutlich läuft die Kiste dann eine 25 prozentige Steigung gleich schnell rauf wie runter, das wird lustig, wenn das Ding je funktioniert...:-)


    Die größte Herrausforderung wird halt der Bereich polradseitig:


    1.: wird es in jedem Fall axial etwas mehr aufbauen als Original, was bedeutet, daß ich sehr wahrscheinlich nicht die originale Riemenabdeckung fahren kann. Hauptaufgabe ist zunächst mal, diese Zunahme so klein wie möglich zu halten. Zumal der Variator einer 125er Piaggio auch etwas länger sein wird. Das wird knifflig. Aber ich muß ihn vielleicht nicht komplett auseinander fahren, da der DR Druck von unten bringt. Am Ende zählen Millimeter. Der verdrehte Zylinderfuß an der Automatik bringt an der Stelle schonmal ca. 5 mm. Das fange ich vielleicht mit dem kleineren Hub der Vario und mit dünner Wandung an dem Überströmer wieder ein.

    Baut das zu sehr auf, wäre das das erste mögliche Exit-Szenario.


    2.: wird die lösbare Verbindung der Variatoraufnahme zum selber umgestrickten Polrad-Konus, weil ich ja eine normale Smallframe-KW fahren will und ich an der Stelle abziehen können muß.

    Die muß natürlich gleichzeitig sehr präzise zentriert sein und die Last abkönnen.

    Auch das wird knifflig. Ein paar Ideen habe ich schon, aber für eine Ausdetaillierung muß erst die ZGP, die mit einer ausgeklinkten Grundplatte auch aus dem normalen Baukasten kommen soll, an Ort und Stelle sitzen. Der Überströmer an der Stelle wird sehr dünnwandig werden müssen und auch nicht zu ausladend, damit der axiale Aufbau moderat bleibt. Maximal angepaßt an den DR, nicht mehr.

    Die Kombination aus 2 und 1 ist dann das zweite mögliche Exit-Szenario.


    Wenn die Kopplung der Vario an die normale Smallframe-KW bei moderatem axialen Aufbau bis zu den beiden Schritten geklappt haben sollte, denke ich, ist der Rest zwar immer noch sehr aufwendig, aber machbar.

    Dann kommen eher Standard-Dinge wie Wellen ändern, Drehteile fertigen, etc.

    Natürlich den ganzen Scheiß im Anschluß noch verkleiden, eine Hebellage bauen, damit eine SHB angesteuert werden kann. Ansaugstutzen würde dann ein Prototypenteil wohl werden aus Alu-SLS.


    Ich hoffe, ich konnte meine bisherigen Überlegungen einigermaßen verständlich rüberbringen.


    Wie ihr seht, steckt bis jetzt schon der eine oder andere tiefere Gedanke drin und die Reihenfolge ist einigermaßen festgelegt.

    Schlimmstenfalls werden wohl ein paar hundert Euro weg sein, wenn ich nach 2. aussteigen muß, aber der Versuch ist es mir wert.

    Reiße ich Punkt 2 erfolgreich, kommt zwar noch eine Summe Geld dazu, die Erfolgsaussichten würden dann aber zunehmends besser.


    Und zuweilen neige ich zu einer gewissen Unbelehrbarkeit und einer großen Ausdauer, was Herrausforderungen angeht, die ich noch nie gesehen habe. Da kann ich sehr hartnäckig sein und auch Schleifen drehen, wenn ich noch eine Chance sehe.


    Schauen wir mal, ich freu mich drauf.


    Gruß Paddy.


    P.S.: Jetzt lösen wir erst mal das Problem hier. Ich habe zur groben Orientierung mal eine alte 112er Malossi-Fußdichtung drauf gelegt. Einen Standard-Piaggio-Membranblock muß ich noch organisieren, weil auch da aufgeschweißt werden muß...


    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


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  • Da ich vor über 20 Jahren Alu nur mit WIG geschweißt habe und selber kein WIG-Gerät besitze, dachte ich, ich probiere mal MIG aus. Hätte auch den Charme, daß ich bei dem doch teilweise recht geräumigen Volumen bequem den Zusatz das Gerät zuschieben lassen kann.

    Zusatz bestellt, eine zweite Eigentumsflasche mit Argon gekauft (wollte ich ohnehin, weil ich immer öfters auch mal VA schweißen wollte) und einfach mal an einem Druckgussteil versucht, die Einstellungen zu finden.

    Leider ging der Transport immer in die Hose, weil der 0,8er Zusatz so weich ist. Also komme ich nicht um eine Teflonseele drum herum und mal eine bestellt.


    Zwischenzeitlich kam ein anderes Paket, daß mir die Arbeit etwas erleichtern sollte und für dessen Anschaffung ich immer nur auf einen geeigenten Anlaß gewartet habe:



    Also bastel ich die Glasmaßstäbe am Samstag mal an meine alte Maho. Die neuen Bohrungen für die anderen Stehbolzen könnte man ja noch per Handrad setzen, aber den Membrankasten ohne Anzeige rauskurbeln habe ich keine Lust...

    Bißchen kaputt, an eine 65 Jahre alte Fräsmaschine sowas ranzubauen, aber so macht es mehr Spaß.


    Wenn ich mal Bilder vom Aufschweißen habe, für die ich mich nicht so schämen muß, stelle ich sie als nächstes ein. Aber vorher wird erst probiert, bevor ich an das Motorgehäuse gehe.


    Viele Grüße,


    Paddy.

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    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Hi Scharnhorst,

    das der 0,8mm Aludraht abknickt ist bekannt und normal.

    Ich würde 1,0mm Draht nehmen, dann hat sich das Problem erledigt.

  • Leider ging der Transport immer in die Hose, weil der 0,8er Zusatz so weich ist. Also komme ich nicht um eine Teflonseele drum herum und mal eine bestellt.

    Bin ja gelernter Metaller / Schlosser.

    Ziemlich sicher wird es auch mit der Teflon Seele nicht wirklich gut funktionieren... Normalerweise kommt man um ein Schlauchpaket mit zusätzlichem Antrieb im Griff nicht herum.

    Wir hatten immer probleme mit der Alu draht bestückten MIG Anlage... schlussendlich wurde es nur bei reparaturen von LKW Mulden (Kieslader etc., haben das sehr oft gemacht!) verwendet und war durchaus etwas "kleberei"... also mit WIG (wir nennen das TIG) hinten und vorne nicht zu vergleichen!

    Es soll auch Alu Elektroden geben, hab ich aber persönlich nie getestet... denke es ist das selbe rumkleben wie bei MIG mit Aludraht.

    Vespa 50 Special (CH Modell), Vespa ts 125 (CH Modell, 177 Parmakit TSV), Ape P500V (CH Modell), Moto Guzzi V7 Classic, Puch Maxi N

  • Was für ein Gerät hast du denn ?

    Normalerweise kann man mit jedem Mig Mag Gerät Alu schweißen.

    Das mit dem kleben dürfte eine Einstellungssache sein.

    Die Drahtförderrollen nur nicht zu fest spannen, da die Rollen eine V-Nut haben und den Alu Draht zerdrücken.

    Tig ist natürlich besser, aber ein ordentliches AC/DC Gerät hat auch seinen Preis.

  • Es ist ein großes, 15 Jahre altes von Metabo/Elektra Beckum. Schlauchpaket 3 m.

    Jetzt schaun wir mal und machen mal die Teflonseele mit der Messingspirale am Ende rein, bestellt ist sie. Kostet keine 20 Euro, deshalb nicht so wild.

    Ich habe den Zusatz von Hand bis vorne geschoben und die Stahlspirale hat schon sehr gebremst, obwohl ich das Schlauchpaket voll gestreckt hatte.

    Hat immer kurz funktioniert, dann hatte ich einen Knoten. Es kann nicht schlechter werden.


    Ich bin da völlig entspannt. Bis Weihnachten hätte ich gerne meine Spannvorrichtung fertig und das Schweißen sollte hinhauen. Wenn nicht MIG, dann schau ich halt nach einem WIG-Schweißgerät. Fehlt ja noch in der Sammlung...hehe...Und die Argonflasche ist ja auch schon da.


    Im Prinzip ist das eher zweitrangig, wenn ich an die ganze Bearbeitung denke, die vor mir liegt. Das wird schon.

    Und ich habe ja Zeit...Ich bruzzel erst am Gehäuse, wenn alles tut.


    Jetzt tackern wir erst mal die Digitalanzeige an die Maho...


    Ich mach mir ohnehin gerade noch einen Wickelgasgriff für die Ape komplett aus dem Vollen, der nachher komplett unter der Lenkerabdeckung verschwindet und von außen nicht sichtbar ist.

    Ich habe zum Spaß mal bei dem 18.16 gekuckt, was maximal geht. Bin bei 21.21 abgelandet, dafür reicht aber der Gasweg nicht. Im Frühjahr hätte ich den gerne ausprobiert, weil ich auch noch einen schönen Ansaugtrichter dazu gemacht habe, der ebenfalls von außen nicht sichtbar ist....


    Herrliches Hobby, so eine Garnitur auf der Ape hat keiner...


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Die alten Elektra Beckum waren eigentlich nicht schlecht.

    Mit dem 0,8 mm Aludraht wirst du aber nicht glücklich werden.


    Viel Spaß bei dem Projekt

  • Danke dir!


    Es gibt ja auch noch dickeren Zusatz und etwas steifere Legierungen wie AlSi. Das wird schon...

    Wenn ich das AlSi zum fördern kriege, geht alles durch.

    Und eine Transportrolle mit runder Nut ist auch gleich drin bzw. eine gedreht.


    Ich berichte...


    Viele Grüße,


    Paddy.

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    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Es war ein bißchen ein Scheiß, weil die alte Dame nun so gar keine wirklich geeigneten Flächen hat für Glasmaßstäbe.

    Alle ebenen Flächen sind belegt mit Endanschägen für Vorschub und so ein Scheiß.

    Deshalb war es etwas Gebastel, weil ja gewährleistet sein muß, daß die Stäbe exakt in Achsrichtung mitfahren, sonst geht das nicht gut.


    Naja, jetzt ist es fertig:



    Aufgeräumt wird morgen, es sieht aus wie Sau. Überall Späne und Werkzeug, aber egal.


    Jetzt kann ich den Hydraulikschraubstock und danach den Schwenktisch abnehmen.

    Das Motorgehäuse habe ich soweit vermessen und festgelegt, wo und wie ich in schnappe und ausrichte.


    Wenn der Schwenktisch weg ist, kann ich dann festlegen, wie groß die Platte der Spannvorrichtung wird und wo die Schraublöcher positioniert sind. Den Tisch hatte ich noch nie runter, bin mal gespannt, wie fest der sitzt...

    Die Verfahrwege der Maho sind ganz OK, ich bin da nicht eingeschränkt. Wichtig ist, daß sie Vorschub auch in Z hat wegen der ganzen Ausspindelei. Der Sitz für den Zylinder muß ja größer werden.

    Auf der Limaseite werde ich wohl den Sitz der Standardlima auch entsprechend mit dem Ausdrehkopf richten müssen, nachdem Material dazu gekommen ist und der Limaseitige Lagersitz wird ja eventuell auch anders. Je nachdem, für welches Nadellager ich mich entscheide.

    Und der Anlassersitz wird sich auch um ein paar Millimeter verschieben.


    Jetzt erst mal die Aufspannplatte, dann sehen wir weiter.


    Meine Teflonseele für mein Schlauchpaket ist auch gekommen, aber ich blieb an der Fräsmaschine dran. Das war jetzt wichtig wegen der Vorrichtung.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Ach,


    da fällt mir gerade noch was ein. Ich habe mal vor geraumer Zeit durch Zufall irgendwo einen Beitrag in einem anderen Forum gefunden (ich glaube, es war GSF).

    Da hatte einer die ambitionierte Idee, einen Polini 130 auf einen 125er Automatikmotor zu adaptieren.

    Lustig, weil ich ja schon seit längerer Zeit unabhängig davon über mein Projekt nachdenke.

    Der nahm sich seinen Motor auf die Fräsmaschine, hat vorher großzügig aufgeschweißt und hat dann darauf rumgehobelt im Zylinder- und Mebranbereich.

    Alles etwas bei den ganzen Tuningorgien der normalen Smallframe abgekuckt. Überströmer ausgebildet wie nicht gescheit, den Polini auch entsprechend ausgeräumt. Membrankasten von irgendeinem Motorrad adaptiert.

    Bevor ich überhaupt zu Ende gelesen habe, dachte ich mir nur, bin mal gespannt, wie er den zusätzlichen axialen Aufbau in Richtung Polrad kompensieren will, weil er mit keiner Silbe davon geschrieben hat.

    Die 125er Automatik hat wohl am Fuß den gleichen Durchmesser wie ein Polini, deshalb konnte er den Überstand vom Schweißen irgendwie mit dem Dremel oder so recht landwirtschaftlich wegräumen.

    Ausgespindelt hat er nicht den Bildern nach.

    Irgendwann, nachdem die Überströmer so groß wie die hier im Forum bekannten Langhubtuningkanäle waren und eine Membran in der Größe eines Vogelhauses drauf passte, reißt der Beitrag ab.


    Ich vermute stark, daß er etwas zu kurz gedacht hatte und es einen Grund gibt, warum die Überströmer bei der Automatik etwas verdreht sind. Und daß, selbst wenn man nicht das ambitionierte Ziel hat, eine normale ZGP aus der Ape oder der Schalt-PK zu verbauen, die Ori-ZGP und das Polrad einfach nicht mehr passen. Viel Platz axial ist da nämlich nicht.

    Er wird einfach gemerkt haben, daß es nicht einfach genügt, etwas aufzuschweißen und darauf rumzuhobeln und es dann einfach vorbei war. Der Rest von seinem Teilen (die vermutlich der Einfachheit halber die normalen Komponenten der PK 125 Automatik waren), den er einfach gleich lassen wollte, kommt nichtmal mit einem normalen Smallframe Zylinder axial zurecht, geschweige den mit einem ausgeräumten Langhub-Polini 130...


    Da war wohl eine der seltenen 125er Automatik dann Schrott.


    Was ich damit sagen will, auch wenn der Motor der Automatik (sofern man ihn mal näher betrachtet hat) etwas seltsam unnötig kompliziert wirkt, die Ingenieure damals betraten Neuland mit der Automatik und hatten als Umgebung eine klassische Vespa. Da wurden viele Kompromisse gemacht, daß das trotzdem paßt und deshalb sind die Unterschiede so groß.


    Als ich den Motor Anfang letztes Jahr draussen hatte, um den Sinalco drauf zu machen und sonst so nach dem Rechten zu sehen, reifte der Gedanke an das Projekt. Schon damals habe ich die Unterschiede sehr genau registriert und habe schnell gemerkt, daß der axiale Längenzuwachs in Polradrichtung das größte Problem werden wird.

    Aktuell liegt bei mir im Stall (meine zweites Wohnzimmer auf dem letzten Bild ist ein ehemaliger Stall und nun meine Metallwerkstatt mit allen Annehmlichkeiten, die man so braucht) ein Ape-Motor, den mir ein lieber Forumskollege leihweise geschickt hat, bevor ich mit dem Projekt gestartet habe.

    Der dient nur dazu, ständig die maßlichen Abweichungen zu ermitteln, um damit unter anderem in der Wespe gegenmessen zu können.


    Was ich eigentlich damit sagen will, ich bin mir sehr bewußt, daß die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, daß das Ganze nicht klappt, weil axial der Platz sehr sehr knapp ist, aber ich es nur rausfinde, wenn ich damit anfange. Gemacht hat das ja noch niemand offensichtlich.

    Momentan schätze ich die Wahrscheinlichkeit auf 50:50, deshalb wäge ich auch jede Investition entsprechend ab.


    Falls jemand noch ein abgesägtes Karossen-Hinterteil einer 50er Automatik hat, soll er sich melden. Das würde noch in meiner Wunschliste fehlen, um die Einbausituation ständig auch im Hinblick der Peripherie zu prüfen. Der DR und die aus einer normalen PK 125 umgearbeiteten Zylinderhaube sind noch eine Unbekannte. Platz für einen Langhub sollte ja da sein, aber ich habe keine Zylinderhaube der großen Automatik zum Abgleich. Die sind ja selten...


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Hauben habe ich nur noch neue da.

    Die kann ich dir nicht so günstig anbieten.


    Sonst schaust mal beim Adelmund ob der was hat.


    Ich könnte mir eine Lösung vorstellen wenn es nicht so richtig klappen will.

    Einen 125ger TPH Block besorgen und das Kurbelgehäuse mit Anlasser abtrennen und verkehrt herum an dem Block anscheißen.

    Für die Lima ist ja links genug Platz und der Auspuff geht so auch nach hinten weg.

  • Das warst du mit dem 125er Block, Mario?


    Wie wolltest du limaseitig weitermachen? Aus dem Beitrag ging das nicht hervor, wenn ich nicht irre.

    Es ist aber auch schon eine ganze Weile her, als ich den gelesen habe...


    Aber dann weißt du ja sicherlich, ob der Polini da reinpaßt, ohne anzustoßen.

    Von den Aussenabmaßen her ist der ja mit dem DR vergleichbar und ich setze ja noch 5 mm runter.


    Wenn ich tatsächlich bis zum Einbau der Standard-Vario komme und das hinhaut, komme ich auf eine neue Haube zurück. Das ist ja erst gegen Ende der Fall und wenn ich soweit komme, schrecke ich auch nicht vor solchen Investitionen zurück.


    Bis dato bleibe ich mal bei dem Ansatz "Smallframe-Teile". Wenn es dann nicht klappt, verfolge ich dann mal eine Alternative, wie du sie beschrieben hast.


    So, wenn meine Herzallerliebste jetzt nicht etwas anderes für mich vorgesehen hat, versuche ich mal den Schwenktisch der Maho abzunehmen und setze mich ans CAD für die Spannvorrichtung.

    Mir schweben zwei fest integrierte Positionen vor, einmal Zylinder, einmal Membran.

    So daß die Spannplatte nur einmal ausgerichtet werden muß und der Block beliebig oft dran und weggemacht werden kann, bis es fertig ist.

    Mal sehen.


    Die Teflonseele ist auch drin im Schlauchpaket.


    Viele Grüße,


    Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...


    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Nein Nein.

    Ist glaube hier als Marco/Hamburg angemeldet.

    Bei dem anderen Forum glaube auch.


    Habe da noch nichts weiter ausprobiert.

    Nur mal einen KR51/1 Zylinder passend gemacht.

    Das geht relativ schnell.