V50 Blowback. Vorgehensweise?

  • Hallo zusammen,


    nach ein paar Umbaumaßnahmen (Pollini Banane, SIP Performance Zündung, 16/16 SBH Vergaser) an meiner V50 habe nach längeren Ausfahrten festgestellt, dass durch den Luftfilter Benzin kommt und auch der Vergaserraum unten feucht ist. Klassischer Blowback.


    Sie läuft gut und beschleunigt in allen Gängen (3-Gang) gut durch. Auch Vmax. 68 km/h finde ich okay. Trotzdem möchte ich mir in der Winterpause das Ganze mal genauer anschauen und auf Ursachenforschung gehen. Da nach den Umbaumaßnahmen die Menge an Benzin im Vergaserraum deutlich zu genommen hat.


    Nach eigener Recherche kann der Blowback ja mehrere Ursachen (Spaltmaß an der Kurbelwelle, ZZP, etc.) haben und meine Frage ist deshalb, was eurer Meinung nach die beste Vorgehensweise ist?


    Aktuelles Setup:

    - Pinasco Zylinder 75ccm oder 85ccm (muss ich noch prüfen)

    - ZZP 18 Grad, abgeblitzt

    - 16/16 SHB Vergaser HD76, ND42

    - Zündkerze Bosch W3AC (ZKB Okay)

    - Pollini Banane

    - SIP Performance Zündung 12V

  • Du meinst, ich sollte auf diese Welle umrüsten?


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    Aber dann muss ich auch von Drehschieber auf Membran wechseln. Korrekt?

  • Der Blowback kommt nicht weil der Sprit gehindert wird reinzukommen sondern weil die Vorverdichtung Richtung Vergaser abhaut.

    Bei falscher Zündung in Verbindung mit original Welle müsste die schon gravierend falsch eingestellt sein damit es da viel rausrotzt.


    Nach Behebung der Sache musst du neu bedüsen da der Blowback das Gemisch künstlich anfettet.


    Beste Grüße Mario

  • Blowback in einem gewissen Rahmen ist doch normal.

    Ich habe da "Abhilfe" geschaffen mit ein paar Lagen Küchenkrepp (Zewa) im Vergaserraum, das dann gelegentlich ausgewechselt wird

    If It Has Tits Or Wheels It WIll Give You Problems...

  • Blowback in einem gewissen Rahmen ist doch normal.

    Ich habe da "Abhilfe" geschaffen mit ein paar Lagen Küchenkrepp (Zewa) im Vergaserraum, das dann gelegentlich ausgewechselt wird

    Hatte Kumpel auch gehabt. Den ist deswegen die Kiste abgefackelt. Ist unten ein Loch im Boden damit das so raus dröppel kann

    FÜR VERDREHTE FOTOS ÜBERNEHME ICH KEINE HAFTUNG

  • Vor den Veränderungen war es für mich auch in einem normalen Verhältnis. Nur jetzt ist es wirklich so, dass der Boden im Vergaserraum jedes Mal gut feucht ist. Wenn ich sie abstelle, tropft das gesammelte Benzin durch die Öffnungen auf den Boden.


    Vergaser, Benzinschlauch etc. ist dicht. Wenn ich alles trocken gemacht habe, läuft nix weiter nach.

    ZZP ist abgeblitzt auf 18 Grad vor OT. Sollte eigt. passen und kann ich somit ausschließen, korrekt?


    Falsche/zu große Bedüsung? HD76 und Zündkerzenbild schaut gut aus. ND42. Da hab ich ewig dran rum gemacht bis ich meiner Meinung nach das richtige Setup hatte vom Zündkerzenbild und Leistung.


    Zündkerze? Fahre eine Bosch W3AC aktuell. Was im Vergleich eine sehr kalte Zündkerze darstellt. Aber die W4AC war bei der Abstimmung des Vergasers zu heiß und im Bild weiß/grau.

  • Egal hat schon das Wichtigste gesagt: Du hast noch Drehschieber und Originalwelle, die noch funktionieren, aber schon Vorverdichtung in Richtung Vergaser durchlassen.


    Das wird nicht besser, wenn z.B. durch zu große Luft in der KW-Lagern Kontakt zwischen Steuerwange und Gehäuse den Einlass immer weiter "abträgt".


    Dass der größere Vergaserquerschnit ebenfalls für mehr sprayback verantwortlich ist, schließe ich nicht aus - ZZP und Kerze sicher nicht.

  • Mh, okay. Werde dann mal den Motor aushängen und im ersten Schritt mit einer Fühlerlehre die Spaltmaß zwischen Kurbelwelle und Gehäuse messen. 0,05 mm wäre das Soll, oder?

  • Genau, in der Regel sollte 0,05mm gut passen und dann eben 0,1mm nicht mehr.

    Wert sollte irgendwo dazwischen liegen.

    Vespa 50 Special (CH Modell), Vespa ts 125 (CH Modell mit Getrenntschmierung), Ape P500V (CH Modell), Moto Guzzi V7 Classic

  • Mh, okay. Werde dann mal den Motor aushängen und im ersten Schritt mit einer Fühlerlehre die Spaltmaß zwischen Kurbelwelle und Gehäuse messen. 0,05 mm wäre das Soll, oder?

    Du wirst weder durch die Zylinderöffnung nach Entfernen des Zylinders noch durch die Ansaugöffnung nach Entfernen des Ansaugstutzens vernünftige Messungen durchführen können.


    Wenn du nicht spalten willst, mach einen einfachen Test, für den du nur den Vergaser entfernen musst: Bau mit dem Mund bei geschlossenem Drehschieber Druck und Unterdruck auf - aber berücksichtige, dass auch der fabrikneuer Drehschieber nicht hundertprozentig gasdicht ist. Je langsamer er Druck und Unterdruck abbaut, desto besser.

  • Bei einer Smallframe?

    Und dann soll er unter der Sitzbank mit dem Kopf in den Ansaugstutzen pusten?

    Könnte lustig aussehen.

    Bitte Fotos machen lassen.

  • Ok, habe es jetzt so verstanden, dass Fantine vom ausgehängten Motor ausgeht, wie ChrisPage es schon vorhatte.

  • Ok, habe es jetzt so verstanden, dass Fantine vom ausgehängten Motor ausgeht, wie ChrisPage es schon vorhatte.

    Korrekt, so hatte ich das gemeint. Es gibt aber auch Schläuchemit einem Querschnitt, der auf den Ansaugstutzen past ( ich möchte nicht, dass jemand unter der Sitzbank seiner SF erstickt.

  • Meine pk hat auch seit langem diese Symptome. Ich habe auch immer ein Zewa unter den Vergaser gelegt.

    Zudem ging sie warm gerne Mal an der Ampel aus.

    Da ich jetzt eh einen größeren Zylinder einbaue und die überströmer und den Einlass bearbeite habe ich den Motor gespalten. und gleichzeitig mit ner Fühlerlehre Mal den Spalt zwischen kuwe und Einlass gemessen. Die 0,1 mm Lehre geht locker durch, die 0,15 nicht. Am Drehschiebereinlass selber konnte ich auch Feststellen, dass dieser flächig abgetragen ist. Bedeutet für mich im Klartext: Spalt zu groß.

    Messen kannst du das auch im eingebauten Zustand, dafür brauchst du nur den ansaugstutzen abzubauen und mit der Fühlerlehre in den DS zu fühlen

  • Ob man nach Entfernen des Ansaugstutzens eine aussagekräftige Messung hinbekommt, lasse ich mal offen.


    Viel interessanter ist, dass dein Motor auch mit mehr als 0,1 mm Luft zwischen Steuerwange und Gehäuse noch leidlich gelaufen ist, vom blowback und gelegentlichen Absterben im Leerlauf mal abgesehen.


    Hast du vor, auf MAS zu wechseln ?

  • Gelaufen ist der Motor tatsächlich noch einigermaßen. Solange er kalt war würde ich sogar fasst sagen gut :D


    Ich habe die letzten Tage Mal mit Uhu endfest versucht die Dichtfläche wieder herzustellen bzw aufzubauen. Bis jetzt sieht es ganz gut aus. Auf Membran wollte ich nicht umrüsten wenn es auch anders geht. Sollte der Kleber sich doch als Flop rausstellen kann ich das immernoch tun.

  • Ja, ich würde auch versuchen, den Drehschieber zu retten. In deinem Fall halte ich die sehr geringe Schichtdicke des Klebers für problematisch. Achte darauf, dass die Steuerwange der KW unter allen Umständen berührungsfrei zur Kleberschicht läuft.


    Wir haben einen Motor mit einer viel besser zu füllenden "Scharte" im langen Teil des Drehschiebers vier- oder fünfmal nur mit der KW und deren Lagern gefügt und entsprechend oft nachgearbeitet, bis keine Hemmung durch Berührung mehr zu bemerken war.