99% der mitlesenden hier haben erst garnicht die technischen Möglichkeiten zur verfügung. Und der Wissensstand im Maschinenbau ist ebenfalls beeindruckend. ![]()
Mehr Gußeisen für die Keksdose
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Auch ich bin froh nicht allein zu sein...
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Vielen Dank, liebe Kollegen.
Ich kann glaube ich nachvollziehen, daß die Details irgendwann mal unübersichtlich werden.
Ich habe es da ja ungleich einfacher, weil ich das ganze Zeug vor mir habe und mir immer vorher überlege, was ich als nächstes mache, ggf. dann halt situativ reagiere, wenn etwas nicht sofort klappt, wie geplant.
Und dann sind es halt nur ein paar Bilder, aber ich denke manchmal, ich hänge zu viele Bilder an.
Keine Ahnung, ob überhaupt jemand mal zurückblättern will, aber ich fasse nochmal kurz die notwendigen Änderungen am Motorgehäuse für diese Kurbelwelle in Worten zusammen, was komplett über die letzten Wochen in die Länge gezogen auseinander gerissen war.
Die neue Kurbelwelle von Fabbri braucht mit ihren 53 anstatt 51 Hub etwas mehr Platz im Durchmesser im Kurbelgehäuse.
Bei einem Vespa-Gehäuse wäre das keine Problem, man kann da bis 88 ausspindeln, ohne das etwas passiert.
Bei einem Apegehäuse bricht man aber zum Getriebe hin durch, weil im Apegehäuse die größere Nebenwelle entsprechend größer ausgefräst ist-
Deshalb mußte ich erst im Bereich der Nebenwelle Aluminium einkleben, bevor ich das Kurbelgehäuse ausspindeln konnte.
Durch das eingeklebte Aluminium hat die Nebenwelle der Ape keinen Platz mehr und ich mußte auf ein PK-Getriebe umstellen, das eine kleinere Nebenwelle hat. Dafür brauche ich dann halt wieder eine längere Primär, um den kürzeren 4. Gang auszugleichen.
In der kleinen Hälfte war der Wedisitz ausgebrochen und ich mußte eine Buchse einkleben. Die hat mir im Lagersitz auf der Limaseite 2 mm Breite geklaut, weswegen ich keine normales 47x20x14 einbauen konnte, sondern es war nur noch Platz für ein 47x20x12.
Als ich dann das Gehäuse ausgespindelt hatte und die Kurbelwelle im Durchmesser Platz gefunden hatte, war es axial etwas eng für die Welle.
Auf der Limaseite habe ich dann zur Vorsicht auch noch in Breite etwas ausgespindelt, damit bei Bedarf die Kurbelwelle etwas in Richtung Polrad geschoben werden kann, falls es auf der anderen Seite der Primär eng wird.
Simuliert habe ich die Lager der Kurbelwelle immer mit Messingdummys, die genau das Nominalmaß der Lager haben (exakt 12.00 und 14.00).
Echte Kugellager liegen aber eher bei 11,95 bzw. 13,95. Somit war ich mit den Dummys immer auf der sicheren Seite. Insbesondere weil als zusätzliche Luft ja noch die Gehäusedichtung die beiden Lagerstellen noch zusätzlich 0,4 mm Luft geben.
Lief die Kurbelwelle mit Messingsdummy gerade so frei, hatte ich immer noch so einen halben Millimeter in der Hinterhand durch Dichtung und die geringere Breite der realen Kugellager.
Als ich dann primärseitig ein echtes Lager eingesetzt hatte, rutschte die Kurbelwelle mit der Drehschieberwange einen Tick in Richtung Primär und hat dann in der großen Hälfte gestreift.
Mit der 0,2 mm dicken Ausgleichsscheibe habe ich die Kurbelwelle dann wieder in Richtung Lima geschoben, und sie lief dann wieder frei.
Auf der Limaseite war Platz genug für das Verschieben, weil ich ja die kleine Hälfte zuvor ausgespindelt hatte um ein paar Zehntel, damit ich im Falle eines Falles Platz habe.
Das waren kurz zusammengefaßt alle notwendigen Arbeiten am Gehäuse, damit diese Fabbri da rein paßt.
Das war jetzt zwar alles etwas aufwendig, aber hat ganz gut geklappt.
Vielleicht ist es mit dieser Kurzzusammenfassung einigermaßen nachvollziehbar, was ich für ein Theater ich die letzten Wochen aufgeführt habe...

Auf der Primärseite hat die Fabbri übrigens im Gegensatz zu normalen Kurbelwellen auch ein Lager mit 20 mm und nicht 17 mm.
Deshalb mußte ich einen anderen Wellendichtring kaufen als normal, weil auch der Durchmesser für die Dichtlippe etwas größer ist.
So, heute abend habe ich nicht viel gemacht. Ich habe heute die beiden angefertigten Flansche mitgenommen und den neulich bestellten sogenannten "Big Bore Krümmer", der als Spender für meine noch anzufertigenden Krümmer dienen soll.
Ich habe mal den Bereich, den ich brauchen werde, mit etwas Zugabe abgesägt und von dem angeschweißten Flansch befreit. So wie jetzt die neuen Flansche grob draufgesteckt sind wird er ungefähr werden:
Noch etwas zu lang, aber so ungefähr. Der Rest, der dahinter liegt, bleibt zum Basteln.
Das in dem folgenden Bild zeigt, wie der aktuelle geworden ist vor fünf Jahren. Da war damals schon eine Anpassung notwendig, als ich von Kurzhub auf den 130er DR umgestiegen bin.
Mit dem 135er Polini plus das um 8 mm längere Pleuel brauch es halt nun wieder einen neuen.
So, und jetzt könnt ihr mich für verrückt halten, was ich noch gemacht habe. Aber darauf habe ich mich seit locker 2 Monaten gefreut. Technisch war das überhaupt nicht notwendig, aber für mich war es ein Ritual von "An Schönheit sterben", weil damit sämtliche Gehäuseanpassungen abgeschlossen sind und der Motor fertig ist zum Schließen.
Genau deshalb habe ich mir das als letzte Arbeit am Gehäuse vorgenommen, einfach als Abschluß.
Ihr erinnert euch an die Ape-spezifische Ölsabberausfräsung im Einlaß, die ich mit einem Alustopfen verschlossen habe, damit der Einlaß eine ungestörte Geometrie hat? Fantine als alter Ape-Schrauber mit Sicherheit.
Die hatte ja noch ein Messingröhrchen, das ich als erstes entfernt hatte. Mein Schlußritual war, die Bohrung für das Messingröhrchen mit Alu abzustopfen. Komplett bescheuert und technisch völlig unnötig, aber ich wollte es einfach und hatte es mir fest vorgenommen.
Alustopfen gedreht und eingeklebt:
Halbe Stunde bei 80 Grad aushärten und anschließen überfräsen:
Total dämlich, das kann man nicht mal sehen, dazu muß man sich quasi unter die Ape legen...

Aber egal, das hat mich total entspannt, das zu tun....

So, ich denke, am Samstag kann ich hoffentlich den Motor schließen, ich melde mich.
Gruß Paddy.
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Paddy,
die Bilder sind immer wieder hilfreich. Aus meiner Sicht passt das.
Und ja, an den Verschluss des komischen Lochs erinnere ich mich 😉
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Die (recht lange) Kurzzusammenfassung hat tatsächlich geholfen.
In Schönheit sterben ist ja nun schon länger Thema hier, von daher ist das Stöpfchen dann nur noch Dokumentation.
Und am Ende bin ich gespannt was dabei rauskommt...
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Und die Polradverschönerung auch nicht vergessen...
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Hallo Kollegen,
irgendetwas habe ich verbrochen...

Neue Dichtmasse ist diese Woche gekommen. Ich mache den Wedi in der Sondergröße in die Primärseite und will dann "kurz" den Primärkorb montieren.
Lager warm gemacht und der geht trotzdem kaum rein. Gesteckt ist er schon, also habe ich den Innenring von der anderen Seite unterlegt und den Korb eingepresst. Ich dachte schon, bei der Überdeckung legst du am besten eine Zettel ins Getriebe zur Erinnerung, daß wenn du jemals den Korb wieder raus machen mußt, am besten das Lager zerlegst, weil du sonst die Aluschulter rausstanzt...

Naja, Primärkorb am Anschlag und es streift etwas...

Ganz komisches Geräusch...Mit dem Messingdummy war nie etwas und ich hatte den Korb wirklich oft genug drin. Aber wir wissen ja, ein richtiges Lager hat im Vergleich zu meinen Dummys gerne mit Lagerluft und 5 Hundertstel weniger in der Breite in Summe ein Zehntel mehr in der axialen Position.
Zuerst habe ich versucht, mit etwas Wärme den Korb wieder raus zu kriegen, aber die Überdeckung war einfach zu groß.
Tja, dann halt den Käfig zerlegt, damit ich den Korb wieder raus nehmen konnte:
Innenring noch drin:
Dann schau ich mal nach, wo das gestreift hat, siehe da:
Außen an der Fase des Primärsitzes. Die entsprechende Stelle dazu am Primärkorb:
Dann mal den Innenring runter:
Und gemessen:
Tatsächlich hat die Lagerstelle eineinhalb Hundertstel Übermaß, macht also zwei Hundertstel Überdeckung. Kein Wunder ging das so schwer ins Lager. Normalerweise kenne ich das mit max. einem Hundertstel Überdeckung...
Hier nochmal mit einem Spiegel die Schleifspuren der Ruckdämpferfeder durch einen Spiegel betrachtet:
Ich fragte mich, warum streift das nur an einer Stelle? Die Federn selber sind natürlich nicht genau radial positioniert und eine wird immer die sein, die radial am weitesten nach innen ragt.
Aber warum streift die nur an einer Stelle? Tja, dann sah das irgendwie komisch aus, irgendwie exzentrisch. Also mal einen Dummy rein und gemessen, so gut es ging, weil es etwas eng ist für die Schieblehre. Die mit der Uhr konnte ich garnicht verwenden, also die kleinere Digitale:
Alder, die Außenkontur ist ca. einen halben Millimeter exzentrisch zum Lagersitz bearbeitet! Macht knapp einen Millimeter an Wandungsunterschied...
Klar, diese Geometrie hat ja nur die Funktion, Platz für den Primärkorb zu schaffen, aber haben die Vögel in Pontedera für dieses Detail das Gehäuse per Auge gespannt? Klar muß es dort nur frei sein, aber so fürstlich Platz hat es halt auch nicht für die Komponenten.
Da hätte die Aufspannvorrichtung ruhig aufs Zehntel genau sein können, das wäre ja auch kein wirklicher Aufwand gewesen...
Naja, dann hatte ich keine Lust mehr. Ich muß jetzt ohnehin ein neues Lager bestellen, ein paar andere Sachen hatte ich diese Woche schon aufgeschrieben.
Ich könnte das jetzt mit dem Dremel weg bearbeiten, aber da ich ja eine Woche Zeit habe, schau ich mal, ob ich im Geschäft irgendein Werkzeug finde, das vernünftig konzentrisch zu bearbeiten. Wenn ich nix finde, dann halt der Dremel.
Man kommt halt schlecht ran, weil die Öffnungswand des Kupplungsdeckels oberhalb nicht viel Platz bietet. Vielleicht finde ich einen Meißel für den Ausdrehkopf, der vorbei geht oder sonst irgendetwas...
Mal sehen, ich berichte...
Gruß Paddy.
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... Irgendwas ist immer!

Hätte aber nicht sein müssen
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Mich dünkt, deine Ansprüche sind nicht zu 100% deckungsgleich mit den Inchinoeres aus Pontedera!
Eher mit Denen aus Modena ...


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Hallo Kollegen,
danke für das Mitgefühl..

Ich denke, das Problem ist auch ein Stück weit dem geschuldet, daß ich ja eine bei Vespas doch eher seltene Primär verwenden werde. Die 2,34er Primär ist doch schon recht lang und dafür ist entweder ein sehr potenter Motor notwendig und/oder recht kurze obere Gänge auf der Haupt- und Nebenwelle.
Je kleiner das Stirnrad auf dem Primärkorb, desto näher müssen die Ruckdämpferfedern zum Mittelpunkt rücken. Ich habe jetzt keine andere, kürzere Primär mit Federn zur Hand, aber ich könnte mir schon vorstellen, daß das mit einer 3.00 oder so kein Problem wäre bei diesem Gehäuse.
Lustig ist halt, daß es mir wie wahrscheinlich jedem so geht, mit jedem Motor wird die Liste länger, auf was man beim nächsten Mal achten wird bzw. was man anders macht.
Wegen meiner eventuell etwas speziellen Meinung zur richtigen Passung an der Kurbelwelle habe ich die letzten Wochen im Netz nach Hinweisen dafür oder dagegen gesucht.
Dabei bin ich über ein Filmchen gestolpert, in dem einer nach dem Schließen der beiden Hälften erstmal den Kupplungskorb als Einzelteil zur Probe verbaut hat um sicher zu gehen, daß der nicht im Primärkorb streift.
Er meinte, daß da ja schon einige Toleranzen zusammen kommen (womit er durchaus recht hat) und er es schon erlebt hat, daß der Kupplungskorb im Primärkorb gestreift hat.
Das kann man natürlich nicht feststellen, wenn man die komplette Kupplung einsetzt. Man merkt es erst, wenn man die Kupplung trennen will.
Daraufhin habe ich meine Kupplung nochmal zerlegt und das mit Lagerdummys getestet. Gestreift hat da nix, aber ich werde das nochmal wiederholen, wenn das neue Lager da ist und ich den Motor zusammen habe. Ein paar Zehntel hin oder her sind da ja drin mit richtigen Lagern, Gehäusedichtung usw.
Jetzt mal sehen, nachher trete ich die Bestellung los und morgen schau ich mal, ob ich die große Hälfte auf der Fräsmaschine nachbearbeiten kann oder ob ich das hemdsärmlig mit dem Dremel machen muß.
Ich berichte,
Gruß Paddy.
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Wenn ein Gehäuse für einen Korb mit Ruckdämpfung ausgelegt ist, dann das der Ape - allerdings nicht für diesen Korb der 2.34er, bei dem das Problem liegt.
welche Kupplung in dieser Primär verwendet werden sollte weiss ich nicht, hoffe aber, dass die Vorgesehene keine Probleme macht.
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Fantine : die geplante XL2-Kupplung hat mit Lagerdummys und der 2,34er Primär schon gepaßt. Ich wiederhole den Versuch nur nochmal, wenn die beiden Hälften zusammen sind.
Ich hatte auf meinem Zettel, was noch zu bestellen ist, unter anderem noch Hauptdüsen für den auf 21 aufgebohrten Vergaser.
Ich dachte, ich mach mal erst Kassensturz, was alles da ist. Von 60-110 habe ich nahezu lückenlos alles, viele zweimal, 70, 78 und 95 sogar dreimal, warum auch immer...

In dem Original 18.16er für die Ape, der als Grundlage für meinen 21.21 diente, ist original eine 42er ND drin, lange Version.
Im Netz habe ich gefunden, daß in einem SHB 20.20 wohl eine 50er ND drin ist, deshalb hatte ich mir die bei einer der letzten Bestellungen auch geordert, damit mal eine Basis da ist. Die Dinger sind ja jetzt nicht so günstig, daß man sich da alle Größen auf Lager legen will.
Dachte ich, ich bestelle mir noch eine darüber und darunter. Jetzt habe ich mal die ND aus dem 21.21 ausgebaut und merke, daß es offenbar zwei verschiedene lange Nebendüsen gibt für den SHB...

Natürlich habe ich mit der 50er (Länge 32 mm) eine falsch bestellt...Bei SC gibt es nur die mit 32 mm und ich brauche die mit 36,3 mm.
Die gibt es bei WMS24 zum Beispiel....
Jetzt mal sehen, was mir noch so einfällt, nur die 50er ND in 36,3 mm bei WMS bestellen ist jetzt etwas dünn...Da finde ich bestimmt noch was anderes, was ich da noch brauche.
Hab ja noch bißchen Zeit.
Gruß Paddy.
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Danke, Männer!
So, jetzt wird es lustig. Ich habe alles abgesucht und nix gefunden, womit man an den Durchmesser bzw. viel wichtiger die Fase rankommt, ohne oberhalb am Rand der Öffnung für den Kupplungsdeckel hängen zu bleiben.
Ich mußte mir selber etwas bauen. Ich habe dann ein 12er Rundmaterial in den Teilapparat gespannt, zwei M4 Gewinde gebohrt und dann von oben 1,5 mm exzentrisch eine 6er Passung gerieben, damit ich einen Senker in den Ausdrehkopf spannen kann:
Wenn man den Senker so eindreht, daß eine Schneide richtig zu der Fase positioniert ist, kann man ihn als Drehstahl mißbrauchen. Dann das Gehäuse aufgespannt und den Lagersitz aufgefangen. Ich mußte noch nie die Verlängerung dafür verwenden, aber ohne wäre das Auffanggerät am Gehäuse und an den Bolzen hängen geblieben:
Dann mal rein und schnell gemerkt, daß es nicht reicht. Mein 12er Rundmaterial blieb an der Öffnung für den Kupplungsdeckel hängen, wenn ich den Ausdrehkopf auf den entsprechenden Radius gestellt habe.
Also an der Drehbank einen Backen des Futters um einen Gang versetzt, meinen Spezialhalter in dem Bereich, wo es klemmte, exzentrisch abgedreht:
Dann ging es gerade so. Wenn man außen mit dem Ausdrehkopf dreht, muß man die Maschine auf Linkslauf stellen. Ich bin aber ehrlich, ich hatte nicht die Eier, die Fräsmaschine laufen zu lassen. Ich habe die Maschine auf Leerlauf gestellt und die Spindel mit dem Spannschlüssel von Hand gedreht und immer ganz wenig zugestellt. Mein Halter ging in dem exzentrisch abgedrehten Bereich auf ein Zehntel oder so am Gehäuse vorbei.
Ich weiß nicht, ob man es sieht, aber dadurch, daß meine neue, größere Fase nun zentrisch zum Lagersitz läuft, ist sie nun in Richtung Hauptwelle (dort hat die Ruckdämpferfeder gestreift) breiter:
Aber wie es nun so ist, sind die Federn jetzt frei, aber der restliche Zylindrische Teil von dieser Außengeometrie des Lagersitzes ist halt weiterhin exzentrisch.
Zuhause wieder den Dummy eingesetzt und den Primärkorb zur Probe:
Das auf den Korb genietete Halteblech für die Federn ist nicht ganz mittig und an der engsten Tasche ist halt gerade mal ein Zehntel Luft oder so.
Große Klasse...

Zuerst dachte ich, wenn ich den Primärkorb ohnehin auf einen Dorn nehmen muß, um den Lagersitz ein Hundertsel kleiner zu machen, kann ich ja an dem Blech was wegdrehen.
Das Problem ist aber, ich würde erstens mit dem Meißel dann unter Umständen an einer der Federn hängen bleiben und zweites hätte ich dann lauter kleine harte Späne in den Federn hängen, die ich vielleicht nicht alle entfernt kriege und die dann mit eingebaut werden.
Harte kleine Späne nur ein paar Millimeter von einem offenen Kugellager entfernt ist jetzt auch eher so mittel...
Naja, morgen bin ich zuhause und kann das nicht ändern. Aber am Mittwoch habe ich abends Open End und kann da nochmal ran.
Mein selber gemachter Werkzeughalter kann ja ein kleines 6er HSS Meißelchen aufnehmen. Wenn ich mir da eins entprechend schleife und den Halter vielleicht noch etwas exzentrisch überdrehe, kann ich den zylindrischen Teil auch noch einen halben Millimeter zentrisch überdrehen.
Ich schau mir das am Mittwoch nochmal an. Da nehme ich dann das Gehäuse zum gefühlt 30. Mal mit ins Geschäft...Hoffentlich das letzte Mal dann...
Gruß Paddy.
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Alter Schwede...
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MacGyver wird neidisch!

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unbelievable
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Auch wenn ich nicht verstehe, was du am Gehäuse gemacht hast:
?Wer verantwortet eigentlich diesen Primärkorbmüll
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Die Federn/Gehäuse der Ruckdämpfung des Primärkorbes haben am Lagersitz im Gehäuse Kontakt gehabt. Da die Kontaktstelle sehr klein war, reichte es aus dem Lagersitz eine 45Grad Fase zu geben. Aus technischer Sicht eine simple und geniala Lösung
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Vielen Dank, Kollegen!
Fantine die Primär ist eigentlich gar nicht so das Problem. Für einen Preis von 70 oder 80 Euro (ich weiß es nicht mehr genau) ist das schon in Ordnung, daß das Blech jetzt nicht auf das Zehntel genau konzentrisch genietet ist.
Ich muß das vielleicht nochmal versuchen zu erklären. Die komplette bearbeitete zylindrische Außengeometrie des Lagersitzes, die letztlich gewährleisten soll, daß die topfförmige Geometrie des Primärkorbes nicht am Gehäuse streift, haben die Helden in Pontedera einen halben Millimeter exzentrisch zum Lagersitz bearbeitet.
Dadurch ist die äußere Zylinderwand des Lagersitzes (letztlich seine Umfassung) außermittig zum Primärlager und somit zum Primärkorb.
Da reicht jetzt jede kleinste Abweichung des Primärkorbes, daß er am Gehäuse streift.
Als ich die Primär wieder demontiert hatte, habe ich die Stelle sehr gut identifizieren können, wo die Feder gestreift hat, nämlich an der Fase.
Diese Fase habe ich mit der etwas bastlerischen Aktion jetzt erstens konzentrisch nachbearbeitet und zweites etwas vergrößert.
Da ich aber mit meinem selber gebauten Drehwerkzeug nur die 45 Grad Geometrie entsprechend konzentrisch nachsetzen konnte, aber den kleinen zylindrischen Anteil nicht, der halt noch falsch gefertigt blieb, haben jetzt zwar die Federn genug Platz, aber das Blech am Primärkorb steht quasi am äußersten Punkt der außermittigen Geometrie am Gehäuse noch an.
Und genau diesen letzten zylindrischen Rest der falsch bearbeiteten Geometrie muß ich nun auch noch konzentrisch zum Lagersitz nachbearbeiten.
Dafür muß ich mir noch einen kleinen Meißel schleifen.
Bei einer längeren Primär, bei der die Ruckdämpfungsfedern radial weiter außen sitzen, wäre der Verarbeitungsfehler aus Pontedera vermutlich kein Problem, aber bei der 2,34er Primär sitzen die Federn schon weit innen.
Wenn ich den halben Millimeter Fehler aus Pontedera nun ebenfalls noch wegdrehe, dann ist vermutlich alles bestens. Ziemlich sicher sogar.
Ich bin schon gespannt auf das nächste Motorgehäuse, das mir in die Finger kommt, ob da die Vögel ebenso geschlampt haben wie hier.
SC-Päckchen ist da. Neues Primärlager und ein Satz Kupplungsdeckelschrauben. Und nachdem der Brötchengeber meiner lieben Frau partout kein Blutdruckmeßgerät entbehren kann, mußte ich halt bei SC was in den Warenkorb legen.
Ich habe ja versprochen, den Motor abzudrücken. Mich interessiert das jetzt auch:
Das Ding hat glaube ich 40 Euro oder so gekostet, das kann man schonmal anschaffen. Leider war der Paddy zu doof, bei der Auswahl des Korkens sich daran zu erinnern (man hätte ja auch einfach 6 Stufen runter in den Stall gehen können und messen...), wie große er den ASS tatsächlich gemacht hat:
Der Korken verschwindet im ASS....

Das der Flansch noch etwas nachbearbeitet werden muß an den Löchern war ja klar bei dem Riesenauslaß des Polini, aber den Korken gab es auch eine Nummer größer...
Naja, mal schauen, ob die Labormaus im Geschäft mir da einen größeren Korken ausleihen kann.
Bin gespannt, ob das dann bei mir auch dicht ist.
Morgen versuche ich das Gehäuse vollends zu richten und dann kann ich hoffentlich am Samstag den Motor zusammen bauen.
Gruß Paddy.
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Den Müll nehme ich zurück, auch wenn ich den 0,5 mm - Fehler aus Pontedera nicht so dramatisch finde ( bin halt kein Ing. ) und auch den Aufwand zur Vermeidung des Dremelns nicht verstehe ( was ich aber auch nicht muss )
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