Widerspenstiger Pin der Schaltgabel

  • Ich bräuchte mal Euer Schwarmwissen.

    Ich revidiere gerade den Smallframe-Motor meiner Spezial. Da ich das das erste Mal mache, war ich erstaunt, dass es bisher alles so einfach ging. Die Motorhälften sind bereits auseinander, die Zahnräder und der Kupplungskorb sind erfolgreich entnommen. Einzig die Schaltgabel sperrt sich gegen den Ausbau und zwar deshalb weil ich den Pin an dem Bauteil in dem die Schaltzüge eingehängt werden, ums verrecken nicht rausbekomme. Ich weiß das der Pin konisch ist und habe deshalb versucht in beide Richtungen etwas Bewegung in den Stift zu bringen. Es ist mir weder mit Ausklopfen, noch mit WD 40 noch mit Hitze, noch mit der Wasserpumpen- oder Gripzange, noch mit der Kombination aller Methoden gelungen diesen verfluchten Pin auch nur einen Mikrometer zu bewegen. Mittlerweile sind die Pin-Enden auch schon etwas breitgeklopft, dabei habe ich nicht wie verrückt drauflosgeprügelt weil ich das Gehäuse nicht schrotten wollte. Ich habe schon die Suchfunktion hier bemüht bin aber der Lösung des Problems nicht wirklich näher gekommen. Als ultima ratio erscheint mir jetzt das Ausbohren. Bevor ich aber solch einen "martialischen" Akt beginne, möchte ich nochmals bei Euch Rückfragen ob jemand einen anderen Lösungsansatz hat, der mir das ausbohren erspart.

    Frühes vögeln stärkt den Wurm :+2

    3 Mal editiert, zuletzt von DXR85 ()

  • Du hast schon alles gemacht, was man so macht, um den Stift rauszubekommen.


    Es gibt Stifte, die sich allem widersetzen und es spricht viel dafür, es nicht zu übertreiben und lieber den Stift zu opfern. Wenn man da unten zuviel rummacht, riskiert man, dass man die Öffnung für die Schaltgabel ausbuchsen muss, weil man sie oval drückt und klopft.


    Ich würde das sauber fixieren und mit einem scharfen Bohrer bei niedriger Geschwindigkeit ausbohren.

  • Ausbohren ist eine ganz schlechte Idee


    Auch der Versuch, in einen konischen Stift durch Schläge auf beide Seiten Bewegung zu bringen, war keine Gute,


    Da du beide Hälften bereits getrennt hast, würde ich wie folgt vorgehem:


    Die Seite des Stifts mit dem geringeren Durchmesser ermittel .


    Die Gegenseite mit der Scheibe für die Schaltzüge nach unten auf eine schlagfeste Unterlage setzen ( ich nehme eine ganz leicht geöffneten Schraubstock ) ubd von einem Helfer in einer Position festhalten lassen, dass der Stift möglichst senkrecht steht.


    Einen leichten und schlanken Hammer auf den Stift - dunne Seite - aufsetzen und mit einem schwereren Hammer auf den leichten Hammer austreiben.


  • Das ist meine Geheimwaffe gg. festsitzende Konusstifte!


    Lässt sich gut unter die SeilzugHalterung einfädeln, um den Stift rauszuklopfen!

    Man sollte aber auf jeden Fall zu 2.sein!!

  • Ok Jungs, erstmal vielen Dank für die Vorschläge, werde mich die Tage nochmals damit beschäftigen müssen, jetzt ist aber zunächst Projekt mit derzeit Prio 1 (Restauration altes Fahrrad aus den 50gern dran. Ist kurz vor der Fertigstellung :+8 ). Werde dann vom Ergebnis mit dem Pin berichten.

    Frühes vögeln stärkt den Wurm :+2

  • So hier jetzt meine Lösung des Problems


    Nachdem der Sch.....Pin sich mit nichts dazu bewegen lies seinen Platz zu verlassen (Zange, Hammer, Hitze, WD-40 Bad, auspressen) habe ich mich in einem Akt der Verzweiflung zum Ausbohren entschlossen. Also zentral angekörnt und mit 3mm HSS-Bohrer freihändig per Augenmaß versucht genau axial zu bohren. Das ging auch ganz gut bis ungefähr Mitte der Schaltwelle, dort ist der Bohrer aus der Achse gelaufen und letztlich abgebrochen. Deshalb Plan G: Den maximal zerstörerischen Weg gewählt und die Flex ausgepackt. Jetzt kurzerhand und mit der gebotenen Vorsicht, um nicht ins Gehäuse zu flexen, das blöde Ding rausgeflext. Das Schicksal der Schaltgabel war eh schon mit der Entscheidung zum Ausbohren besiegelt. Jetzt ist das Mistding raus und ich brauche ne neue Schaltgabel. Wer eine brauchbare zuhause rumliegen hat gerne per PN. Sonst geht morgen die Bestellung raus.

    Als Ursache des Problems vermute ich, das meinerseits der Angriff auf den konischen Pin von der falschen (also der dickeren Seite) her erfolgte und somit die Sache schon zu Beginn verloren war. Allerdings habe ich im Anfangsstadium, versucht von beiden Seiten der Lage her zu werden. An dem Pin war nicht erkenntlich welches die dünnere Seite war, weil der Vorbesitzer sich bereits daran zu schaffen gemacht hatte und der Pin schon etwas aufgepilzt daherkam.


    Frühes vögeln stärkt den Wurm :+2

    Einmal editiert, zuletzt von DXR85 ()