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Mehr Gußeisen für die Keksdose

  • Nichts zum Trotz hast Du eine klasse Arbeit hingestellt. Die Nummer mit der Heizleistung sollte nicht nur dem Luftstrom geschuldet sein. Ichaheb zwar nur die Auspuffversionen für eine 50 SF hier aber der Gewichtsunterschied zwischen einem Sitz Plus, Original & der BigBoxSport sind nicht zu unterschätzen. Der Sitz klingt bei der Klopfprobe schon nach dünnerem Mantelblech. Wenn ich dagegen die Klangprobe bei dem BigBox mache, beschleicht mich das Gefühl von "Schwerapparatebau" und auch diese Masse muss erstmal die Wärme aufnehmen um diese weiterleiten zu können.

    Zu deinem 4ten Gang Problem? - Hohes Ziel ... ich meine mich zu erinnern, daß irgendjemand ein 5-Gang Getriebe für eine Klassische Vespa gebaut hat. Ob das nun für die SF oder die LF war kann ich mich nicht mehr entsinnen.


    P.s.: in unseren Auto-Schrauber Zeiten. Mitte 80er - Mitte 90er habe ich immer nach den alten 4+E Getrieben gesucht. Für Ascona, Manta, Kadett D & diverse Golf basierende waren immer die eine Motorstufe kleiner meine Wahl. bis zum 4ten schnell auf Drehzahl und auf der Bahn dann die 130-150 km/h mich ohne Gehörschutz vertretbar.

    Gruß Jürgen

  • Danke, JayKuDo Jürgen,

    ja, das Ape-Getriebe ist so in ungefähr das 3+E...:)

    Ich denke, mit einem etwas kürzeren 4. Gang wäre diese eine Steige im 4. Gang zu fahren, aber wie gesagt, für alle anderen Steigen hier ums Eck habe ich bisher auch den 3. gebraucht. Es ist wirklich Jammern auf hohem Niveau.

    Und ja, bei dem Briefkasten dauert es einfach länger, bis es warm kommt und es ist etwas schwächer. Aber es wirklich noch OK. Ich sag mal so, vorher war es ungefähr wie ein 1000 Watt Haarfön, jetzt hat der Fön noch 800 Watt und der Volumenstrom hat auch so um die 20 % verloren. Immer noch in Ordnung.

    Bei der Ape hast du bei wirklich niedrigen Temperaturen eher das Problem, daß du relativ schnell kalte Füße bekommst, weil der Kabinenboden auskühlt. Deshalb ist es trotz der verhältnismäßig angenehmen Heizung irgendwann ab 5 Grad Außentemperatur einfach nicht mehr so der Brüller. Und dann ist auch irgendwann mal gut und man läßt sie stehen.

    Hauptsache im Winter kann man mal zum Wertstoffhof, ohne daß die Frontscheibe beschlägt. Und das funktioniert weiterhin. Ich habe ja nicht den Anspruch, bei Minusgraden im T-Shirt ewig lange Strecken zu fahren. Sonst hätte ich schon längst den Kabinenboden gedämmt wegen den kalten Füßen...

    Das kalte Füße Problem haben übrigens auch die Kollegen, die sich eine 5 kW Dieselstandheizung einbauen...lmao

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Nun ja, wie ich schon einmal erwähnt hatte war mein erstes "Auto" auch Italienischer Herkunft und Luftgekühlt. Im Winter musste ich meistens nach 1 - 1,5 km Strecke anhalten um dann die Frontscheibe von innen Freikratzen. Warm war das Ding erst wenn ich schon am Ausbildungsbetrieb war, daß war dann etwa 20km später ... Achso, auf dem Rad habe ich oft weniger gefroren... :-4:-3

    Gruß Jürgen

  • Vielleicht wird die Leistung mit dem Einfahren ja noch etwas besser, dass du die Steigung im 4. Gang doch noch packst.

    Ich habe vor ein paar Jahren den Motor meiner NSU Lux überholt mit neuem Kolben und geschliffenem Zylinder. Am Anfang hat man im 4. Gang nahezu keine Vortrieb mehr gespürt, dass ist nach ein paar 100km merklich besser geworden. Ob das jetzt 1:1 vergleichbar ist kann ich nicht sagen ^^

  • So,

    falls ihr gedacht habt, ich laß euch jetzt in Ruhe, es gibt noch einen kleinen Grundsatzversuch.

    Ich bin jetzt ungefähr 300 Kilometer gefahren seit dem Umbau denke ich, aufgepaßt habe ich nicht. Wieviel auch immer. Der etwas größere Teil mit dem Briefkasten.

    Also man muß sagen, die Ape ist wirklich schön zu fahren, ich möchte den Motor nicht mehr missen. Daß es im 4. Gang nicht ganz die Haussteige hoch reicht, ist mir mittlerweile egal, ich fahre ja fast nur auf der Fläche oben.

    Der Briefkasten ist eigentlich genau wie Volker PKXL2 ihn vorab beschrieben hat. Relativ leise und leistungsstark.

    Man kann denke ich schon sagen, daß das Ding verhältnismäßig leise ist für den Gasdurchsatz. Es bleibt aber der Gasdurchsatz, der einfach nicht wenig ist und der macht einfach seine Musik.

    Ihr kennt ja den Klang aus der Kabine, außen ist er nicht so richtig laut, aber er klingt einfach etwas giftig. Im Prinzip genau so wie in dem Erich-Video, als er ihn vorgestellt hat. Der Motor spricht ja auch relativ direkt an auf das Gas.

    Ich habe zwar den Test mit dem Schlauch auf dem Endrohr noch nicht gemacht, der etwas helfen sollte zu erkennen, was von der Struktur kommt und was vom Endrohr.

    Ich habe in den letzten Tagen abends viel gelesen über Endschalldämpfer. Das hat mich jetzt interessiert. Klar, man landet mit der Google-Suche automatisch relativ schnell im GSF. Und dort gibt es doch einige Beiträge zu dem Thema. Verschiedene Überschriften, mal geht es um Ideen für einen Endschalldämpfer, mal geht es um irgendeine Lotta, die dann doch nicht so toll ist, und so weiter. Da war auch Jürgen Posch dabei usw....

    Es gibt einen ESD, der aber immer wieder erwähnt wird als besonders effektiv, auch von Posch. Ein ESD von der Aprilia RS125. Da gab es wohl auch verschiedene über die Modelljahre.

    Dieser Endschalldämpfer besteht aus einem Reflektionsteil und einem Absorbtionsteil, von außen ist es halt ein klassisches zylinderförmiges Ding.

    Über mehrere Beiträge verteilt sind auch Bilder von den Innereien zu finden, die ich alle gespeichert habe, weil man sonst unmöglich alles beisammen hat.

    Anhand der Bilder kann ich mir das jetzt ganz gut vorstellen, wobei das eine oder andere Detail noch etwas ungeklärt ist, weil die Bilder leicht voneinander abweichen.

    Aber um das letzte Detail geht es jetzt nicht, das Prinzip und die Verhältnisse habe ich denke ich verstanden. Zuerst habe ich im Netz nach einem gebrauchten geschaut, bin dann aber davon abgekommen, eine verbeulte und zugerotzte Dose für 80 Euro zu erstehen.

    Ich habe beschlossen, etwas Neues zu beschaffen, das sich umbauen läßt. Ich wollte außen größer als 60 mm, länger als 250 mm, Lochrohr innen 25 (Briefkasten Endrohr ist innen 22, ich wollte etwas größer, damit er nicht so sehr bremst) und ich wollte den ESD durch Schrauben zum Öffnen.

    Und tada, ich habe ihn gefunden und gerade bestellt (deshalb ist er jetzt nicht mehr verfügbar, das war wohl der Letzte in dem Shop):

    Schalldämpfer "MR Parts & Style" (L= 250mm/70mm) -Edelstahl-, 94,90 €
    Schalldämpfer "MR Parts & Style" (L= 250mm/70mm) -Edelstahl- in Lambretta
    www.jockeys-boxenstop.de

    Den gibt es auch bei MR, aber durch Zufall bin ich auf dieses "Räumungs"-Angebot gestoßen. Bei MR kostet er etwas mehr.

    Das Ding hat innen 25, außen 70, Länge genau 250 und ist mit 4 Schrauben zum Öffnen. Jetzt warte ich mal, wie das Spielzeug aussieht und was ich brauche, um das um einen Reflektionsteil ala Aprilia RS zu verlängern.

    Wie das Ding an den Briefkasten adaptiert und angeordnet wird, habe ich bereits relativ genau im Kopf und alles was ich dazu benötige, werde ich bestellen, wenn das Ding da ist und ich etwas im Detail konstruiert habe.

    Er wird vermutlich quer unter den Briefkasten kommen, mit einer großen Schelle und Halter an den Halter des Briefkastens geschraubt werden und die Verbindung zum Endrohr übernimmt ein Krümmergummi. So der Plan.

    Ich berichte, wenn das schöne Teil auf der Werkbank im Stall liegt. Dann gibt es Bilder von Außen und von innen. Dann wird konstruiert.

    Neben meinem Spieltrieb habe ich auch Interesse an einem Endschalldämpfer, weil im Briefkasten ja einer fest integriert ist (Absorbtion) und dessen Wolle ja nicht tauschbar ist. Ergo wird der Briefkasten über die Jahre hinweg nicht leiser werden.

    Und mal egal, was ich mit meinem Gebastel erreiche, die Ape wird im schlimmsten Fall nicht wirklich leiser. Ich freu mich drauf.


    Gruß Paddy.


    Nachtrag: Bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich exakt den gleichen bestellt habe, den ich auf der Herstellerseite auch gesehen habe, ist jetzt aber wurscht. Der wird ja ohnehin geändert...

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Scharnhorst (April 28, 2026 at 20:48)

  • Mit allen Vorbehalten:

    Das Spektrum des Schalls am Ende eines RS 125-Auspuff wird ein anderes sein als am Ebde des Endrohrs des Briefkastens - also nicht enttäuscht sein, wenn der Aufwand in keinem Verhältnis zur Minderung des Schalls steht.

  • Ich rechne schon mit einer Enttäuschung bezüglich der Wirksamkeit.

    Meine erste Enttäuschung wird sein, daß ich vermutlich einen ESD für runde 100 Euro bestellt habe, von dem ich nicht viel verwenden kann...(der Innendurchmesser hat glaube ich doch keine 25 mm wie vermutet...)

    Naja, vielleicht mache ich alles komplett neu und für den ESD, den ich bestellt habe, finde ich hier einen Abnehmer für einen günstigen Kurs...

    Jetzt warten wir mal ab, wie der aussieht und dann sehen wir weiter.

    Eigentlich freue ich mich darauf, etwas zu basteln und zu probieren, wie sich das alles auswirkt. Vielleicht kann ich ja den Reflektionsteil irgendwie modular aufbauen, um verschiedene Konfigurationen zu probieren.

    Mal sehen.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Ich hab in meiner Anfangszeit Führerschein und Ausbildung in der Lehrwerkstatt auch verschiedene Schalldämpfer gebaut. Hauptsächlich, weil die Kohle für ein "echtes" Teil nicht reichte und übrig geblieben ist ein lukratives Nebeneinkommen mit den damals beliebten ovalen Edelstahl Endrohren.

    Wenn Du einfach Lochblech nimmst, deine 25 mm Durchmesser als Innenrohr für die Abgasleitung, etwa 500 - 600 mm lang. Dann ein 100er o. 120er Rohr als Mantel, mit passenden Deckeln versiehst. Damit hast Du auch Freiheit bei der Gestaltung des Anschlußflansches und des Auslasses.

    Ein Absorbsotionsschalldämpfer ist die leichtere Konstruktion, bei einem Reflektionsschaldämpfer dürfte der Konstriktions- & Testaufwand ungleich höher sein.

    Gruß Jürgen

  • Vielen Dank für die Rückmeldung!

    tonitest Klar, das würde theoretisch gehen. Aber da ich unabhängig vom wahrscheinlich zu kleinen Innendruchmesser in den ESD mal reinkucken will, werde ich ihn natürlich nicht zurück schicken.

    Was natürlich sofort eine hervorragende Überleitung zu Volker PKXL2 ist.

    Das trifft sich ja top! Und ich gehe mal davon aus, daß du bei einem entsprechenden Abschlag damit leben kannst, daß ich den mal sorgsam geöffnet und mir innen angeschaut habe. Ich glaube, da würden wir uns schon einig werden, schlecht ist das Ding sicher nicht.

    Verschickt ist er, ich hoffe mal er kommt am Samstag. Dann werden wir sehen.

    JayKuDo Jürgen, so komplex ist jetzt der Aufbau des von mir auf den Bildern gesehene Refektionsteil des RS-ESD nicht.

    Ich habe da verschiedene Versionen gesehen, die könnten durch einfaches Wechseln von einfachen Teilen zu realisieren sein. Ich lasse das mal auf mich zu kommen. Im Idealfall muß ich nur drei vier Teile mehr machen und kann alle 3 Versionen simulieren, sofern ich es will.

    Sobald das Ding da ist, gibt es Bilder. Und dann werde ich mal etwas nachdenken und mir eine Konstruktion überlegen, dann skizziere ich das mal.

    Und die von dir beschriebenen Dimensionen wären sicher sehr hilfreich, weil Volumen sicher immer hilft. Aber ganz so groß soll das Ding nicht werden, ich streben so max 80 (eher 70) außen an und Länge gesamt so max 400.

    Das Ding muß ja auch noch unter die Kiste und es soll ja nicht gerade so aussehen, als habe ich da eine Riesenflasche drunter...:-).

    Von der Wirksamkeit her sind die großen Dimensionen ganz sicher genial.

    Ich melde mich,

    Gruß Paddy.

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    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Ich hatte mit den genannten Dimensionen einfach mal ins Blaue geraten. Daß die gesamte Einheit natürlich auch unter die App passen sollte ohne groß aufzutragen versteht sich von selbst.

    Ich bin damals auf einen Österreicher neidisch gewesen, der für (wie ich) ein Audi Cabriolet und hatte eine selbstgebaute Abgasanlage drunter, die wirklich leise war! Mein 5-Zylinder war mit der originalen Anlage wesentlich lauter. Und er hatte so gut Arbeit geleistet, daß auf dem Prüfstand der "Leistungsverlust" unter Serienstreuung zu sehen war. In Deutschland wollte mir niemand das Teil eintragen.

    Gruß Jürgen

  • Chris58 Vielen Dank! Aber ich schaue mir die paar Maße von dem Dämpfer ab, der jetzt ja mit der Post kommt.

    Der läßt sich ja auch bequem durch seine Schrauben öffnen und wieder zusammen setzen.

    Da ich mittlerweile davon ausgehe, daß ich den bestellten ESD nicht abändern werde, weil vermutlich kaum etwas davon verwendbar ist für meine Verhältnisse (zumindest für die Verhältnisse, von denen ich glaube, daß sie bei mir sinnvoll sind), werde ich wohl einen von Grund auf neu bauen.

    Der Bestellte wird dann wieder montiert und den kriegt dann Volker, wenn er will. Er hat ja Interesse bekundet.

    Heute habe ich viel gelesen im Netz. Wenn man auf Englisch sucht, findet man ein paar Dokumente, die etwas weiter helfen, die grundsätzliche Physik dahinter zu verstehen.

    In irgendeinem Beitrag im GSF war auch ein Link auf ein kleines Programm zur Auslegung von Schalldämpfern. Auch das hilft etwas, an Details zu spielen und deren Auswirkung zu sehen. Gerade zum Beispiel die Auswirkung von der Anzahl an Löchern und deren Durchmesser auf das Dämpfungsverhalten.

    Lange Rede, kurzer Sinn, ich glaube, verstanden zu haben, was die Intention der Aprilia-Ingenieure war mit ihrem Konstrukt. Die weiteren kleineren Abweichungen von dem grundsätzlichen Absorbtions- und Reflektionsdesign schiebe ich auf ihre Empirik und die muß ja nicht verkehrt sein und ich habe auch nichts gefunden, was gegen diese kleineren Abweichungen spricht.

    Jetzt schaue ich noch in den neuen Dämpfer von MR bezüglich deren Glattrohranteil am Ende des Lochrohrs und deren Dämmung und dann werde ich wohl mal ans CAD gehen und einen Entwurf machen.

    Nach allem, was ich gestern und heute gelesen habe, sollte da als Entwurf was rauskommen, was sicher nicht komplett verkehrt ist.

    Im Netz habe ich eine Seite gefunden, wo es Edelstahlronden in verschiedenen Durchmessern und Dicken gibt für einen annehmbaren Preis. Rohre und Rohrbögen gibt es ja auch für bezahlbaren Kurs und dann wird es halt noch etwas Arbeit an der Drehbank, Fräsmaschine und Schweißgerät werden.

    Bei meinem Dämpfer muß ich nicht so sehr auf das Gewicht schauen, den kann ich recht solide anbinden und die Verbindung zum Endrohr des Briefkastens wird ja eine Krümmermuffe aus Gummi.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Hallo Kollegen,

    vielen Dank!

    So, der Dämpfer von MR kam heute. Ich habe ihn mal unter die Ape gehalten, um ein Gefühl zu bekommen:

    So ungefähr soll der neue Dämpfer quer da drunter. Es wird wahrscheinlich eine Flanschplatte geben, weil ich den neuen ebenfalls wie die üblichen Dämpfer über so ein Lochbild befestigen will. Von der Flanschplatte soll dann über Rohrbögen und einem Krümmergummi die Verbindung zum Endrohr des Briefkasten hergestellt werden.

    Aber als ich da so drunter lag, sah ich Gesabber. Mist. Mal etwas geschaut, vorne am Kopf und hinten am Fuß. Am Fuß dachte ich mir schon, daß es von der Krümmerdichtung kommt. Motor abgesenkt, Zylinderhaube runter und geschaut. Ohne Worte...Ihr erinnert euch, beim Abpressen des Motors hat es an der Zündkerze geleckt. Ich dachte ja, das ist halt beim Abpressen so, habe sie etwas fester angezogen und verbaut. Jetzt sabbert es da raus:

    Das war oberhalb der Dichtung zwischen Dichtung und Kerzenkörper...Sowas hatte ich noch nie. Ich werde eine neue verbauen....

    Dann wollte ich den Auspuff abnehmen. Der ließ sich zwar in meinem Dichtungsflansch drehen, ging aber nicht ab. Zum Schluß habe ich ihn samt Krümmer abmontiert (große Klasse, genau um das zu vermeiden sollte der ja steckbar mit dem Krümmer verbunden sein).

    Außerhalb ließ sich dann Krümmer und Auspuff trennen. Die Vitonringe haben sich etwas an den Krümmer verbacken...Dicht war es eigentlich. Das Gesabber ist von WD40:

    Ich werde mal anstatt der beiden dünnen nach meiner Auslegung einen BGM-Ring 45x3 verbauen. Davon habe ich ja jetzt 2 da. Wenn jemand einen Tip hat, was man an die O-Ringe so schmieren kann, damit sie nicht anbacken, ich bin offen. Ich hatte ja noch nie so eine Verbindung.

    So, aber nun zu dem MR-Dämpfer. Das Ding ist echt chic. Ich hatte ja eine Weile gesucht, was ich für einen nehmen soll. Das Ganze andere Zeug mit und ohne Nieten für 50 Euro war mir suspekt. Das sah alles wurschtig aus.

    Der hier macht was her und ich glaube, die von MR wissen schon, was sie tun:

    Die Löcher sind eher 2 mm oder 2,2 geschätzt. Er hat eine kleine Delle:

    Aber ist sehr elegant verschraubt:

    Und der Hammer, ein Leichtgewicht:

    Wirklich sehr schöner Dämpfer. Eigentlich schade, so von der Anmutung hätte ich ihn gerne verbaut. Aber ich will ja den Aprilia nachbauen.

    Geöffnet habe ich ihn noch nicht, die Schrauben sind wohl mit Loctite gesichert. Vielleicht mache ich das morgen mit dem Fön mal etwas warm, ich bin gespannt auf die Art der Dämmung.

    So, etwas gemalt habe ich auch mal für euch. Ich habe ja nur gefaselt bisher und ich weiß nicht, ob jemand schonmal so einen Aprilia-Dämpfer gesehen hat.

    Ich auch nicht, aber ich habe Stunden damit verbracht, mich in die Thematik einzulesen im Netz. Und mit den ganzen Bildern zusammen ergibt sich folgendes Bild. Es gibt zwei Versionen. So wie es aussieht, eine Ältere und eine Jüngere.

    Der Unterschied liegt im Bereich der Absorbtionskammern:

    Beide haben zwei Absorbtionskammern, die keine Dämmung enthalten. Bei der alten Version ragt ein Lochrohr mit wenigen größeren Löchern in die erste Kammer rein, hat ca. 10 mm Luft zum zweiten Lochrohr mit üblich größen Löchern, das weiter durch geht bis zum Auslaß.

    Durch den Abstand in der ersten Kammer wird die zur klassischen Expansionskammer. Die beiden Kammern sind durch eine Trennwand getrennt, die 6 Löcher mit 5,8 mm aufweisen.

    Die neue Version verzichtet auf das Eingangsrohr mit den großen Löchern, hat ebenfalls die 6 großen Löcher in der Trennwand zur zweiten Kammer, hat aber am Mantel der 2. Kammer nach außen noch Löcher.

    Ansonsten sind sie gleich, auch von den Abmessungen her.

    Ich werde wohl die Spielereien lassen, beide Versionen durch Teiletausch zu testen und baue die neue Version nach. Das dafür einigermaßen sauber und schön zerlegbar.

    Soweit mal der Stand. Ich werde mal etwas Material bestellen.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Nur ein erster nicht recherchierter Gedanke:

    Keramikpaste für Bremsen oder oldschool Kupferpaste eventuell. Ich nehme an Bremsen nur noch Keramik.

    Müsste man sich mal die Datenblätter anschauen. Aber das Keramik Zeug mach schon einiges an Temperatur mit.