Öleinfüllstutzen in Getriebe... Zefix

  • Ich bin fix und fertig.

    Kreuzigt und steinigt mich und zeigt mit den Fingern auf mich.

    Seitdem Neuaufbau meiner italienischen 50 special, bin ich vom Pech verfolgt.

    Ich habe den Motor inkl Getriebe komplett neu aufgebaut. (102 Pinasco Al, Mazzu Welle, 3.0..etc)

    Erst hat es mir bei der Abstimmfahrt die Kupplung zerlegt (Habe ich heute gerichtet) und beim Abschluss der Reperatur rutscht mir gerade eben aus Blödheit und Hektik die 3cm Einfüllhilfe in das Getriebe. (ihr kennt ja vielleicht, das hauseigene Öl von Sip.)

    Zefix, bin kurz davor alles kurz und klein zu schlagen.

    So ein Mist ist mir in 20 Jahren 2Takt noch nie passiert.


    Habe absolut keine Lust den Motor erneut zu spalten...Ich wollte im Urlaub fahren und nicht 2x den Motor Spalten...


    Was meint ihr? Wie steht die Chance den Schlauch zu zerschreddern beim Fahren bzw einen Getriebeschaden zu verursachen?

    Bei einem Getriebeschaden, hätte ich wenigstens einen Grund nochmal den Motor zu öffnen. :-1:-1:-1

  • Die Meinungen gehen weit auseinander... Kulu-Halbmondkeile, Münzen, die Diskussion ist immer die gleiche.


    Man weiß es halt nicht, wo es landet und was es dann tut, auch wenn es weich ist und vielleicht zermahlen oder zerrissen wird.


    Wäre es mein Motor, würde ich tief durchatmen und es rausfischen, weil es sonst nicht nur im Getriebe, sondern in meinem Hinterkopf mitfährt.

  • Natürlich hast Du Recht!

    Habe auch keine große Lust auf einen Getriebeschaden, oder ein stehendes Hinterrad bei 30kmh+.

    Und wie du gesagt hast, der Gedanke fährt dann immer mit.

    Lief alles zu schön um wahr zu sein.

    Motor überholt, neuer Kabelbaum, neue Zündung... 2ter Kick und sie lief.

    Und jetzt holt mich mein Übermut ein.


    Muss das erstmal meiner Frau klarmachen, dass ich die nächsten zwei Nächte meinen Motor nochmal zerpflücke.


    Ich Wechsel vorab noch das Öl. Mit Glück versenke ich nochmal einen oder der andere kommt raus.


    Wenn das nix wird, muss ich nochmal ran.

  • Morgen kommt nochmal der Motor raus.

    Kupplungsdeckel abnehmen reicht doch wirklich erstmal aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit findest Du das Teil.

    Wenn Du aber dann fertig bist, ein Tipp: lass doch einfach das Öl bequem direkt ins Getriebe laufen. Deckel rauf, fertig.

  • Kupplungsdeckel abnehmen reicht doch wirklich erstmal aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit findest Du das Teil.

    Wenn Du aber dann fertig bist, ein Tipp: lass doch einfach das Öl bequem direkt ins Getriebe laufen. Deckel rauf, fertig.

    Noch nie gemacht, aber keine blöde Idee

  • Der Motor wurde gespaltet und der Schlauch entfernt. Er war leider über den Kupplungsdeckel nicht auffindbar.

    NOTIZ: Die Silikondichtmasse möge in der Hölle schmoren.

    70% der Zeit wurde benötigt, um fdie Dichtflächen wieder blank zu bekommen.

    Habe dieses mal auf den Schmodder verzichtet, da die Dichtfläche eigentlich I. O. Ist.

  • Respekt!


    Eine Papierdichtung war keine Option? Nur so interessehalber.

    Ich war bei der letzten Überholung der Meinung :Viel hilft viel :-4


    Ich habe von einem Bekannten jetzt nur eine Papierdichtung verbaut, welche noch mittig einen kleinen Silikonwulst hat.Die Scheint wohl von bgm zu sein und ich hoffe, dass die kein Müll ist.

    Dieses Mal natürlich ohne Dichtmasse klatschen-)

  • Ich zitiere mich mal selbst:

    Grundsätzlich gehört da eine Flächendichtung aus Dichtungspapier oder einem ähnlichen faserhaltigen Material ohne Zusatz einer Dichtmasse hin (am Zylinderfuß auch eine aus weichem Aluminium mit eingeprägte Sicke)
    Die Dichtungen mit den beidseitig aufgetragenen, dünnen, aber bereits ausgehärteten zusätzlichen Dichtstoffraupen (von BGM) sind das momentan modernste, was der Markt zu bieten hat, haben aber auch ihren Preis...


    Sinn der Übung/Funktionsweise der altmodisch anmutenden Flächendichtungen aus Papier/Fasermaterial: das Papier (bzw. dessen Fasern) saugen sich voll mit Öl oder was auch immer am Austritt gehindert werden soll) und quellen dann etwas auf.


    Auch ist die Dichtung mit 0,3-0,5 mm so dick, daß sie etwaiges "Arbeiten" der Dichtungsfuge zwischen den Teilen kompensieren kann. An so einem Motor kann es an einigen Stellen "arbeiten", weil sich die Teile ja erwärmen und sich unterschiedlich ausdehnen (...sind ja nicht aus "Adamant").


    Dichtmasse aus der Tube arbeitet GAR NICHT, da sie eigentlich eine Flüssigkeit ist und dadurch bis auf eine hunderstel mm belanglos dünne Haut aus der Dichtfuge herausgedrückt wird. (Unangenehmer Weise auch nach innen).

    Nachteil der Silikondichtmasse: Sie muß erst einen Tag lang bei Raumtemperatur aushärten, bevor sie zu dem Dichtstoff wird, den ihr Entwickler, der Chemiker, konstruiert hat.

    Die Masse ist in unausgehärtetem Zustand eine andere Substanz, sie muß erst durch Einwirkung von Luftfeuchte zu einem stabilem Feststoff reagieren...die Dauer dieses Vorgangs ist umgebungstemperaturabhängig...vorher ist sie weder chemisch beständig und schon gar nicht temperaturfest. Auch sollte sie während des Aushärtens nicht in Kontakt kommen mit Substanzen, die die Aushärtung stören bzw. verhindern (sog. Inhibitoren). Es ist also gar keine gute Idee, einen Motor damit zusammenzuklatschen, ihn gleich mit Öl zu befüllen und in Betrieb zu nehmen.
    Auch ein Punkt, an den man vllt. nicht denkt: Manche Dichtmassen sind nicht gut beständig gegenüber Ethanol, der in mehr oder weniger großen Anteilen unserem Benzin zugefügt wird. Auch wenn man es nicht wahrhaben möchte, können selbst in Normalbenzin (Nicht E-10) bis zu 5% Ethanol sein.


    Flächendichtungen

    ....sind nur einmal verwendbar, und müssen immer ersetzt werden. Haben aber Vorteile:

    • sind günstig
    • Motor kann SOFORT nach Einbau in Betrieb genommen werden
    • Man kann sie im Notfall (Notlandung Wüste Gobi o.ä.) aus Dichtpapier vor Ort selber bauen
    • Werden sie nicht ausgetauscht, bin ich entweder faul, geizig oder ahnungslos.

    Nebel zieht in dichten Schwaden übers Moor von Forest Hill.
    Grün gespenstisch glänzt ein Irrlicht. Es ist Nacht in Baskerville.
    Cindy und Bert, 1970

    2 Mal editiert, zuletzt von jack o'neill ()

  • Viel Erfolg dabei, das war die absolut richtige Entscheidung top-)


    Was ich mich aber echt immer noch frage wie du es eigentlich geschafft hast den Einfüllstutzen oder das Röhrchen im Motor zu versenken :)


    Das halte ich eig. für schwieriger als den Motor zu spalten :D

    Wir brauchen eine Handvoll Narren, seht her wohin uns die Vernünftigen gebracht haben!