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Mehr Gußeisen für die Keksdose

  • Ich war gerade zum ersten Mal mit dem neuen Motor im Tal Benzin einkaufen.

    Also es ist schon so, wie ich es erwartet hatte. Sie packt es im 4. Gang nicht wirklich die Steige wieder hoch. Man kommt in einen ganz unglücklichen Bereich. Im 3. Gang dann sehr bequem ohne Vollgas.

    Klar habe ich jetzt eine längere Übersetzung, aber das war ja gewollt. Ich traue der Polini/Fabbri-Kombi etwas mehr Dampf von unten raus zu, wenn der Auspuff besser paßt.

    Warten wir es ab, wie es mit dem Briefkasten wird, wenn die Komponenten hoffentlich dann etwas freier werkeln können... Sie ist ja bis dahin trotzdem sehr gut fahrbar hier oben auf der Alb. Ist ja Jammern auf hohem Niveau...:)

    Aber ein zwei Nm untenrum sollten schon noch kommen für den Aufwand, den ich betrieben habe...

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Wie meinst du das, Kawitzi ?

    Der Zylinder ist wegen dem 105er Pleuel höher gesetzt mit Spacer, auf einigermaßen moderate Steuerzeiten.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Nun, den Zylinder noch etwas tiefer setzen, etwas am Auslass (Sehnenmaß verbreitern) und die Quetschkante optimieren, kann schon Wunder bewirken... Dein Motor ist was ganz besonderes, da braucht es noch etwas Zuneigung ;0)...

  • Ich verstehe, worauf du mit den Vorschlägen hinaus willst, Frank. Damit kriege ich ihn unten rum höher und das ist alles richtig.

    Aber momentan merkt man so richtig, daß er die Gasmenge schon relativ früh nicht raus kriegt und der Füllgrad darunter leidet und weniger, daß die Auslegung zu spitz ist und ich sie in Richtung tiefere Drehzahlen schieben muß.

    Momentan schneidet der Sito einfach die Kurve ab. Ich müßte mich arg täuschen, wenn es nicht so wäre.

    Wenn die Kurve so weiter gehen würde, wie sie startet, wäre das vermutlich schon ausreichend.

    Ich schließe nicht aus, daß ich das Verhalten falsch interpretiere, aber ich warte mal den Einfluß des Briefkastens ab, weil das Ganze momentan ab 4500 1/min schon anfängt, abzukippen.

    Ich bin ja selber schon unheimlich gespannt, wie sich das auswirkt.

    Aber was für meine Theorie mit dem Füllgrad spricht, ist daß mit dem wurschtigen DR 130 und seinen mickrigen Steuerzeiten eine höhere Drehzahl mit dem Sito möglich war als jetzt mit dem Polini.

    Da läuft etwas komplett schief und mir stellt es ab 4500 1/min zunehmend eine Abgasblase zurück in den Brennraum, bis dann ab 6500 1/min überhaupt nix mehr geht.

    Mit dem DR 130 ging es bis ca. 7500 1/min maximal.

    Das ergibt bei den aktuellen Steuerzeiten eigentlich nur Sinn mit zuviel reflektiertem Altgas im Brennraum wegen dem Sito.

    Lassen wir uns überraschen...

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Auch wenn ich die Steige nicht kenne bin ich mit dir relativ sicher, Paddy, dass du trotz des geringeren Sprungs vvom dritten in den vierten Gang das Ape-Getriebe-Phänomen hast, das sich auch mit mehr Ktaft "aus dem Keller" nicht beheben lässt:

    Der Motor fällt beim Hochschalten in den Drehzahlbereich, in dem die Leistung schondurch den Sito abfällt, weil der dem Abgasvolumen nicht gewachsen ist.

    Das Problem löst sich in dem Moment, in dem der Auspuff weniger früh drosselnd eingreift. Denn der alte Motor hat weniger Leistung - und trotz des ape-Getriebes keine solchen Probleme.

  • Fantine Ich denke, wir beide liegen da nicht ganz verkehrt. Ich habe im GSF schon einige Kurven von dem Polini gesehen, eine davon mit 51/97, 19.19er und Banane. Da dürfte mein Motor mit dem Briefkasten noch etwas besser liegen.

    Und ich habe eine uralte Kurve vom DR gefunden mit einem einen Tick besseren Setup als meiner, das gefühlt ganz gut an meinen alten Motor rankommt.

    Die beiden Kurven gepaart mit den Fahreindrücken der beiden Motoren und dem Getrieberechner zusammen läßt einfach erwarten, daß es nur am Auspuff liegt, daß der Polini so schnell ab 4500 1/min abkippt. Aber lassen wir uns überraschen.

    So, nachdem ich gestern eine grobe Konstruktion festgelegt hatte, habe ich heute mal weiter gemacht,

    Zwei Gummipuffer-Dummys aus Stahl gemacht, damit der Briefkasten starr hängt für die Krümmeranpassung und zwei Winkel gemacht auf Basis meiner Karton-Schablonen.

    Material ist 4 mm starkes Standardblech (DC0 irgendwas), mit runden 40 Tonnen in ein Prisma gedrückt, um es abzukanten:

    In den kleinen Anschweißwinkel für den Briefkasten habe ich gleich die Langlöcher gesetzt. Dann die originale südtiroler Lasche abgeschnitten und meinen Winkel angeheftet:

    Mit den Pufferdummys in die Mitte der Langlöcher geschraubt konnte ich deren Umfang am Halteblech anzeichnen, das ich mit Gripzangen am Motorträger befestigt hatte:

    Dann auf der Fräsmaschine die Löcher auf genau 8 mm gesetzt in Stufen. Diese Bohrungen werden dann 8,5er Langlöcher wie in dem Schweißwinkel für den Briefkasten.

    Dann sah es so aus:

    Noch etwas grob, aber ich konnte den Briefkasten mal anschrauben:

    Ich habe jetzt genug Luft zum Knotenblech und zur Pritsche für Wärmetauscher und der schrägen Verschiebung um 8 mm wegen dem Spacer unter dem Polini.

    Dann den Puff wieder weg und grob angezeichnet, wie die Langlöcher prinzipiell werden und was noch am Halteblech weg kann, damit das nicht so klobig wird.

    Wirkt soweit mal stabil mit dem 4 mm Blech. Bin schon gespannt, wie es rauskommt, wenn ich alles noch etwas beschnitten habe. Dann wird es noch etwas eleganter.

    Heute mehr erreicht, als gedacht, bin zufrieden.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.