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Vespa startet nur mit sehr kleinem Kerzenabstand

  • Hallo zusammen,

    ich fahre seit Jahren eine 50er Vespa (V5A1T) ohne Probleme. Nach dem Winter sprang diese immer sehr gut an. Dieses Jahr ließ sie mich auf einer Fahrt hart sitzen. Sie ging nach längerer Fahrt im Stand einfach aus und sprang danach nicht mehr an (ich durfte dann nach Hause schieben). Ein Wechsel der Kerze, des Kondensators, des Zündunterbrechers (der sah übel aus) und eine Reinigung des Vergasers brachte gar nix. Die Kerze feuerte im ausgebauten Zustand immer mit sehr gutem, starkem Zündfunken. Erst, als ich durch Zufall mal den Zündkontakt der Kerze sehr klein (ca. 0,1 bis 0,2 mm) einstellte, sprang sie spontan an und lief. Sobald ich den Abstand wieder auf 0,4 - 0,6 mm bringe, passiert nix.
    Bevor ich anfange, weiterhin sinnlos Teile zu wechseln, hat jemand eine Idee, was das sein könnte?

    Danke und Gruß,
    JFS

  • Hallo Menzinger,

    danke für die Antwort. Einen Kerzenstecker gibt es ja so nicht, es ist die Klemme, die direkt auf die Kerzen geschoben wird. An das Zündkabel habe ich auch schon gedacht. Das mit dem Erzwingen ist plausibel und könnte auf einen Kabelbruch im Zündkabel hindeuten. Ich tausche das mal. Ich bin mir nicht sicher, wie ich eine Zündspule ausschließen kann. Ich gehe davon aus, dass eine Zündspule entweder funktioniert oder nicht. Also würde ich die aktuell eher ausschließen. Was meinst Du?
    Grüße,

    JGS

  • Ich würde mir mal grundsätzlich die Zündgrundplatte ansehen und sie abbauen. Wenn der Kabelast der erste ist, dann hast Du - ob es nun Kontext gibt durch ungewollten Masseschluss oder nicht - Dein erstes ToDo. Von den Bauteilen der Zündgrundplatte ist der Kondensator in meinen Augen der erste Verdächtige.

    Davon unabhängig würde ich tatsächlich auch in neues Zündkabel und Stecker investieren. Ich kenne natürlich den Zustand Deiner V50 nicht, aber das sind die Dinge, die ich so aus der Ferne ins Auge fassen würde.

    Du kannst gerne Bilder der Zündgrundplatte und des Umfelds posten. Das steigert die Chancen, dass Dir das Schwarmwissen wertvolle Hinweise geben kann.

  • Also wenn die Zündgrundplatte und die Zündspule noch die Teile sind, mit denen die Möhre vom Band gehüpft ist, sind da wirklich einige Sachen möglich...

    Da werden Kabel porös, die Sekundärspule hat vielleicht einen Schuß oder schlechten Massekontakt, etc.

    Bilder würden helfen, ausschließen würde ich mal noch nix, wenn das noch die Originaltechnik ist nach all den Jahren...

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • So, Zündkabel neu und sowohl an der Spule, als auch am Stecker oben verlötet. Problem bleibt. Toller und starker Funken mit 0,6 mm an der Kerze, wenn ausgebaut, aber nur mit 0,2mm springt das Ding an, wenn eingebaut.
    Kompression scheint ok, keine Funken am Unterbrecher (Kondensator getauscht und ok).

    Irgend welche Ideen?

  • ok, die original innenliegenden Zündspulen sind aktuell schwer und nur für großes Geld zu bekommen. Ist das denn plausibel, dass es die Zündspule ist? Warum gibt diese einen schönen Funken, wenn die Kerze draußen ist, aber nicht, wenn die Kerze eingebaut ist. Ich kann mir da keinen Rein drauf bilden.

  • Masseproblem/Übergangswiederstand? Der Strom für den Funken kommt über das Kabel. Das Gegenstück ist ja der „Motor“ selbst. Der ganze Motor ist Masse. Wenn die scheiße ist, kommt auch kein gescheiter Funken.

    Du könntest dir selber mal eine vernünftige Masse basteln. Sprich: ein Kabel an die Kerze fummeln und das wiederum an eine saubere Masse an der ZGP anschließen. (Kann natürlich sein, dass das nicht ganz so einfach ist, ich kenne die ZGP nicht. Es geht aber im Grunde nur darum, dass du eine 100% gute Masse hast)

    Einfach gesagt:
    Der Strom will von A nach B. Wenn die Kontaktstelle schlecht ist, muss er sich da „durchquälen“. Genau das ist Übergangswiderstand/Masseproblem.

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