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Die XL2 vom Schwager für den Ex-Schwager...

  • Hallo Kollegen,


    unter "worüber freut ihr euch gerade" hatte ich ja schon berichtet, daß ich endlich einen Abnehmer für die zur Reparatur bei mir stehende XL2 vom Schwager gefunden habe.

    Der hat kein Geld für die notwendigen Arbeiten und ich bezahle es ihm sicher nicht, nachdem er mir die Kiste vor zwei Jahren ungefragt vor der Haustür abgeladen hatte.

    Ich hatte damals einen Kassensturz gemacht und 500 Euro für die anstehenden Arbeiten angesagt plus 300, wenn er sie etwas schneller haben will.

    Blöderweise hatte ich für die Analyse zuerst mal den Motor gereinigt und zerlegt (wie es sich gehört) und das Ding war praktisch im teilzerlegten Zustand an mich gebunden und hat bei mir alles blockiert.


    Durch Zufall hat sich jetzt ein zahlungswilliger Käufer dafür gefunden, der keine Kosten scheut, das Ding von mir richten zu lassen und selbst Hand mit anzulegen: Mein Ex-Schwager!

    Ich dokumentiere hier halt jetzt etwas mit, damit ihr was zu lesen habt.


    Möhre stand jetzt schon sehr lange auf meine kleine fahrbare Hebebühne geschnallt ohne Motor, Tank, Sitzbank in der Scheuer, Motor zerlegt in Einzelteilen auf meinem Projekttisch im Stall.


    Seit Samstag steht die Kleine im Stall und ich zerlege sie jetzt vollständig, weil mein Ex-Schwager (im Folgenden "Don" genannt") keine Kosten scheut und wir die Kiste von Grund auf schön machen, aber aufgrund des tollen Lackszustandes im O-Lack.



    Diese Kacknase in Chrom kommt natürlich weg. Don habe ich einen Link geschickt auf Ebay-Kleinanzeigen mit einer Kaskade im O-Lack, der hat sie gekauft, mal sehen, wie sie aussieht.

    Mal ein bißchen Zeug weggeschraubt:

    Mir war der Aufbau des Lenkers völlig fremd von meiner PK und den beiden V50 her, deshalb war mir nicht bewußt, daß ich mit zwei zusätzlichen Schlitzmuttern zu kämpfen haben werde, bei denen ein Hakenschlüssel nicht hilft.

    Da ich am Donnerstag die Demontage weiter bringen willl, mußte ich mir eine Nuß selber machen (Versandzeit wäre zu lange gewesen):

    Das Ding hat saugend gepaßt. Mit dem Schlagschrauber waren die beiden Muttern dann schnell runter und am Donnerstag geht es weiter.

    Soweit mal,


    Gruß Paddy.


    P.S.: Don hat die XL2 dem Schwager für kleines Geld abgekauft in dem zerlegten Zustand, beide zufrieden. Jetzt kucken wir mal, wie die Kleine so rauskommt.

    Nach der Zerlegung nimmt Don alle Lackteile mit nach einem Briefing von mir mit den Polituren von der Orange, reinigt alles und bereitet auf mitsamt den Kunststoffteilen. Ich kümmere mich dann um den Motor und den Rest in der Zwischenzeit.

    Bilder

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Ich habe noch ein paar Bilder vom ungeputzten Zustand:

    Die Kleine hat ihre kleinen Macken an den exponierten Stellen eher in der Garage gesammelt, als auf der Straße. Obwohl sie glaube ich laut Tacho 13.000 Kilometer hat, wird sie kaum bei Regen oder Salz bewegt worden sein.

    Geschotterte Feldwege hat sie wohl ebensowenig gesehen wie viele Nächte im Freien oder generell im Freien bei Wind und Wetter.

    Die war immer in einer Garage, da bin ich mir sicher...

    Ich finde, sie hat einen tollen Originalzustand (50 Kubik waren montiert, der Motor war noch nie offen). Außer für diese beknackte Chromnase hat noch niemand an dem Ding geschraubt.

    Und mittlerweile hat sie ja auch schon 32 Jahre auf dem Buckel...


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Danke dir!

    Eigentlich beknackt, man kann es kaufen, wie gesagt.


    Aber hat ja Laune gemacht, es zu fertigen.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Kaufen kann jeder, Paddy.

    Es freut mich, nach längerer Zeit mal wieder eine Restaurations-Doku von sir verfolgen zu können, auch wenn sie ein wenig spektakuläres Modell betrifft

    Und schön, dass alle zufrieden sind und duden Platz freibekommst...

  • Liebe Kollegen,


    eure Resonanz ehrt mich, danke!

    Ich sehe schon, mein nächstes Projekt, das eigentlich seit einem Jahr durch die kleine weiße XL2 blockiert wird, werde ich wohl eher hier dokumentieren, als auf der "artgerechten Seite".

    Dank meinem lieben Freund Fantine verfüge ich nämlich über eine tolle Motorbasis für ein kleines Upgrade für meine Ape...

    Wollte ich schon längst angehen, aber der zerlegte XL2 Motor ist im Weg.

    Bei dem Ape-Projekt wird es wohl eher mehr zu interessanten Basteleien kommen als bei der kleinen XL2 hier.

    Der dazu gehörige "SHB 21.21" ist ja schon fertig, ebenso wie der zugehörige Wickelgasgriff dazu aus dem Vollen gefräst, von außen nicht erkennbar.

    Aber die Kleine Weiße hat es verdient, sauber gerichtet zu werden.

    XL2 werden auch nicht mehr und sollten auch gepflegt und erhalten werden.


    Morgen zerlege ich mit meiner Tochter das Ding weiter und es gibt wieder ein ppar Bilder.


    Bis dann,


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Moin

    Finde das mega!

    Mal eben das Werkzeug für bauen. Ein Traum...

    Wie oft habe ich mir sowas schon gewünscht selber zu können. Mein Bruder hat das für unsere Benz Gs damals auch gemacht. Das Gute ist das das bemaßte Spezialwerkzeug hinten im Reperaturhandbuch steht. Zum selber nachbauen. Macht's einfacher.

    Bin gespannt was du aus der Zwo zauberst

    Lese hier gerne mit

    Gruß Marco

    FÜR VERDREHTE FOTOS ÜBERNEHME ICH KEINE HAFTUNG

  • Männer,


    klar, das etwas schiefgehen muß. Setze ich meine tolle selber gemachte Nuß auf das Steuerrohr, um die unteren Nutmuttern zu lösen, fehlen 6 mm...

    Die Bohrung in der Nuß muß tiefer. Auf der Drehbank eine Sache von 5 Minuten.

    Zuhause nur mit Fräsmaschine ein Act von knapp zwei Stunden mit meinem wurschtigen Teilapparat...

    Naja, irgendwann war das dann durch, die Zinken an der Nuß mußßte ich auch noch etwas abfräsen, aber dann war das Steuerrohr raus.

    Dann lag/stand mal alles so da:

    So, aber jetzt brauch ich eure Hilfe. Irgendwann, bevor ich das Steuerrohr raus hatte, fiel mir ein Teil auf, das unter der Vespa lag, das ich nicht kenne.

    Sagt euch dieses Ding etwas? Von meiner XL Automatik und den V50 kenne ich das nicht und ich habe keinen Schimmer, wo das rausgefallen ist:

    Zur Größeneinordnung der Piaggio-Schlüssel. Ich hoffe, jemand weiß es.


    Wegen der zwei Stunden zusätzlich hielt sich dann mein Elan in Grenzen.

    Kabelbaum ist noch drin, der Rest ist raus und der Rahmen liegt auf der Matratze.

    Don hat einiges zu putzen...lmao

    Irgendwo da drunter ist weißer Lack, hehe...

    Ansonsten keine Überraschungen, Lack in gutem Zustand, auch unter den Matten. Das habe ich vergessen, abzulichten.

    Don ist nächste Woche wieder da und holt alles. Bis dahin, mach ich den Rest noch raus und dann zerlege ich die Schwinge und richte mir ein Paket zusammen, das ich dann strahlen kann (Bremstrommeln, Ankerplatten, Bremspedal, etc.).


    Soweit mal, liebe Kollegen.


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • So, aber jetzt brauch ich eure Hilfe. Irgendwann, bevor ich das Steuerrohr raus hatte, fiel mir ein Teil auf, das unter der Vespa lag, das ich nicht kenne.

    irgendwie kommt mir das entfernt bekannt vor, aber direkt zuordnen kann ich es nicht; kann es gerade auch nicht nachschauen, da noch in Schleswig-Holstein/Dithmarschen im Urlaub, quasi bei Volker PKXL2 um die Ecke.

    Grobe, schnelle Ideen: Das teil hat ein Gewinde drinnen, oder?

    Evtl irgendwo am Gaser, Klemme ASS, oder Lufi (aber das ist meiner Erinnerung nach quadratisch).

    Oder am Motorgehäuse.

  • Hallo Jörg,

    danke dir schonmal. Der Motor war schon lange raus, als es auf dem Boden lag gestern, aber es war sehr ölig. Also kann es schon sein, daß es in dem Bereich war, so wie die Kiste untenrum aussieht.

    Gewinde hat es keins, Bohrung ca. 5 mm.

    Zerlege jetzt bloß nicht deine Kiste, warten wir mal ab. Ist ja ein Winterprojekt, wir haben Zeit.


    Viele Grüße und Danke,

    Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

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  • Oh Mann, danke euch!

    Tom und Jörg hattet den richtigen Riecher. Ich hatte die XL2 ja schon vor einem Jahr zerlegt.

    Das Teil lag irgendwann unter dem Rahmen, als ich den Gummirüssel gezogen hatte, völlig ölig.

    Und siehe da, ich such die Schelle und auf der ist eine artfremde M6 Mutter:

    Ist wohl mal rausgefallen, landete im Gummirüssel und einer hat es durch eine normale M6 Mutter ersetzt.

    Vielen lieben Dank euch, Kollegen! :)


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Männer,


    kaum zu glauben, aber es geht weiter. Die ganzen Blechteile habe ich ja meinem Ex-Schwager mitgegeben, er hat angefangen, alles zu reinigen und zu polieren.

    Ich habe schrittweise Teile abends gereinigt und teilweise gestrahlt. Lager raus gemacht (das Nadellager an der Schaltwelle der XL2 ist ja hier exklusiv, deshalb mußte ich mir da eine Vorrichtung zum Auspressen machen (Unterlage gedreht und gefräst und dann mit einem langen Dorn von oben durchs Gehäuse.

    Morgen mach ich mir Werkzeug, um das wieder einzupressen, das wird wohl mehrteilig werden.

    Dann mache ich mir die Gehäuse mit den Lagern und Dichtungen fertig zum Zusammenbau.

    Naja, das Meiste habe ich sauber, Gehäuse gestrahlt:

    Hochgradig übel war die vordere Bremstrommel. Ich weiß garnicht, ob man es sehen kann, wie tief die Riefen sind, da war irgendwas metallisches drin, an den Belägen waren auch Metallkrümel eingearbeitet.

    Ich mußte eine Dorn drehen, für diese Bremstrommel hatte ich ja noch nix. Kugellagersitz als Zentrierung, Nadellagel blieb zum Ausdrehen drin:

    Jetzt ist sie wieder sauber, war aber einiges im Durchmesser.

    Ich mache den 112er Malossi drauf, der werkelt so schön in meiner Orange auch mit kleinerem Gaser und Sito. Dazu eine KW von BGM.

    Deshalb etwas angepaßt, nicht sonderlich schön, aber zweckmäßig:

    Primär wird natürlich 3.00 und dabei gleich eine lustiges Detail. In dem BGM-Revisionskit war ein Schächtelchen mit den Wedis und den Lagern:

    Finde den Fehler...lmao

    Heute kam das Primärlager formlos zugeschickt an, nachdem ich bei SC angerufen habe...

    Hab jetzt eine NW-Lager übrig...

    Am Samstag habe ich noch etwas gemacht, das ich einfach zweckmäßig finde. Habe die Lagersitze der KW etwas abgezogen, damit der Sitz zum Lager saugend paßt und ich kein Gewürge bei der Montage habe. Fest und Loslager sind ja definiert, aus meiner Sicht keine Übergangspassung notwendig.

    Ansonsten ist die Wespe ganz nett. Es gibt ein paar exponierte Teile, die vergammelt sind, aber der Rest ist in sehr gutem Zustand.

    Bei vielen Teilen glänzt noch die Chromatierung:

    Und diese Abdeckung ist kein Zubehörteil von SC, das ist die Originale:

    Alles in Allem ein ehrliche und gut erhaltene Kiste.

    Ich freue mich auf den Zusammenbau.

    Bis die Tage,


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Muß ja irgendwann, Jörg....:-)


    War eine ganze Weile aus dem Rennen und hatte viel um die Ohren. Aber es geht weiter.

    Danke für die Resonanz!


    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.