SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts
  • Es geht nicht um Traum leben oder nicht.
    Ein Auszubildender ist Auszubildender, das heißt Berufseinsteiger und auch neu in dem Unternehmen.
    Weder der Geschäftsführer, der Meister, der Altgeselle noch die anderen Azubis haben Lust sich belehren zu lassen von einem Jugendlichen, der nunmal naturgegben nur wenig fachliche Erfahrung hat und höchstens 19 Jahre Lebenserfahrung.
    Der Auszubildende soll lernen und sich in die Firma und die soziale Hierachie einordnen.
    Talent ist wichtig, Grundbildung, persönliche Reife und der Rest soll im Unternehmen gelernt werden.
    Niemand will da einen Meister sehen, schon gar keinen der keiner ist und keiner sein kann.
    So jemand fügt sich nicht unbedingt ein und stört durch seine übertriebenen Ansprüche das Umfeld.
    Ich will wirklich nicht schwarz malen, aber stellt Euch doch mal die Situation vor so im Betrieb.
    Das würde in der Realität Ärger geben.

    Alternative: sich normal einfügen und lernen, ein paar Jahre Erfahrung als Geselle machen und dann Meister. Sich auf die fachliche Entwicklung konzentrieren. Später vielleicht noch TBW machen oder studieren.

  • Naja... Wo ist hier der Fehler?

    Deine Aussage: "Im 2. Lehrjahr kam er nach vielen Diskussionen in die Classic-Abteilung. Pascal hat die Classic-Abteilung übernommen!"

    Entweder ist Pascal ein Alien mit angeborenen "KI Fähigkeiten" (Was ja auch absolut überzeugt, da dieser ja schon eine Kupplung wechseln kann und dabei Multitasking fähig, Schrauben sortiert) !?! Oder die Porsche Classic-Abteilung ist durch deine , jetzt geoutete Aussage, eine schlechte Hinterhofwerkstatt mit ahnungslosem, greißigen Personal!?!

    Sei ehrlich ;0) ! Das hat was von einer Bildzeitung...

    :-2

  • Naja... Wo ist hier der Fehler?

    nach vielen Diskussionen

    ....hier auf jeden Fall nicht!

    Nehmts mir nicht übel aber so ein Azubi ist doch auch verkehrt da.
    Es ist eben wie oft die Frage nach dem rechten Maß
    Und wenn jemand so motiviert und fähig ist, warum durchläuft er nicht einfach die Ausbildnug normal, und macht was Ansapruchsvolles in seiner Freizeit, bringt gute Leistungen im Betrieb und macht dann weiter.
    Das wäre doch ne gute Perspektive.

  • OK - also wenn's nach euch geht, sollen sich talentierte Menschen unterordnen, offensichtliche Fehler anderer, die Schaden für die Firma verursachen, verschweigen und Mitarbeiter, die tatsächliche offenbar entweder talentfrei sind oder einfach keinen Bock mehr auf ihren Job geschützt werden - verstehe ich richtig, oder? Weil das ist letztlich, was ihr da oben sagt.

    Hier ist ein Mitarbeiter, der vor Beginn der Ausbildung schon 3 Jahre Erfahrung mit Transaxle-Porsche hatte, der extrem schnell lernt und ein gutes Verständnis für Materie und Prozesse hat. Der soll dann schön brav seine Klappe halten?? Nicht euer Ernst...

    Ganz ehrlich: mir ist es auch mal ähnlich ergangen kurz nach der Ausbildung. Da sollte ich für die Fehler des Chefs gerade stehen und die auf mich nehmen. Hab gekündigt und mir einen neuen Job gesucht. Ich hab zwischendurch auch Personalverantwortung gehabt und wahrscheinlich nächstes Jahr wieder welche. Wenn ich mir aussuchen dürfte, ob ich Mitarbeiter habe, die die Klappe halten und einfach nur ihren Job machen, Fehler anderer verschweigen und mit den Achsel zucken oder solche, die Prozesse und Verhaltensweisen hinterfragen und sich engagieren, weiß ich aber genau, welche Mitarbeiter ich möchte - auch wenn die unbequemer sind.

    Lasst es, wenn ihr es nicht glauben wollt, hab ich keinen Stress mit. Mich hat Pascal's Entwicklung jedenfalls begeistert.

  • Naja... wenn alle Stricke reißen! Pascal (der Enkel von "Chuck Norris ") repariert den dann schon während er seine Zähne putzt ... top-)!

    Sag das deinem Freund :D!

  • OK - also wenn's nach euch geht, sollen sich talentierte Menschen unterordnen, offensichtliche Fehler anderer, die Schaden für die Firma verursachen, verschweigen und Mitarbeiter, die tatsächliche offenbar entweder talentfrei sind oder einfach keinen Bock mehr auf ihren Job geschützt werden - verstehe ich richtig, oder? Weil das ist letztlich, was ihr da oben sagt.

    nein, das verstehst du nicht richtig.
    Es wäre nur gut die Rangfolge einzuhalten, also dem Meister fällt auf das der Altgeselle schlecht arbeitet und der Betribsleiter kündigt ihn dann - und nicht der Azubi im zweiten Lehrjahr.
    Das ist doch eh ein absoluter Witz.

    Ist der Tacho, oder der andere, eigentlich schon in Arbeit ?

    Es dauert noch bis Ende November.
    Vorher bin ich nämlich nicht zuhause, bzw. da wo meine Werkstatt ist.
    Aber offenabr kommt ja hier auch ohne Tacho keine Langeweile auf.

  • Hier ist ein Mitarbeiter, der vor Beginn der Ausbildung schon 3 Jahre Erfahrung mit Transaxle-Porsche hatte, der extrem schnell lernt und ein gutes Verständnis für Materie und Prozesse hat. Der soll dann schön brav seine Klappe halten?? Nicht euer Ernst...

    ....das sagst du jetzt.
    Den Ärger den das u.U. heraufbeschwört würde ich aber besser nicht übersehen.

    Vielleicht sollte dieser Junge mit seinem 1,2 Abi einfach besser studieren oder ein duales Studium machen, wenn er doch so genial ist.
    Versteht mich nicht falsch, aber es gibt eben tatächlich gesellschaftliche Schichten ob man das jetzt sehen will oder nicht. Und diese grenzen sich voneinander ab.
    Es ist besser wenn man in der bleibt in die man wirklich gehlört, glaube es mir.
    Und in dem Fall ist das eher nicht die Arbeiterschicht.
    Er wird so Probleme bekommen.
    Ich denke auch nicht das die Geschichte stimmt, aber gehen wir mal davon aus es wäre so.

  • Entscheidet Euch mal, ob es um Tacho Revision oder Urban Legends geht.

    Thema 1 nähert sich doch dem erfolgreichen Ende, zu Thema 2 hab ich nen Schwager, dessen Cousine jemanden kennt, der mit dem Wolpertinger in eine Klasse ging, dessen Yucca Palme mal nach dem Genuss eines Döners plötzlichen Hautausschlag hatte, worauf die Spinne in der Bananenkiste…

    Zum Rest des Berufslebens muss ich aktuell besser die Klappe halten. Falls ein irgendwie zertifizierter Berufsberater anwesend ist, lade ich auf ein virtuelles Bier ein. Aus Gründen 😂

  • nein, das verstehst du nicht richtig.
    Es wäre nur gut die Rangfolge einzuhalten, also dem Meister fällt auf das der Altgeselle schlecht arbeitet und der Betribsleiter kündigt ihn dann - und nicht der Azubi im zweiten Lehrjahr.
    Das ist doch eh ein absoluter Witz.

    Es dauert noch bis Ende November.
    Vorher bin ich nämlich nicht zuhause, bzw. da wo meine Werkstatt ist.
    Aber offenabr kommt ja hier auch ohne Tacho keine Langeweile auf.

    Ich habe die Story stark verkürzt, weil es eigentlich nur eine Anekdote sein sollte und ich den Thread hier nicht zu sehr kapern wollte...

    Pascal hat damals erst den Gesellen auf seine Fehler aufmerksam gemacht. Er bekam daraufhin eine Zurechtweisung ähnlich Deiner Ansichten: "Du dummes Auszubildender, ich Altgeselle, Du Schnauze halten" (auch stark verkürzt und in Umgangssprache versetzt, letztlich aber: "kenne Deinen Platz und halte die Klappe").

    Nachdem der Altgeselle (wobei Alt hier nicht 60+ meint, sondern einfach länger da... er war glaube ich was um die 40) die gleichen Fehler immer und immer wieder gemacht hat, hat Pascall mit seinem für die Azubi zuständigen Meister gesprochen. Der hat dann das Gespräch mit dem Gesellen gesucht, die Fehler gingen aber weiter. Irgendwann kam halt der Chef vorbei und fragte Pascal, wie es läuft (normale Mitarbeiterpflege). Er hat ihm dann das geschildert (unter anderem neben vielen anderen Dingen), woraufhin der Chef zum Meister und beide zum Altgesellen gegangen sind. Seine Arbeiten wurden überprüft und die benannten Fehler festgestellt. Da es bereits eine mündliche Verwarnung gab, folgte eine schriftliche und - in der Folge - eine Kündigung.

    Pascal hat also seine "Rangfolge" durchaus eingehalten und aus meiner Sicht auch die richtigen Dinge getan, um Schaden von der Firma und den Kunden abzuhalten. Hier übrigens ein Auszug aus seiner Porsche-Historie, er ist inzwischen selbständig:

    Den Ort und Namen habe ich aus Datenschutzgründen rausgenommen.


    Egal - glaubt was ihr wollt, es war wie gesagt lediglich als Anekdote gemeint um aufzuzeigen, dass es auch heute noch junge Menschen gibt, die sich engagieren und schnell lernen, Technik von innen heraus verstehen, reparieren und nicht nur Teile tauschen wollen.

  • "kenne Deinen Platz und halte die Klappe").

    schonmal darüber nachgedacht das das auch in gewisser Weise seine Berechtigung hat?
    Es ist eben so im Beruf wie im Leben das Erfahrung eine Rolle spielt.
    Grade in praktischen Berufen heißt das machen. Die Erfahrung muss jeder Mensch für sich sammeln, das macht dann sein Können und seinen Wert als Arbeitskraft aus.
    Wo soll ein 19 jähriger das her nehmen bei diesen anspruchsvollen Sportwagen einen Altgesellen oder Meister mit zig Jahgen Erfahrung an den Autos und ggf. in dem Betrieb zu überholen.
    Vielleicht wurde er ja reinkaniert anders könnte ich mir das nicht erklären.

    Man kann aus der Historie auch etwas anderes hinauslesen wenn man will.
    Aber ich will nicht mit so viel negativem Input kommen und ggf. die Laune verderben.

  • schonmal darüber nachgedacht das das auch in gewisser Weise seine Berechtigung hat?
    Es ist eben so im Beruf wie im Leben das Erfahrung eine Rolle spielt.
    Grade in praktischen Berufen heißt das machen. Die Erfahrung muss jeder Mensch für sich sammeln, das macht dann sein Können und seinen Wert als Arbeitskraft aus.
    Wo soll ein 19 jähriger das her nehmen bei diesen anspruchsvollen Sportwagen einen Altgesellen oder Meister mit zig Jahgen Erfahrung an den Autos und ggf. in dem Betrieb zu überholen.
    Vielleicht wurde er ja reinkaniert anders könnte ich mir das nicht erklären.

    Man kann aus der Historie auch etwas anderes hinauslesen wenn man will.
    Aber ich will nicht mit so viel negativem Input kommen und ggf. die Laune verderben.

    Jetzt muss ich ja doch…

    Erfahrung mit Lebensalter gleich zu setzen ist für mich extrem problematisch.

    Wenn alte Säcke (ich bin einer) dabei blockieren, von jungen Leuten zu lernen (umgekehrt ist per Definition etabliert, ja, sehr sicher in manchen Bereichen aber viel zu etabliert) und diese kleinhalten, weil das allgemein und schon immer so war, dann ist das grundlegend falsch und strunzdumm.

    Ich lerne jeden Tag von den jungen Kollegen fachlich viel Zeug dazu, was zu meiner Zeit noch gar nicht Inhalt meines Jobs war, und teilweise zu meiner Zeit eher science-fiction als etwas, das in 30 Jahren der heiße Scheiß ist.

    Umgekehrt lernen die jungen Leute vor allem positiv belegte Werte, Standards, offene Fehlerkultur usw., aber niemals ein „machen wir schon immer so, bleibt so“. Ich leite an, bringe Struktur rein, hinterfrage auch kritisch, aber alles andere läuft in meinem Bereich nur in der direkten Zusammenarbeit der alten und jungen Mitarbeitenden.

    Es muss immer beide Richtungen geben, und wenn der Kerl von seinem Vater am praktischen Projekt bereits vor der Ausbildung mehr gelernt hat, als dieser eine bestimmte Altgeselle inkl seiner Berufserfahrung, dann ist auch das zu akzeptieren. Da kann man dann bei der Qualität der Ausbildung mal ansetzen und verbessern.

    Und so ein Porsche ist keine Raktentechnik. Die haben auch mal Traktoren gebaut. Zum Glück sind sie nicht auf dem Stand stehen geblieben.

    Erfahrung heißt nicht nur machen, jedenfalls nicht, wenn man immer das gleiche gleich schlecht macht. Erfahrung wird gesammelt, idealerweise lernt man dabei aus gemachten Fehlern, stellt diese ab (Lessons Learned, dann wird aus Effektivität auch noch Effizienz) und lernt kontinuierlich dazu.

  • Wo soll ein 19 jähriger das her nehmen bei diesen anspruchsvollen Sportwagen einen Altgesellen oder Meister mit zig Jahgen Erfahrung an den Autos und ggf. in dem Betrieb zu überholen.

    lmao

    Luftgekühlte 911er basieren weitestgehend auf Käfer-Technik (mit Ausnahme des 993, der schon ein moderneres Fahrwerk hatte). Transaxle-Porsche sind - mit Ausnahme des 928 - normale 4-Zylinder Reihen-Motoren. Der 924 2,0 Motor war - bis auf den Kopf - ein LKW Motor aus dem VW LT. Porsche entwickelter Kopf und Einspritzung von Bosch (K-jet Tronic) sowie leicht geänderte Steuerzeiten machten den erst zum Sportwagen-Motor. Ist aber ansonsten ein Motor aus dem Audi-Regal. Das komplexeste ist die mechanische Einspritzung. Selbst die reparieren und justieren viele Besitzer selbst. Die restliche Technik basiert im Übrigen weitestgehend auf dem Golf 1, natürlich mit leichten Modifikationen über die Jahre bis 1990.

    Glaub bitte nicht dem Mythos, der da aufgebaut wurde... Fahr mal einen alten 911er, das erdet ungemein... Die machen Spaß, aber die Technik ist alles andere als "anspruchsvoll". (Nachbar von mir hat seinen 911er G-Modell Motor in der heimischen Garage zerlegt, Teile überarbeiten lassen und wieder zusammen gebaut. Lief auf anhieb). Das einzig anspruchsvolle ist das Fahrverhalten eines bei Lastwechseln ausbrechenden Hecks...

    Wenn man zig Jahre die gleichen Fehler macht ohne dazu lernen zu wollen, auch wenn man darauf hingewiesen wird, soll man es aus Deiner Sicht also einfach dabei belassen, weil das ist ja Erfahrung? Au weja...

    Sorry - aber ich nehme auch Ideen von meinen Söhnen an oder Hinweise, wie es besser geht, auch wenn ich 30 Jahre älter bin und erheblich mehr erlebt habe als die beiden. Es ist aus meiner Sicht die Aufgabe eines jeden Azubi, seinen Ausbilder zu hinterfragen, wenn der etwas macht, was einem "seltsam" vorkommt und nicht mit dem Stoff zusammen passt, den man selbst gelernt hat. Alles andere wäre für mich das kopieren von Fehlern. Selbst bei der Bundeswehr gibt es die Möglichkeit, einen Befehl zu verweigern, wenn dieser offensichtlich falsch ist.

  • Wenn sich das Ganze so zugetragen hat; Warum sollte man jemanden, der offensichtlich mit ein wenig mehr IQ ausgestattet ist und diesen auch sinnvoll im wahren Leben und Praxis einsetzen kann, kalt stellen?? Nur weil er jünger ist, als die anderen? Jeder Betrieb, der Azubis hat, wäre um so eine Bereicherung froh!!