Drehschieber / Einlass hat Riefen

  • Hallo zusammen,


    bei der Motorüberholung hat sich leider herausgestellt dass der Einlass so starke riefen aufweist das man sie mit dem Fingernagel leicht spüren kann. Frage an die Expörts: kann ich den Motor jetzt wegschmeissen oder gibt es noch Rettung durch feinkörniges Abschleifen zum Beispiel ?


    Wahrscheinlich ist die Frage schon tausendmal gekommen, gebe auch zu bin ein Rouky oder wie das heißt und nicht rokki ;-)


    Würde mich natürlich über den ein oder anderen tip sehr freuen!


    *rokki*

  • rokki

    Hat den Titel des Themas von „Drehschieber / Einlass weißt Riefen auf“ zu „Drehschieber / Einlass hat Riefen“ geändert.
  • Wie wäre es mit rookie?

    Leicht, also wirklich nur leicht, spürbar ist nicht dramatisch.

    Abschleifen wäre ziemlich kagge, denn dann wird der Drehschieber nur richtig undicht.

  • Nicht dramatisch... Wer hat denn den Motor zerlegt? Ist dir da was reingefallen? Lager kaputt,wie sieht der Rest aus, oder schlechter Service (erstes ÖL )...?

    Weil! Wenn Rooki noch auf Spurensuche geht, ist unser V.0.-Chuck Norris als einzige in der Lage, auch die Zeit tot zuschlagen :S...

    Büschen mehr Info's bitte jubel

  • Die Riefen halte ich für nicht so schlimm.

    Hab solche Motoren ohne Probleme weiter gefahren. Es könnte aber natürlich sein, dass du etwas Blowback haben wirst, also dass Gemisch zurück in den Vergaser gedrückt wird.

    Auch das Anspringen könnte etwas schlechter werden. Wenn dem so ist, kannst immernoch auf Membranansauger umbauen.

  • Oder eine Reparatur mit 2k Kleber versuchen - das wird bei mir demnächst anstehen 8)

  • Zitat

    Frage an die Expörts: kann ich den Motor jetzt wegschmeissen oder gibt es noch Rettung durch feinkörniges Abschleifen zum Beispiel ?

    Die Frage zeigt leider, daß du die Funktion der Drehschieberfläche (oder "Vorverdichterplatte") nicht verstanden hast...und auch die Funktion eines drehschiebergesteuerten Zweitaktmotors an sich...


    Je mehr man von der Fläche entfernt, desto mehr ist der Motor im Eimer. Man repariert also nichts, wenn man dran rumschleift.

    Warum?
    Diese Fläche sorgt im Zusammenspiel mit der Drehschieberwange der Kurbelwelle für die Vorverdichtung in der Kurbelkammer, durch die das angesaugte Sprit-Luft-Gemisch über die Überstromkanäle in den Zylinder gepresst wird. Wenn die Vorverdichtung irgendwo entweicht (defekte Wellendichtringe, defekte Gehäusedichtung oder eben eine defekte Abdichtung des Drehschiebers), kann das nicht mehr richtig funktionieren,
    Resultat sind Leistungsverluste und ein übermäßiges Blowback (aka Sprayback), bei dem Sprit in übermäßiger Menge in umgekehrter Richtung in das Ansaugrohr und durch den Vergaser in den Luftfilter gerotzt wird (und dort unter dem Luftfilter als Sprit-Öl-Lache im Roller sichtbar ist).

    Abhilfe

    Man kann das so lassen...jooo...



    Oder man baut man den Motor von Zwangssteuerung (mittels Drehschieber) auf Unterdrucksteurung mittels Membranstutzen um. Dan ist ein für allemal Ruhe und alle Zweifel beseitigt.

    Das geht auf grob gesagt 3 unterschiedlich wirksame Wege:

    1. Membranumbau für arme Leute
      Man schraubt nur den Membransaugstutzen drauf und läßt das Motorgehäuse wie es ist.
      Der Motor läuft danach ungefähr so wie vorher, da die alte Kurbelwelle und die Drehschieberansaugöffnungsgröße die Wirksamkeit des Membransystems limitieren.
    2. Membranumbau Stufe 1
      Man schraubt den Membranstutzen drauf, hat aber vorher den Gehäuseeinlaß strömungsgünstig getrichtert und etwas erweitert, sodaß der Membranstutzen optimal funktioniert (Die Drehschieberdichtfläche fällt dadurch kompett weg).
    3. Membranumbau Stufe 2
      Man führt die Arbeiten durch wie in 2. genannt, verbaut aber zusätzlich eine strömungsgünstig überarbeitete Membrankurbelwelle. Macht man das richtig, ergibt sich ein besserer Anzug im unteren Drehzahl- und im Zwischengasbereich. Bei moderater Fahrweise kann der Motor hierdurch sogar sparsamer sein als vorher.
    4. Bei allen Maßnahmen sollte sichergestellt sien, daß der Zündzeitpunkt stimmt. Der Vergaser muß neu abgestimmt werden. Luftfilter kann der originale bleiben.
    5. Mit Klebern- Pampen-Spachtelmassen würde ich hier nirgends im Motorinneren arbeiten. Die haben dort im Sinne einer nachhaltigen zuverlässigen Repartur nichts verloren.
      Man sollte da bedenken, daß keine der "Mittelchen " dauerhaft beständig gegenüber aggressiven Substanzen (Benzin-Öl-Ethanolgemisch), Vibrationen und Hitze sind.

    Nebel zieht in dichten Schwaden übers Moor von Forest Hill.
    Grün gespenstisch glänzt ein Irrlicht. Es ist Nacht in Baskerville.
    Cindy und Bert, 1970

    2 Mal editiert, zuletzt von jack o'neill ()

  • Auch wenn schon viel geschrieben worden ist:


    Das nicht vergrößerbare Foto lässt keine sichere Beurteilung zu. Ich neige aber zu Volkers Auffassung, vor allem dann, wenn der Motor gelaufen ist.


    Glätten ist beste Art der Verschlimmbesserung. Die Steuerwange soll die Drehschiberfläche nicht berühren, aber mit möglichst weinig Spiel arbeiten - und wird durch jedes Glätten nicht kleiner.


    Auffüllen mit was auch immre halte ich für riskant - dafür sind die " Riefen " nicht tief genug.

  • Auffüllen mit was auch immre halte ich für riskant - dafür sind die " Riefen " nicht tief genug.


    Richtig, wenn da aufgefüllt wird, dann sollte da gut vorgearbeitet werden.

    Ich werde bei meinem Motor dann berichten ;-)

  • Hallo an Alle !


    Habe gerade noch ein Foto hochgeladen und werde wenn ich dann nachher in die "Werkstatt" gehe, noch ein paar hoffentlich aussagefähige Bilchen machen und hier hochladen.


    Herzlichen Dank für Eure Rückmeldungen!!


    beste Grüße

    Roouokki :-)