V50 Kupplung trennt nicht

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu im Forum und habe bei meiner Vespa V50 (Baujahr 1976) ein Problem mit der Kupplung.


    Die V50 lief problemlos bis ich den Motor vom Rahmen abgebaut habe, um mal einige oberflächliche Reinigungen durchzuführen. Nach dem Wiedereinbau habe ich noch das Öl gewechselt (neues Öl: BGM Pro Street Vespa Getriebeöl https://www.scooter-center.com…30-api-gl-3-250ml-bgm2025).

    Eine erste Probefahrt (ca. 30min) konnte ich noch machen.


    Jetzt folgendes Fehlerbild:

    1. Vespa kann im Leerlauf sehr einfach angekickt werden --> Kickpedal geht nicht durch oder Ähnliches
    2. sobald ich mit betätigtem Kupplungshebel den ersten Gang einlege stirbt der Motor ab und die Vespa "hüpft" ein Stück nach vorne

    --> ich schließe daraus das die Kupplung nicht trennt



    Jetzt habe ich versucht den Kupplungszug stärker zu spannen --> kein Erfolg (bei einem Versuch konnte ich mit einer Hand nicht mal mehr den Hebel betätigen)



    Auf was muss ich sonst noch achten? Habe ich das richtige Öl verwendet?




    Vielen Dank für Eure Antworten!

    Grüße

    Notenfunker

  • Am Öl liegt es nicht.


    Deine Beschreibung, dass du den Kupplungszug stärker und am Schluss sogar so stark gespannt hast, dass du den Hebel ( am Lenker ? ) nicht mehr ziehen konntest, kann ich nur so interpretieren, dass auch die vollständige Entlastung durch Kompression der Feder bis auf Block nicht geholfen hat - und dafür finde ich keine Erklärung...

  • Du hattest ja denMotor draussen, ergo wurde der Kupplungszug beim Ausbau ausgehängt und jetzt bei Einbau wieder eingehängt. Wie bist Du da vorgegangen? Hast Du den Kupplungshebel, also das Ding, welches aus dem Kupplungsdeckel rauskommt, bis zum ersten Widerstand nach vorne gedrückt und dann den Seilzugnippel an dieser Position auf das Kupplungsseil montiert?


    Was auch öfters vorkommt, ist, dass sich der Aussenzug der Kupplung im Lenkerkopf aus dem Anschlag aushakt, also mal Lampe demontieren und nachsehen.

    Frühes vögeln stärkt den Wurm :+2

  • Danke für die ersten Antworten!


    Fantine: Ja, mit "Hebel" meinte ich den Hebel am Lenker.


    DXR85:

    1.) Genau, den Kupplungszug musste ich wieder einhängen. Dabei habe ich den Hebel am Kupplungsdeckel mit dem Daumen soweit wie möglich in Richtung Lenker gedrückt (mit voller Kraft; vorher konnte ich auch keinen Druckpunkt erkennen). An dieser Stelle habe ich gleichzeitig den Seilzug mit einer Zange noch auf Spannung gehalten und den Klemmnippel befestigt. Wenn ich mit dieser Einstellung den Hebel am Lenker betätige wird der Hebel am Kupplungsdeckel ein Stück weiter in Richtung Lenker gezogen (schätzungsweise 30°).

    2.) Wenn ich die Lampe demontiere sehe ich nur die Kunststoffummantelung des Seilzuges. diese bewegt sich beim betätigen des Hebels am Lenker nicht mit.




    Noch eine Ergänzung zum Fehlerbild bei Schieben der Vespa mit ausgeschaltetem Motor:

    Leerlauf: lässt sich ganz normal Schieben

    Gang 1 bis 3: Widerstand durch Kolbenkompression beim Schieben; unabhängig davon ob Hebel am Lenker betätigt ist oder nicht

    --> auch ein Anzeichen für mich, dass die Kupplung nicht trennt.

  • Baue mal den Kupplungsdeckel ab und inspiziere die Teile da drunter. Obwohl ich eher glaube, dass dein Wiedereinbau falsch gelaufen ist.

  • Ich würde ebenfalls den Kupplungsdeckel demontieren, die Kupplungsbetätigung am Deckel kontrollieren und den Deckel säuberlich perfekt montieren.

    Eventuell auch gleich den Zug erneuern. Die Kupplungen der kleinen sind durchaus zickig was die Einstellerei betrifft! Lieber etwas weniger straff als zu straff einstellen! Ein leichter Hupfer beim einlegen vom ersten im Stand ist mir lieber als die Rutscherei im dritten und vierten.

    Vespa 50 Special (CH Modell), Vespa ts 125 (CH Modell, 177 Parmakit TSV), Ape P500V (CH Modell), Moto Guzzi V7 Classic, Puch Maxi N

  • Zugegeben, der Betätigungsmechanismus bei der V50 ist mir nicht vertraut, aber wie soll nur durch den Ausbau und Reinigung sowie einen Ölwechsel mit korrektem Öl eine Veränderung im Motorinneren ausgelöst worden sein ?


    Der Klemmnippel unten wurde ohne Not entfernt ( Anfängerfehler ). In seiner Positionierung vermute ich weiterhin den Fehler, vor allem angesichts der Beschreibung des Vorgehens bei der Positionsfinung.


    notenfunker


    Warum hast du nicht die am Innenzug deutlich erkennbare Position für den Klemmnippel ( Quetschung ) genommen - oder hast du den Zug erneuert, ohne dass zu erwähnen ?

  • Würde nicht ausschließen, dass ich einen offensichtlichen Fehler beim Zusammenbau gemacht habe bzw. noch nicht den richtigen Hinweis gegeben habe.


    Eine erste Probefahrt (ca. 30min) konnte ich noch machen.

    Es funktionierte ja nach dem Wiedereinbau schon einmal. Als ich dann eine Woche später wieder losfahren wollte trat das Problem auf. Vielleicht war der Klemmnippel nicht fest genug und hat sich wieder verstellt.



    In seiner Positionierung vermute ich weiterhin den Fehler, vor allem angesichts der Beschreibung des Vorgehens bei der Positionsfinung

    Wie könnte man besser bei der Positionsfindung vorgehen? Konnte online keine vernünftige Anleitung bzw. Video für den Kupplungszug finden.



    Warum hast du nicht die am Innenzug deutlich erkennbare Position für den Klemmnippel ( Quetschung ) genommen - oder hast du den Zug erneuert, ohne dass zu erwähnen ?

    Das hatte ich zunächst versucht; aber nachdem ich die Probleme hatte, habe ich eben mit der Einstellerei angefangen. Einen neuen Zug habe ich nicht montiert. Habe aber bereits einen bereitliegen, da der alte durch das "straffziehen" mit der Zange ausgefranst ist.

  • Mein grundsätzlicher Gedanke war zuerst die Kupplungszüge sauber einzustellen und dann die Schaltzüge.


    Die Schaltzüge habe ich bisher nur "grob" eingestellt.


    Hat das einen Einfluss? Sollte man zuerst die Schaltzüge richtig einstellen?

  • Blindversuche:


    Hat die erfolgreiche Probefahrt vor oder nach dem Umsetzen des Tonnenhippels stattgefunden ?


    Wenn sie vorher stattgefunden hat, gibt es für mich keine denkbare Erklärung, warumm es nur durch Zeitablauf nicht mehr funktioniert haben soll.


    Wenn sie nach dem Unsetzen lag, könnte sich der Tonnennippel ( unwahrscheinlich ) oder die Zughülle verlegt haben. Leider habe ich dann weder eine Erklärung für das Umsetzen noch für eine Kupplung, die auch mit auf Block gespannter Feder nicht ternnt.