Rost-Einschätzung vor Restauration PK50S

  • Servus Zusammen,


    da ich im Zuge diverser technischer Probleme den Motor aus meiner PK50S (V5X2T) ausbauen muss, hat sich beim Umlegen leider Gevatter Rost von seiner unschönen Seite gezeigt. Meine Frage wäre jetzt - Rahmen komplett neu lackieren oder Roststellen ausbessern? Zur Einschätzung habe ich mal einige Bilder angehängt - generell ist Rost an folgenden Stellen vorhanden:


    - Trittblech unterseide im Bereich sämtlicher Bohrungen, an den Rändern sowie im Bereich des Hauptständers / nichts durch oder tiefer

    - Trittblech Oberseite punktuelle Roststellen / nichts durch oder tiefer

    - Innenseite Motor großflächig Rost, aber eher oberflächlich / nichts durch oder tiefer

    - Über den gesamten Rahmen verteilt an diversen mechanisch bedingten Lackabplatzern / beanspruchten Stellen Rostansatz


    Mir persönlich wäre Ausbessern lieber, da die Vespa noch den Originallack drauf hat. Nackt wird der Rahmen so oder so aufgrund dem Austausch aller Verschleißteile, Kabelzüge, Elektrik, etc


    Danke und einen schönen Abend

    Der Max

  • Den Dämpfer kann man einfach zerlegen. Die Schraube ab und auseinander ziehen.

    Ich würde abblätternden Gammel entfernen, rostige Stellen konservieren und untenrum z. B. Elaskon Aero 46 draufmachen.

  • Also meine sieht ganz genauso aus, und ich halte es nicht für nötig da einen großen Aufriss deshalb zu machen.

    Klar, wenn du den Roller im täglichen Einsatz hast, also auch bei nasser Fahrbahn, dann sollte man sich drum kümmern dass sich das nicht weiter ausbreitet. Aber so lange das die Ausnahme bleibt, würd ichs einfach so lassen und im Auge behalten. Ich fahr bis jetzt ganz gut damit (=hat sich bei mir in den letzten Jahren nicht groß verschlimmert).

  • Den Dämpfer kann man einfach zerlegen. Die Schraube ab und auseinander ziehen.

    Ich würde abblätternden Gammel entfernen, rostige Stellen konservieren und untenrum z. B. Elaskon Aero 46 draufmachen.

    Wie würdest Du den Rost entfernen? Chemisch? Und wie die Stellen konservieren?

    Also meine sieht ganz genauso aus, und ich halte es nicht für nötig da einen großen Aufriss deshalb zu machen.

    Klar, wenn du den Roller im täglichen Einsatz hast, also auch bei nasser Fahrbahn, dann sollte man sich drum kümmern dass sich das nicht weiter ausbreitet. Aber so lange das die Ausnahme bleibt, würd ichs einfach so lassen und im Auge behalten. Ich fahr bis jetzt ganz gut damit (=hat sich bei mir in den letzten Jahren nicht groß verschlimmert).

    Ich hatte die Vespa die letzten Jahre täglich im Einsatz, auch bei Regenwetter und bei "Rest-Salz" auf der Straße. Im Moment sind es eher Schönwetter-Fahrten am Wochenende.

    Aber da jetzt eh eine Motorrevision und ein Austausch der Verschleißteile ansteht, würde ich den Rahmen gleich mitmachen, weil es sich anbietet. Aber gut zu wissen, dass das nicht sooo tragisch ist :-)

  • Wenn du ne beheizbare Werkstatt/Garage hast würde ich das Lacken auf den Winter verschieben

    Wenn man ehrlich ist: Im Winter fahren ist nur cool wenn man im Sommer von erzählt!!!!!!!

  • Meine PK 130 S (o.K vorher 50 S) hat unten am Trittbrett im Ständerbereich und im Innenkotflügelbereich das Gleiche Bild. also ausbessern. Ich habe mir da nicht viel Mühe gemacht (da die nicht sichtbaren Stellen bei mir auch echt nicht schlimm sind) und da teilweise dünn Fertan (Rostumwandler) draufgepinselt, einwirken lassen und dann gaaanz einfach und "russisch" Altöl draufgeschmiert. Fertig.


    Ob das deinen Ansprüchen genügen würde, weiß ich natürlich nicht. :-6

  • Das Problem ist nicht der sichtbare Rost, sondern der, der zwischen den Punktschweißnähten und im Rahmentunnel steckt. An sichtbarem Rost kann man sich auf die eine oder andere Art künstlerisch verewigen mit diversen Mittelchen und Methoden.
    Divese Oldtimerrestaurierungszeischriften haben hier Praxistests von Rostmitteln unter realistischen Bedingungen gemacht...googel hilft.
    Das sollte einen aber nicht drüber hinwegtäuschen, daß trotz Rahmenverschönerung durch Lack und Zauberpampe die Rostinfektionsherde nicht beseitigt werden und sie sukzessive nach und nach wieder hervortreten.
    Scheint aufgrund der Schilderungen aber alles so akzeptiert zu sein, ich lese nirgends dass da dauerhaft etwas restauriert werden soll.




    Dem Federbein größere Aufmerksamkeit zu schenken (so wie es sich auf den Bildern präsentiert), halte ich für Zeitverschwendung. Ein neues verschönert die Strassenlage und verkürzt den Bremsweg. Falls man meint, doch dran herumfuddeln zu müssen (Federbeine sind Verschleißteile), würde ich erst prüfen, ob der Dämpfer noch in Ordnung ist. Wenn man das verrostete Federbein zerlegt bekommt, kann man den Dämpfer durch zusammendrücken und auseinanderziehen testen. Der Dämpfer...

    ... muß ohne Ölspuren sein,

    ... muß gleichmäßig mit konstantem Kraftaufwand über den gesamten Dämpfungsweg aus- und einfahrbar sein,

    ... darf nicht ruckartig nachgeben,

    ... darf keine sprotzenden Geräusche von sich geben,

    -> dann hätte er in allen Fällen Luft gezogen, (z.B.) durch defekte Dichtringe und wäre somit reif für die Tonne.

    Ansonsten: Wenn eine Scheibe zerbrochen ist, poliert man nicht mehr die Scherben.

    Nebel zieht in dichten Schwaden übers Moor von Forest Hill.
    Grün gespenstisch glänzt ein Irrlicht. Es ist Nacht in Baskerville.
    Cindy und Bert, 1970

    4 Mal editiert, zuletzt von jack o'neill ()

  • Wenn du ne beheizbare Werkstatt/Garage hast würde ich das Lacken auf den Winter verschieben

    Leider nein, zudem ist aktuell wie bereits erwähnt eh Motor, etc draußen und der Rahmen aufm Montage-Bock. Daher wird das jetzt gemacht :-)


    Meine PK 130 S (o.K vorher 50 S) hat unten am Trittbrett im Ständerbereich und im Innenkotflügelbereich das Gleiche Bild. also ausbessern. Ich habe mir da nicht viel Mühe gemacht (da die nicht sichtbaren Stellen bei mir auch echt nicht schlimm sind) und da teilweise dünn Fertan (Rostumwandler) draufgepinselt, einwirken lassen und dann gaaanz einfach und "russisch" Altöl draufgeschmiert. Fertig.


    Ob das deinen Ansprüchen genügen würde, weiß ich natürlich nicht. :-6

    Ja, da es sich hier zu 95% um nicht sichtbare Stellen handelt, werde ich dort ähnlich verfahren. Habe schon überlegt, im Motorbereich auf der Innenseite aufgrund der hohen Belastung Unterbodenschutz aufzutragen. Oder spricht hier etwas dagegen?

    Danke bzgl. dem Tipp Rahmentunnel - ein Bekannter hat eine Endoskop-Kamera, dann werde ich mir auch das mal ansehen.

    Der Dämpfer wird ausgetauscht, der Aufwand ist mir hier zu hoch und der Mehrwert eines neuen ist mir die Investition dann schon Wert :-)

  • Dann mach. Hab mir aus Spaß vorhin mal ne Dose mattschwarz in nem Sonderpostenladen gekauft und am Schlachtrahmen ausprobiert. Mattschwarz ist ja echt für dumme gemacht. Da muss wohl die Alltagsschlampe jetzt mal herhalten!lmao

    Wenn man ehrlich ist: Im Winter fahren ist nur cool wenn man im Sommer von erzählt!!!!!!!

  • Von Unterbodenschutz an der Vespa halte ich gar nichts. Wie oben schon gesagt wurde, sieht man darunter liegenden und sich bildenden Gammel nicht, und wenn, dann ist´s meist zu spät und durch.


    Hatte bei meinen restaurierten Kisten einfach transparentes Steinschlag-Schutzwachs genommen. Reicht meines Erachtens.

  • Ich würde das ordentlich machen und die eigentlichen Rostherde beseitigen und schließe mich jack o'neill an.


    Das ist eine Woche gründliche Arbeit mit der Drahtbürste am Akkuschrauber oder eben Sandstrahlen lassen, habe ich gerade selbst hinter mir. Und meine sah noch deutlich besser aus. In den Falzen blüht es aber trotzdem unter dem Lack. Wenn Du eh den Motor draußen hast, ist das schnell geschehen.


    Beste Grüße

  • Danke für die vielen weiteren Tipps. Ich werde das Ganze mit Hochdruck, Drahtbürste und Fertan bearbeiten und danach den klassischen Lackaufbau mit Grundierung + Originallack machen. Zum Schluss das transparente Wachs drauf & gut is :-)

    Ich würde das ordentlich machen und die eigentlichen Rostherde beseitigen und schließe mich jack o'neill an.


    Das ist eine Woche gründliche Arbeit mit der Drahtbürste am Akkuschrauber oder eben Sandstrahlen lassen, habe ich gerade selbst hinter mir. Und meine sah noch deutlich besser aus. In den Falzen blüht es aber trotzdem unter dem Lack. Wenn Du eh den Motor draußen hast, ist das schnell geschehen.


    Beste Grüße

    Wie machst Du die Falzen bzw die Stellen an den Schweißpunkten wie erreicht man den Rost dort? Mit Fertan oder Owatrol?

  • Also der Tunnel schaut innen wie neu aus, 1-2 kleine Stellen mit leichter oberflächlicher Rostbildung aber sonst 1a.


    Allerdings hat das Putzen heute einiges unschönes freigelegt. Definitiv KEIN Originallack, Spachtel/Silikon tonnenweise in den Fugen und ein komplett angerosteter Motorraum. Dazu rost unter allen Trittleisten.


    Meinungen? Sandstrahlen? Alles raus und komplett neu lackieren? Oder einen Liter Fertan drauf?

  • Ich kenne dein Budget nicht und weiß auch nicht, was du so vorhast. Aber ich würde das alles einmal neu machen incl. Sandstrahlen.

    Ja, das wird es auch definitiv werden. Bekomme es beim Buschkönig inkl. Pulvern für knapp 300,00 EUR, was ich fair finde.


    Würdet Ihr die Falze / Nähte dennoch vorab mit Fertan behandeln?

  • Bedenke aber beim Pulver, dass eventuelle Rostnarben trotz Pulver zu sehen sind. Es gibt da wohl Spachtel fürs Pulvern. Den kennen anscheinend aber nicht alle Beschichter. Zumindest die nicht die ich angerufen habe.

    Wenn man ehrlich ist: Im Winter fahren ist nur cool wenn man im Sommer von erzählt!!!!!!!

  • Bedenke aber beim Pulver, dass eventuelle Rostnarben trotz Pulver zu sehen sind. Es gibt da wohl Spachtel fürs Pulvern. Den kennen anscheinend aber nicht alle Beschichter. Zumindest die nicht die ich angerufen habe.

    Jap, das ist mit bewusst - Danke! :-) Man darf der Dame die "Kampfspuren" schon ansehen. Mir geht es primär um die Konservierung :-)