Italienreise mit der V50 - Tipps, Anregungen, Hilfe!

  • Wenn der Eröffner nix dagegen hat, zeck' ich mich hier mal mit rein.


    Ich möchte im Sommer auch eine größere Tour starten.... Von Neuss im Rheinland zum südlichsten Zipfel des Gardasees. mit drei "fuffis". Wir wollen um die zwei Wochen (vielleicht etwas länger) unterwegs zu sein.
    grob geplant ist am Rhein entlang, an der Grenze entlang bis Innsbruck und über den Brenner... mal sehen, wie das realisierbar ist.


    Wenn der Zeitraum stimmt (Mitte bis Ende Juli), können wir doch bestimmt ein paar Meter gemeinsam fahren.



    btw. wie sieht es generell mit wildem Campen aus? Schweiz, Österreich, Italien? Mit/ ohne Zelt.

    geh erstmal pissen, du schmeckst ja nach gar nix!


    Tourtagebuch: Drei Reisende in Blech
    Mit der Vespa quer über die Alpen
    Sommer 2013, 2 Wochen, 3 Roller, 7 Länder, 3000 km

    Einmal editiert, zuletzt von vespacruiser81 ()

  • Servus,
    natürlich kein Problem!


    Wie habt ihrs denn geplant? Wollt ihr mit 50ccm fahren oder auch ein wenig aufrüsten?
    ..und natürlich ist in einer Gruppe fahren immer schöner als nur zu zweit! Sind da voll dabei!
    Wir nehmen auf jeden Fall ein Zelt mit und suchen uns dann entweder Plätze in der Wildniss, Campingplätze oder im schlimmsten Fall billige Hotels/ Motels!


    Wie siehts bei euch aus?

  • Wir werden die originalen Sitzbänke zu Hause lassen und sie durch neue, gut gepolsterte Sitzbänke eintauschen, so dass unsere Hintern die lange Strecke auch mitmachen!


    Macht es Sinn auf längeren Touren einen Einzelsitz zu verbauen? Oder ist das eher kontraproduktiv weil man die Sitzposition kaum verändern kann?


    :?:

  • Sitzbank ist so ziemlich egal was, die ersten Tage tut dir nur dein Rücken weh, da vergisst du den Arsch.

    Gruß Luk


    Nicht alles was zwei Backen hat ist eine Vespa.

  • hatte auch keine schmerzen am hintern. Mein rücken hat mich dafür teilweise umgebracht. :whistling:


    den v50 monositz würde ich trotzdem nicht fahren wollen wenns ans touren geht.

    Ansprechpartner für Ersatz- und Tuningteile:

    Weitere Produkte auf Anfrage.

  • ..so, die Sonne scheint. Hier mal ein paar Impressionen des letztjährigen RADUNO des Vespaclubs Sarzana.


    Raduni Vespa Sarzana 2012


    Liste der Treffen der italienischen Vespaclubs findest du hier:


    Vespatreffen Italien 2013


    Da findet man Anschluß, Hilfe und kann mal das italienische Clubflair erleben. Ausfahrt findet auch nicht unbedingt mit "Persönlicher Schutzausrüstung" statt.

  • Hi, wir hatten auch kurz über Schwingsättel nachgedacht aber haben das auch nicht wirklich in Betracht gezogen!


    Macht es eigentlich prinzipiell Sinn auf 4-Gang umzubauen um dadurch auf geringerer Drehzahl zu fahren oder spielt das eigentlich keine Rolle?
    Wir hatten uns gestern auch noch einmal über die Sache Tuning unterhalten, nachdem der User speedguru von 26 Kontrollen bei einer Reise gesprochen hat!
    Wir werden natürlich anständige Helme haben und auch wie schon beschrieben durchgehend unsere 50km/h fahren! In Deutschland bin ich zwar schon einmal in eine Polizeikontrolle geraten aber die haben nie meine Geschwindigkeit gecheckt! Kann daher also nicht einschätzen wie das in Italien sein wird! Für mich persönlich nicht ganz so schlimm, da ich einen Motorradführerschein habe aber mein Kumpel eben nicht! Ich hatte auch daran gedacht meine Vespa mit großem Nummernschild zuzulassen aber das wäre noch auffälliger, wir beide dann unterschiedlich große Nummernschilder hätten aber trotzdem eine Tour zusammen fahren würden!
    Daher nochmal die Frage an euch - wie schätzt ihr Polizei- und vor allem auch Geschwindigkeitskontrollen in Italien ein? Natürlich kann man so eine Frage nie mit Gewissheit beantworten aber so ein paar feedbacks von früheren Touren wäre schön! Wie gesagt wir werden uns penibel an die 50km/h halten und den Motor auch optisch original lassen (Auspuff, Zylinderhutze, etc.)!


    Ansonsten habe ich heute meinen Heckgepäckträger gefunden :)!


    aarwespe: wir werden wahrscheinlich ein Navi verwenden, da wir eigentlich keine Lust haben alle 20km anzuhalten um auf dem Handy oder der Karte nach dem Weg zu schauen! Müssen uns dafür noch eine Haltevorrichtung bauen, die wir dann unten Lenker verschrauben werden!


    Sind 180 euro für einen Pk50 Motor, der noch überholt werden muss, angemessen?
    Vielen Dank Leute :)

    2 Mal editiert, zuletzt von Arni ()

  • Zum Thema Navi:


    Wir haben auf Tour meistens kein`s dabei. Bis das Ding rausgekruschtelt ist und eingeschaltet Dauert immer ewig. Batterie kannste auch vergessen es sei den du kauf ein sau teures Biker Modell. Wir haben immer altmodische Landkarten dabei, die funktionieren auch bei Dunkelheit und ohne Strom. Für die jeweilige Tagesetappe schreib ich mir immer die Ortschaften / Abfahrten / Kreuzungen auf einen kleinen Pappstreifen und stecke den in die Tasche. Dann reicht ein kurzer Stop oder 2-3 Runden im Kreisverkehr um die richtige Ausfahrt zu finden.


    Zur Strecke:
    Ich würde eher über den San Bernadino / Splügen fahren. Von der Strecke her viel reizvoller als St. Gothardpass. Nach dem Splügen lässt die Abfahrt auf italienischer Seite für die kleinen Reifen leider etwas zu wünschen übrig, aber wer langsamer fährt sieht mehr!

  • roadbook mit abbiegepunkten, ortschaften und groben kilometerangaben sind auf jeden Fall notwendig; genau wie der gute alte Falk-plan.


    vor allem weil das navi öfter mal den eigenen kopf durchsetzt und man sich auf einer kraftfahrstr. wiederfindet.
    trotzdem werde ich auf unserer fahrt zusätzlich streckenweise mit dem handy navigieren, sollte es notwendig werden. gibt tolle apps, die man auch offline verwenden kann (z.B. navigon oder der mapfaktor navigator). Als halterung dient eine Silikonhülle mit aufgeklebten Klett-pads und den passenden Gegenstücken auf dem Handschuhfach. für die Versorgung unterwegs habe ich eine gepolsterte mopedbatterie mit USB- Anschluss, die ins Handschuhfach passt. damit (und mit einem weiteren, handlicherem mobilen akku) kann ich das handy (oder die aktivboxen :-D) bis zu viermal wieder aufladen. beim campingplatz über nacht ans netz gehangen kommt man so durch den urlaub.
    will mal sehen, ob ich die Strecke, die wir fahren mit dem GPS- tracker auf die Art komplett aufzeichnen kann.


    gibt es eine empfehlung zu rucksäcken? oder lautet die empfehlung KEINE rucksäcke?

    geh erstmal pissen, du schmeckst ja nach gar nix!


    Tourtagebuch: Drei Reisende in Blech
    Mit der Vespa quer über die Alpen
    Sommer 2013, 2 Wochen, 3 Roller, 7 Länder, 3000 km

  • Auf Grund der Bequemlichkeit auf jeden Fall: KEEEEIIINEN Rucksack.


    Geht bei mir gar nicht, egal was Zuhause bleibt, aber kein Rucksack!

  • bin letzten sommer ein wochenende zu nem festival gefahren und haben wegen auto-schrott alles auf der vespa mitgenommen. hatte nen riesen seesack (100l- fassungsvermögen) auf dem rücken; es war zwar nicht wirklich unangenehm aber wir hatten auch nur um die 130km zu meistern.
    bei 1000km und alpenpässen ist das bestimmt was völlig anderes. :D

    geh erstmal pissen, du schmeckst ja nach gar nix!


    Tourtagebuch: Drei Reisende in Blech
    Mit der Vespa quer über die Alpen
    Sommer 2013, 2 Wochen, 3 Roller, 7 Länder, 3000 km

  • Ich kann die Tourenliste ausm GSF-Wiki empfehlen. Hatten wir bei unserer Fuffi-Tour nach Kroatien dabei. Ein Motor, der schon 200km ohne Probleme läuft, wird auf der Tour keinen Stress machen, deswegen vorher ausgiebig einfahren (v.a. wichtig damit Schäden an Lagern, Zylinder, Kurbelwelle auffallen). Ich hatte noch Kupplungsbeläge dabei und nen Dichtsatz sowie nen Satz Bremsbeläge. Gebraucht haben wir nichts davon.


    Noch ein Tipp: Fahrt eher mittelgroße Straßen und macht dafür längere Pausen. Wir hatten versucht, kleine, wenig befahrene Straßen zu nehmen, haben uns verfahren und haben so eine 300km/11h Etappe durch Norditalien gemacht mit wenig Pausen. War nicht so gut.

    Standing by for coordinates

  • Auf Grund der Bequemlichkeit auf jeden Fall: KEEEEIIINEN Rucksack.


    Da trennen sich wohl wieder die Geister, ich könnte nie ohne meinen Rucksack eine längere Strecke fahren.
    Der hält meinen Rücken gerade und entspannt, man kann sich dann auch mal nach hinten lehnen und ihn als Lehne benutzen.
    Gleichzeitig ist er mein Protektor, da meist nur meine Jacke und anderes Regenzeug sowie alles was ich unterwegs brauche da drin ist.
    Das ist aber auch ein Rucksack mit Rückenschiene und guten Hüftgurt.
    Je schwerer der Rucksack, desto unangenehmer wirds.


    Kontrolle? Naja, ich wurde dort noch nie kontrolliert, ich habe mir einen Spaß daraus gemacht und im Ausland Einwohner gefragt, was sie denken, was das für ein Nummernschild sei (Versicherungskennzeichen Deutsch) da ist keiner drauf gekommen, am wenigsten die Schweizer, die haben so viele Abstufungen, dass sie selbst kaum mehr durchblicken.
    Ich denke ihr seid sicher mit dem kleinen Kennzeichen, da Leute kaum wissen was die bei sich bedeuten, geschweige denn deutsche.
    Viele bei uns denken ja auch das gilt generell bis 65 wegen dem Ostzeugs.


    1000km deutschland-schweiz-(italien)-österreich und zurück -fragen-
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    das gps hielt ewig vom akku her, ich habe alle paar tage die 2 aa akkus getauscht.

    Gruß Luk


    Nicht alles was zwei Backen hat ist eine Vespa.

    Einmal editiert, zuletzt von lukk ()

  • Zum Thema 4 Gang Umbau: spar Dir die Mühe, der 4. Gang entspricht von der Verzahnung her dem dritten Gang, also nix gewonnen! :)


    Der Zweite des 3-Gang Getriebes liegt Übersetzungstechnisch zwischen dem 2. und dem 3. vom 4-Gang Getriebe. Der jeweils letzte Gang ist gleich.

    Greetz Ben

  • ich würde dir vorher noch empfehlen, sollte deine motorrevision und oder zylinder neu sein, fahr ne längere tagesetappe und simulier die fahrt über die alpen. pack dir den roller voll, rucksack um, und fahr dauervollgas ne gerade strecke, dann dauervollgas im 2. gang ne steigung hoch, dauervollgas im 1. ne steigung hoch und das n paar mal. am besten bei regen! :)


    dann hast du die übelsten umstände simuliert, wenn hier nix passiert, passiert in takatukaland auch nichts.


    zum thema tuning: ich würde nie nie nie wieder auf ner originalen fuffi ne "bergtour" machen wollen. bin mit n paar freunden auf ner fuffi durch die fränkische schweiz gefahren (zu zweit auf nem DR 75) auf ner spezial, rest ori, also 4,6er oriüberstzung) das war ein harter krampf. mit 15 km/h im ersten den berg rauf schleichen kann über weite strecken sehr anstrengend werden.


    die verantwortung liegt bei euch.


    berge: stellt eure scheiß vorderbremsen richtig ein. der hebelweg darf nicht zu lang werden.


    bergab: motorbremse nutzen! achtung: zweitakter! immer wieder zwischengas geben und choke ziehen, sonst kann es auf grund von mangelschmierung zu klemmern kommen.

  • Alles klar! Vielen Dank für die Antwort zum Umrüsten auf 4- Gang! Werden den Umbau dementsprechend nicht durchführen und bei 3- Gang bleiben!


    @Chup: Wir werden dein Ratschlag auf jeden Fall berücksichtigen! Gerade eine Tagestour unter härtesten Bedingungen ist schon fest eingeplant! Das Tuning werden wir wohl auch auf jeden Fall machen, damit wir nicht mit 15km/h im ersten den Berg hoch fahren müssen!


    Danke für die Einschätzung und Hilfe :)