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Mehr Gußeisen für die Keksdose

  • Hey Männer,

    Felgensilber ist der Renner! Trocknet schnell, trägt dünn auf und ist recht robust gegen Abrieb...Ich mag das Zeug...:)

    So, ihr erinnert euch, ich habe ein Steuerrohr der alten Version mit einem alten Bremsseilzug und nun ein Bremshebelhalter der neuen Generation. Neue Generation hat am Bremshebel nur eine Hülse mit 7 mm und der alte Bremsseilzug hat dort eine Verstellhülse mit M6.

    Es mußte also ein Adapter her, der in den neuen Bremshebel paßt und diese Gewindehülse aufnimmt. Also Edelstahl:

    Gleicher Durchmesser wie am Seilzug, auch gerändelt, 7,25er Zapfen dran und innen M6 Gewinde:

    So, jetzt kann ich das Ding montieren und die Bremse geht wieder.

    Gestern Abend hatte ich ja noch den Auspuff und Krümmer gestrahlt und mit Auspufflack lackiert. Heute, nachdem alle außer mir gegangen waren, dachte ich, ich brenne das zum ersten Mal in meinem Leben ein. Bisher hatte ich das nur lackiert und hatte die Arbeit die Auspuffwärme machen lassen. Bis dahin ist so ein Lack halt immer etwas klebrig. Also in den Ofen bei 260° C.

    Tja, der Ofen steht im Keller, wo auch die kleine Lackierkabine ist. Als ich eine Stunde später in den Keller gegangen bin, hat das ganze Untergeschoß gestunken...lmao

    Alle Türen auf und ins Treppenhaus abgelüftet, dort ebenfalls alle Ausgänge geöffnet einschließlich der Tür aufs Dach und noch ein paar Fenster. Anderthalb Stunden später war das dann verzogen, kurz bevor die Putzfrau kommt.

    Gut, daß meine Abteilung in einem Extra-Gebäude ist...8o

    Aber der Lack war schön eingebrannt danach:

    Ach ja, den Abzug zum Lackieren im Keller habe ich auch noch laufen lassen...

    Der liebe Kollege hat mir ja noch das kleine Hirschgeweih lasergeschweißt:

    Die kleine Raube hat den Riss verschlossen, dann gestrahlt und den Rest mit, guess what, Felgensilber lackiert:

    So, vorhin wollte ich das Differential trocken zusammen stecken, aber auf der einen Seite habe ich die Passung in meiner Bronzebuchse etwas zu genau gefertigt. Eigentlich lief das schonmal (dachte ich zumindest), aber ich werde das Hauptzahnrad nochmal etwas abziehen müssen morgen.

    Leider kann ich das Gehäuse nicht zum Anprobieren mitnehmen, es ist ja schon montiert.

    Also werde ich wohl messen und nochmal 1-2 Hundertstel holen nach Maß. Oder ich schau mal, ob ich den Aufnahmedorn für das Hauptrad, den ich für die Umarbeitung des Hauptrad gedreht hatte, auch in meine Fräsmaschine paßt. Dann könnte ich das zuhause abziehen.

    Ich schau mir das morgen mal an, ich weiß es nicht mehr....Die ganzen Vorrichtungen für den Motor habe ich in einer Kiste gelagert.

    Ellenrieder hat meine neue Zündgrundplatte heute wohl losgeschickt. Der hat zwar seinen Onlineshop mittlerweile geschlossen, aber ich hatte Emailkontakt und er hat noch eine Cross-Lima.

    Die Cross-Lima, die im aktuellen Motor verbaut ist, hatte ich auch von denen. Im Gegensatz zu den anderen Ape-Shops hatte der damals noch eine NOS Ori Piaggio. Mal sehen, ob die jetzt auch noch NOS ist.

    Fantine hatte mir damals mit dem Motor noch eine gebrauchte Cross-Lima dazu geschenkt, ebenfalls noch original, aber bereits gebraucht und am Kabelbaum zur CDI ist irgendwas geflickt. Die bleibt als Ersatz auf Lager, die sieht sehr gut aus, aber irgendwer muß da mal den Kabelast abgeschnitten haben und später wieder verlängert und mit Schrumpfschlauch ummantelt.

    Jetzt kommt eine neue rein und gut. Der Motor hat ja auch eine neue CDI bekommen, also kommt es jetzt darauf auch nicht mehr an.

    Soweit mal,


    Gruß Felgensilber-Paddy...lmao

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Scharnhorst (March 3, 2026 at 22:53)

  • Danke, Männer!

    So, ich habe den Lagersitz am Hauptrad, der etwas eng war, noch ca. 2 Hundertstel abgezogen, jetzt läuft es. Ich dachte eigentlich, das lief schonmal, aber gut. Die Lagerbronze wird wohl nicht gequollen sein, was soll's...

    Für euch, die ja nicht alle Ape-Schrauber sind, kurz ein paar Bilder von dem Detail, das am maßgeblichsten von einem normalen Smallfram-Motor abweicht.

    Das ist jetzt die Stellung für Vorwärtsfahrt. Auf der Hauptwelle sitzt das Schieberad so, daß es mit dem Differentialhauptzahnrad im Eingriff ist:

    Jetzt sieht man auch, warum ich so eine lange Primär eingebaut habe. Die 2,34 ist ja für Vespas schon fast unüblich lang, aber wie man jetzt sieht, ist das Schieberad eine Ecke kleiner als das Hauptrad und das ist quasi die zusätzliche Übersetzung im Differential, die ich mit der langen Primär auffangen muß. Um konkret zu sein, hier kommt eine Übersetzung von 34/57 dazu.

    Die kleine Zwischenwelle mit der Tachoschnecke drauf läuft immer mit. Hier sieht man jetzt die Stellung für Rückwärtsfahrt:

    Das Schieberad greift auf die kleine Zwischenwelle und treibt darüber das Hauptzahnrad an. Jetzt hat das Differential die gleiche Drehrichtung wie die Kurbelwelle. Das entspräche bei der Vespa der Vörwärtsfahrt, aber in der Ape ist der Motor falsch herum eingebaut. Ergo fährt sie jetzt rückwärts.

    Das Umschalten übernimmt diese Schaltgabel, die in eine Nut des Schieberads eingreift:

    Und hier ein Bild vom aufgesteckten Deckel mit den beiden Hebeln und der Schenkelfeder mit Felgensilber. Mir gefällts:

    So, jetzt mal sehen. Ich habe gestern noch einen Anlasser bestellt. Ich hätte zwar noch den alten aus der XL2, aber ich wollte einen Neuen für diesen Motor und ich habe im Netz für einen schönen Kurs bei ZS2radteile einen anscheinend originalen Piaggio-Anlasser gefunden.

    Weiter habe ich noch die Rückholfeder für die Rückwärtsganghebelei bestellt, die hatte ich nämlich vergessen. Wenn das Zeug noch rechtzeitig kommt, nehme ich am Freitag frei und bau den Motor ein.

    Oder zumindest den alten mal aus. Den neuen will ich ja eigentlich vor Ausbau des alten Motors wenigstens einmal im Montageständer laufen lassen und kurz testen, ob alles läuft. Jetzt warten wir mal ab.

    Ich bin gespannt...klatschen-)

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Danke Männer!

    So, heute hatte ich frei um den Motor zu finalisieren. Die neue Cross-ZGP war im Zulauf, ebenso der Anlasser. Die Rückholfeder für den Rückwärtsgang kommt wohl erst morgen.

    Ziel war gesteckt, Endmontage und Probelauf im Ständer. Erstmal Differential montiert im waagrechten Zustand:

    Ein Paßhülse war etwas eng, die habe ich dann noch etwas abgezogen, aber dann war alles soweit gut:

    Dann habe ich so Kleinigkeiten gemacht wie Stehbolzen für den Anlasser, den Auspuff und lauter so Kleinkram, der trotzdem aufhält, wenn man es sorgsam macht.

    Mein Tochter abgeholt und kurz zu McDonalds, als wir zurück kamen, lagen ZGP und Anlasser vor der Tür. Ellenrieder hatte wohl keine Ori mehr, aber für 100 Euro ist ein Cross-Lima-Nachbau sehr OK.

    Lima rein und Position vom Pickup ermittelt:

    Ich hatte mal eine Nachbau-ZGP, die hat immer gesponnen. Bis ich gemerkt habe, daß das Pickup nicht sauber positioniert ist. Nach der ausdistanzierung der ZGP damals war es dann OK. Seit dem bin ich ein gebranntes Kind bei neuen ZGPs.

    Dann den Gaser mal mit 102er HD bestückt. Wird wohl zu fett sein, bei Drehschieber hat die gute alte Formel Durchmesser Luft mal 0,05 gleich Durchmesser HD immer eine etwas zu fette HD ausgespuckt, aber für den Anfang tut das mal mit dem 21er Gaser.

    Hier sieht man nochmal mein Ansaugtrichtergebastel schön nach Helmut Werner Bönsch:

    Dann war soweit alles montiert:

    Wirkt schon ganz schön wuchtig so mit dem Riesen Wärmetauscher-Topf und dem Diff. Auf das Diff habe ich noch die schönen Staubschutzdeckel gemacht.

    An den Motorständer kann ich ja wie an meinen anderen diese Stange aufsetzen für den Probetank. Mit meiner Tochter dann das Ding in die Scheune getragen und gemerkt, daß beide Kanister leer sind, alles in der Ape und den Wespen. Sprit geholt und die Ape ebenfalls rausgeschoben.

    Ich wollte ja sehen, ob der Anlasser den Motor mit der von Polini empfohlenen Kompressionshöhe packt.

    Also der packt das, aber meine Batterie hat jetzt schon 6 Jahre auf dem Buckel und braucht je nach Kurbelwellenposition auch zwei Anläufe. Ich werde nächste Woche eine neue holen müssen.

    Das Kabel war auch recht lang und nur 4 Quadrat, also auch nicht ideal.

    Tja dann mit der Bohrmaschine ohne Choke. Eine Sekunde georgelt...:

    IMG_9680.mp4


    War das schön....klatschen-)Das Ding läuft und hält schön Standgas. Meine Tochter und ich haben uns riesig gefreut.

    Ich finde, der Motor spricht nicht mal schlecht an für den Klöpper von Polrad, was da drauf hängt auf der Fabbri.

    Dafür das da dieser schnöde Sito dranhängt an den 140 Kubik, hört sich das sogar fast sportlich an....

    So, dann habe ich den Bremshebel und Gasgriff nach den Anpassungenam Lenker wieder anmontiert und die Ape zurück in die Scheune geschoben.

    Der Motor steh drüben im Ständer in der Scheune. Morgen wird die Ape hochgebockt und gehe den Tausch an. Meine Tochter und ich sind sowas von gespannt.

    Ich werde berichten.

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.

  • Vielen Dank, liebe Kollegen!

    Das Wesentliche kommt ja erst noch. Daß der Motor schon irgendwie einen Mucks von sich geben wird, hoffte und dachte ich mir schon.

    Aber der hatte ja außer dem schweren Polrad noch nicht viel zu tun.

    Spannend wird es, ob mein ganzes Gemisch aus versuchter Extrapolation und Glaskugel was die Übersetzungen angeht, einigermaßen hinhaut in Kombination mit der erhofften Charakteristik des Motors.

    Es ist halt doch keine kleine Wespe mit 70 Kilo sondern eine Keksdose mit einer Vierteltonne...

    So, ich habe gefrühstückt, jetzt Zähneputzen, Umziehen und dann ab in die Scheune. Bis später,

    Gruß Paddy.

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ikone klassische Vespa! Wenn aber selbst heute noch uralte Vespas aus den Siebzigern aufgrund der schieren Menge verbastelt werden können, sollte man sich seiner zunehmend seltenen Automatik bewußt sein...

    Übrigens, wenn man den sogenannten "O-Lack" aufbereitet (abschmirgeln und in Wachs ersäufen), muß man vorher den "O-Dreck" entfernen und den "O-Rost" owatrolisieren.